03. Jänner 2008 13:15
Die häufigste Ursache für verstopfte Straßen sind nicht etwa Unfälle - es
sind Telefone! Zu dieser Erkenntnis kam nun eine Studie der Universität
Utah, die die Auswirkungen des Telefonierens am Steuer untersuchte.
Autolenker, die während der Fahrt ein Telefongespräch führen, fahren
deutlich unkonzentrierter, langsamer und reagieren verzögert auf veränderte
Verkehrsbedingungen. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob der
Autofahrer eine Freisprecheinrichtung verwendet, oder das Handy in der Hand
hält.
Im Zuge der Studie fuhren 36 Probanden mehrmals eine 15 Kilometer lange
Autobahnstrecke. Es wurde bei der Studie darauf geachtet, dass jeder
Testkandidat die Strecke sowohl bei hohem als auch bei niedrigem
Verkehrsaufkommen absolvierte. Einen Teil der Strecke absolvierten die
Fahrer dabei sprechend mit Freisprecheinrichtung.
Handy am Steuer führt zu Staus
Das Ergebnis der
Untersuchung: Wer am Steuer telefoniert, wechselt seltener die Spur und ist
im Schnitt um 3,2 km/h langsamer als der umgebende Verkehr und kommt so auch
später am Zielort an. Ausserdem sorgen Handyfonierer durch zu dichtes
Auffahren, verspätete Reaktion und generelle Unachtsamkeit am Steuer oft für
abrupte Fahrmaneuver, die wiederrum starkes Bremsen der nachfolgenden
Verkehrsteilnehmer auslösen - Pflanzt sich eine solche "Bremswelle" in
dichterem Verkehr fort, kann schnell ohne ersichtlichen Grund ein Stau
entstehen.
In Österreich ist das Telefon auch im Auto fast immer dabei: 94 Prozent
aller österrreichischen Autofahrer besitzen ein Handy, zwei von drei Lenkern
benützen es auch während der Fahrt. immerhin jeder Achte liest sogar SMS am
Steuer, jeder 20. tippt während der Fahrt selbst Kurznachrichten ins Handy!
Im nächsten Schritt will das Forscherteam der Universität Utah beziffern,
wie hoch der Zeitverlust und die Kosten für das zusätzlich verbrauchte
Benzin liegen. Man gehe aber davon aus, dass es sich um beträchtliche Zahlen
handle, so das Forscherteam.
Stimmt, auch mit Freisprechanlage ist man abgelenkt.