DS7 Crossback greift Q3, X1 und GLA an

Edles Kompakt-SUV

DS7 Crossback greift Q3, X1 und GLA an

DS Automobiles stellt auf dem Genfer Autosalon 2017 (9. März bis 19. März) sein erstes SUV vor. Damit steigt auch die noble Tochter von Citroen spät aber doch in das boomende Segment ein. Zu den anvisierten Konkurrenten zählen Mercedes GLA, Audi Q3 und BMW X1. Mit einer Länge von 4,57 Metern und einer Breite von 1,89 Metern überragt der DS 7 Crossback das deutsche Premium-Trio zwar etwas, preislich wird er sich jedoch auf deren Niveau bewegen – bei deutlich besserer Ausstattung versteht sich. Wie der neue Peugeot 5008 und der kommende Opel Grandland X steht der Newcomer auf der EMP2-Plattform von PSA.

DS-7-Crossback-960-off2.jpg © DS Automobiles

Design

Da der DS 7 Crossback ein echter Verkaufsschlager werden soll, sparen sich die Franzosen ein zu extravagantes Design. Dennoch ist das SUV ein echter Hingucker. Dafür sorgt vor allem die Front, die an die Sportwagenstudie E-Tense Concept erinnert. Der große Grill, viel Chrom und die schmalen LED-Scheinwerfer sorgen jedenfalls für ein markantes Gesicht. Hinzu kommt ein auffälliges, senkrecht stehendes Tagfahrlicht. Seitlich gibt es die typischen Crossover-Merkmale wie erhöhte Bodenfreiheit, Radhausbeplankungen, einen hohen Aufbau, große Räder (17 bis 20 Zoll) und eine Dachreling. Das nach hinten abfallende Dach sorgt für den gewünschten Schuss an Dynamik. Das Heck erinnert etwas an den Audi Q5. Dazu tragen nicht nur die schmalen LED-Rückleuchten bei, sondern auch die umlaufende Heckklappe, die inklusive den Leuchten aufschwingt. Zu den weiteren Hinguckern zählen die breite Chromspange, die die Rückleuchten miteinander verbindet, sowie die bündig in den Unterteil der Schürze integrierten Endrohre.

DS-7-Crossback-960-off3.jpg © DS Automobiles

Luxuriöser Innenraum

Innen wird DS Automobiles seinem noblen Anspruch voll und ganz gerecht. Um alle Geschmäcker zu treffen, bieten die Franzosen gleich fünf unterschiedliche Innenraumwelten an. Diese hören auf die Namen „Bastille“, „Rivoli“, „Faubourg“, „Opéra“ und „Performance Line“ und haben alle einen eigenständigen Charakter. Wie die Fotos zeigen, wurde hier wirklich jedes Material (echtes Holz, Alcantara, genarbtes Leder und Nappa-Leder) sorgfältig ausgesucht, verarbeitet und in das Fahrzeug eingebaut. Die Gestaltung von Armaturenbrett, Türverkleidung, Konsolen und Sitze wirkt extrem stilsicher. Zudem gibt es viele Details, die man bei anderen Herstellern vergeblich sucht: So können etwa die Türgriffe und das Lenkrad bis zur Mitte mit Leder bezogen werden, eine Perlenstickerei ziert in der Top-Version die Sitze im Bracelet-Finish aus Nappa-Leder, das Armaturenbrett, die Türverkleidungen sowie die Konsole und abhängig von der gewählten Ausstattung ist der Regler auf dem zentralen Bildschirm in Kristallglas eingefasst. Ein weiteres schönes Detail ist die rechteckige Analoguhr oberhalb des Touchscreens.

DS-7-Crossback-960-off5.jpg © DS Automobiles

Konnektivität und Assistenzsysteme

Auf Wunsch gibt es im Cockpit – ähnlich wie bei der Mercedes E-Klasse - zwei 12 Zoll große Bildschirme. Der Touchsceen in der Mittelkonsole dient zur Steuerung von Navigation, Multimedia-System und den Onine-Dienten DS Connect. Das zweite Display übernimmt die Funktion eines weitestgehend frei programmierbaren, digitalen Kombiinstruments. Im Basismodell geht es etwas bodenständiger zu. Hier gibt es analoge Instrumente und einen acht-Zoll-Touchscreen. Die Smartphone-Integration gelingt via Mirror Screen, Apple CarPlay und Android Auto. Bei den Assistenzsystemen gibt sich der DS7 Crossback auch keine Blöße. Neben allen gängigen Features stechen hier vor allem der sogenannte  DS Connected Pilot und ein Nachtsichtgerät heraus. Ersterer beinhaltet einen Stau- und einen Spurhalteassistenten, der das SUV bei Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h teilautonom durch den Verkehr steuert. Beim Nachtsichtgerät setzen die Franzosen auf eine Infrarotkamera – bei der direkten Konkurrenz gibt es so etwas nicht.  Zudem ist beim DS 7 erstmals für ein Modell der Marke ein vollautomatischer Ein- und Ausparkassistent  verfügbar.

DS-7-Crossback-960-off4.jpg © DS Automobiles

Antriebe und vorausschauendes Fahrwerk

Bei den Motoren bedient sich DS Automobiles im PSA-Regal. Hier lohnt sich also ein Blick zum Peugeot 5008. So wird es bei der Markteinführung drei Benziner mit einem Leistungsspektrum von 130 bis 225 PS geben. Die beiden Dieselmotoren bringen es auf 130 und 180 PS. Während es bei den Einstiegsmotoren ein manuelles Sechsganggetriebe gibt, sind die stärkeren Triebwerke serienmäßig an eine völlig neu entwickelte Achtgang-Automatik gekoppelt. Ein Jahr nach dem Markstart wird dann noch ein Plug-in-Hybrid nachgereicht, dessen Antriebsstrang sich aus einem 200 PS starken Benziner und zwei E-Motoren zusammensetzt. Die Systemleistung soll 300 PS betragen, also exakt so viel wie in der Peugeot-Studie Instinct Concept, die ebenfalls in Genf ihre Weltpremiere feiert. Um auch dem eigenen Innovations-Anspruch gerecht zu werden, haben sich die DS-Entwickler für das Fahrwerk noch etwas Besonderes einfallen lassen. Konkret handelt es sich dabei um die kamerabasierte Federung Active Scan Suspension. Diese erinnert von der Funktionsweise her etwas an die Magic Body Control aus der Mercedes S-Klasse. Im DS 7 Crossback scannt auf Wunsch eine Kamera die Straße vor dem Fahrzeug detailliert ab. Die Elektronik kann jedes Rad einzeln in Echtzeit ansteuern und passt die Dämpferhärte an die Gegebenheiten an. So sollen selbst tiefe Schlaglöcher ihren Schrecken verlieren.

DS-7-Crossback-960-off6.jpg © DS Automobiles

Verfügbarkeit

Wer Gefallen am neuen DS 7 Crossback gefunden hat und deshalb sofort zum nächstgelegenen Händler aufbrechen möchte, kann sich damit ruhig Zeit lassen. Denn obwohl das neue SUV bereits im März 2017 vorgestellt wird, kommt es erst im Frühjahr 2018 in den Handel. Die Varianten für Europa werden in Frankreich gebaut, jene für den chinesischen Markt, auf dem DS seit Jahren richtig erfolgreich ist, in China. Preise stehen noch nicht fest. Mit Blick auf die anvisierte Konkurrenz dürfte es ab rund 30.000 Euro losgehen. Für ein vollausgestattetes Top-Modell könnten bis zu 60.000 Euro fällig werden.

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