21. Juni 2017 08:18
Praktischer Nobel-Brite
Das ist der neue Jaguar XF Sportbrake
Briten sagen dem deutschen Premiumtrio den Kampf an.
Das ist der neue Jaguar XF Sportbrake
© oe24

Wie angekündigt, zeigt Jaguar im Rahmen des legendären Tennisturniers von Wimbledon (3. bis 16. Juli 2017) den neuen XF Sportbrake erstmals vor Publikum. Die wichtigsten Informationen gibt es aber schon jetzt. Zwei Jahre nach dem Start der neuen Limousine folgt nun also die praktische Variante. Wie die Hauptkonkurrenten Mercedes E-Klasse T-Modell, Volvo V90, BMW 5er Touring und Audi A6 Avant rücken auch die Briten den Lifestyle-Faktor in den Mittelpunkt. Trotzdem kann man den neuen XF Sportbrake durchaus als praktischen Lademeister bezeichnen. Mit einem zwischen 565 und maximal 1.700 Liter großen Kofferraum liegt er auf Audi- und BMW-Niveau. Lediglich der Benz kann etwas mehr Gepäck herumchauffieren. Dafür sieht das Heck des Jaguars aber auch etwas sportlicher aus. Die Linienführung hat das Design-Team rund um Ian Callum wirklich ausgesprochen gut hinbekommen.

Die flach stehende D-Säule verleiht dem Jag einen Schuss Dynamik.

Spezifische Highlights

In den Handel kommt der große Jaguar-Kombi im Oktober 2017. Die Technik stammt weitestgehend von der Limousine. Das Cockpit wird - inklusive dem großen Touchscreen-Multimediasystem - eins zu eins vom Stufenheckmodell übernommen. Beim Sportbrake wird aber (wie schon bei der ersten Generation) die Hinterachse serienmäßig von einer automatischen Niveauregulierung samt Luftfederung stabilisiert. Das ist nicht nur praktisch, wenn man die maximale Zuladung voll ausschöpft, sondern wirkt sich auch beim Ziehen von bis zu zwei Tonnen schweren Anhängern positiv aus. Zu den Innovationen des XF Sportbrake gehören eine Gestensteuerung für die Sonnenblende des großen Panorama-Dachs, ein vor Müdigkeit am Steuer warnender „Driver Condition Monitor” und ein wasserfester Activity Key, den man bei sportlicher Betätigung am Körper tragen kann und so den klobigen Schlüssel im versperrten Auto zurücklassen kann. Außerdem steht auch eine Ionisierung der Innenraumluft zur Wahl.

Antrieb

Die Motoren kennen wir bereits von aktuellen Modellen der Marke (auch von Land Rover und Range Rover). So gibt es Vierzylinder-Benzin- und Dieselmotoren der Ingenium-Baureihe, sowie potentere V6-Aggregate. Die Selbstzünder decken zum Marktstart ein Leistungsspektrum von 163 bis 300 PS ab. Der einzig verfügbare Benziner, ein Turbo-Vierzylinder, bringt es auf 250 PS. Auf Wunsch bietet Jaguar auch den Allradantrieb AWD an. Bis auf die beiden kleinen Diesel (163 und 180 PS), die auch mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe zu haben sind, ist stets eine Achtgang-Automatik mit an Bord. Leistungsfans müssen jetzt aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Denn motortechnisch kommt sicher noch was nach. Schließlich gab es die erste Generation des XF Sportbrake mit bis zu 550 PS.

Aufgeräumtes Cockpit und variabler, bis zu 1.700 Liter großer Kofferraum.

Verfügbarkeit und Preis

Der neue XF Sportbrake läuft, ebenso wie die XF Limousine im Jaguar Land Rover Werk Castle Bromwich vom Band, Seite an Seite mit dem XE, XJ und F-Type. Los geht es wie erwähnt im Oktober. Die Preisliste startet ab 46.310 Euro und liegt damit in etwa auf dem Niveau des F-Pace -  der größte Rivale dürfte auch das hauseigene SUV werden. Die Konkurrenten des deutschen Premium-Trios sind teils deutlich teurer. Der V90 liegt auf ähnlichem Niveau.

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