Erlkönige des Mercedes Citan auf Tour

"Ren-Cedes" auf Testfahrt

Erlkönige des Mercedes Citan auf Tour

Auf dem Genfer Autosalon 2012 (bis 18. März) dreht sich am Mercedes-Stand alles rund um die neue A-Klasse und dem SL 63 AMG. Doch im hohen Norden dreht aktuell ein Fahrzeug letzte Testrunden, das für die Stuttgarter ebenfalls eine große Rolle spielt. Konkret handelt es sich um den "Citan" - den ersten Mercedes, der gemeinsam mit Renault entwickelt wird. Die beiden Autoriesen sind eine Partnerschaft eingegangen, von der in Kürze beide profitieren sollen. Renault baut künftig etwa Motoren für die A-, B- und C-Klasse. Gleichzeitig profitiert Nissans-Nobeltochter Infiniti vom Mercedes Know-How. Der nächste Smart wird überhaupt von Renault gefertigt und bekommt einen französischen Zwillingsbruder. Doch zurück zum Citan.

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So sportlich wie auf dieser Skizze sieht die Serienversion nicht aus.

Harte Wintertests
Mit dem Citan, von dem es aktuell nur stark getarnte Erlkönigfotos (siehe ganz oben) und offizielle Skizzen gibt, kehrt Mercedes ins Segment der Stadtlieferwagen zurück. Wie alle Modelle der Marke, muss sich auch dieses den Stern in Vorab-Tests erst verdienen. Am härtesten fallen dabei immer die Wintertest-Prüfungen nahe dem Polarkreis aus: Eisige Temperaturen bis zu minus 40 Grad Celsius, meterhoher Schnee links und rechts der Straßen, dazu nur wenige Stunden Tageslicht – der Winter in Nordschweden ist rau und hart. Genau die richtigen Bedingungen für Autohersteller, neue Modelle auf Herz und Nieren zu erproben.

Im kleinen Ort Arjeplog hat Mercedes ein eigenes Prüfzentrum mit Werkstätten, Büros und Teststrecken (Folterstrecken, Eissee, Bergstraßen, etc.) eingerichtet. Dort hat sich in den letzen Wochen auch der neue Stadtlieferwagen bewähren müssen. Naheliegend sind Prüfungen des Kaltstartverhaltens sowie von Heizung und Lüftung, der Sitzheizung sowie der Entfrostung der Windschutzscheibe. Am Polarkreis prüft man aber auch, wie sich Materialen bei extremen Temperaturen verhalten: Wie reagieren beispielsweise die Türdichtungen? Bei Eiseskälte verspröden auch Kunststoffe und können brechen oder reißen. Bei sich überlappenden Materialien treten unter Umständen Knarrgeräusche auf. Laut seinen Entwicklern hat der Citan nun alle Prüfungen bestanden und gilt als "winterfest".

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Als klassischer Stadtlieferwagen bietet der Citan Raum in Hülle und Fülle.

Serienanlauf kann starten
Um sich ein persönliches Bild von den Ergebnissen des diesjährigen Wintertestprogramms zu machen, ist die Geschäftsführung von „Mercedes-Benz Vans“ in den hohen Norden gereist, darunter auch Volker Mornhinweg. Der Van-Chef diskutiert dabei nicht nur die Testergebnisse und die daraus abzuleitenden Maßnahmen mit den Entwicklungsingenieuren. Mornhinweg testet selbst. Zwei Tage war er in Arjeplog im Citan unterwegs. Sein Fazit fällt naturgemäß positiv aus – er kann ja nicht sein eigenes „Baby“ schlechtreden: „Unser neues Fahrwerk und unsere Regelsysteme sind mittlerweile perfekt auf einander abgestimmt. Das merkt man sowohl auf den verschiedenen Handlingkursen wie auch beim Anfahren und Bremsen. Mit den Änderungen im Interieur bin ich ebenfalls höchst zufrieden – sowohl in puncto Heizung, Lüftung und Klimatisierung als auch bezüglich der robusten Materialauswahl. Der Citan ist nach allen Erprobungen und Arbeit unserer Entwicklungsingenieure reif für die Serie.“

Im Spätsommer soll das neue Auto in den Handel kommen. Bei Renault wird er vermutlich als neuer "Kangoo" erscheinen.

Noch mehr Infos über Mercedes finden Sie in unserem Marken-Channel.

So sportlich wie die neue A-Klasse kommt der Citan nicht daher

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  Diashow

Während die A-Klasse aufgrund ihrer Bauhöhe bisher eher ältere Semester angesprochen hat, dürfte sich das Zielpublikum nun radikal ändern. So duckt sich die Neuauflage um 18 Zentimeter niedriger auf die Straße.

Das knackige Heck wirkt ebenfalls sehr gelungen. Besonders sportlich kommt das aktuelle AMG-Modell daher. Hier gibt es noch größere Lufteinlässe, Seitenschweller und eine Heckschürze mit integrierten Diffusor und Doppel-Endrohr.

Die Seitenansicht wird von den beiden auffälligen Lichtkanten geprägt. Die untere steigt wie schon bei der neuen B-Klasse nach hinten an.

Mercedes bietet die A-Klasse neben der Basisversion in Zukunft auch in den Linien "Urban", "Style" und "AMG Sport" an. Bei letzterer sorgen 18-Zöller, AMG-Fahrwerk, Carbon und rote Ziernähten für den sportlichen Touch.

Die Benzinmotoren decken ein Leistungsspektrum von 115 PS im A 180 über 156 PS im A 200 bis zu 211 PS ab. Bei den Dieseln markiert der 180 CDI mit 109 PS den Einstieg. Der A 200 CDI leistet 136 PS, der 170 PS (350 Nm) starke A 220 CDI fungiert als Top-Modell.

Das Cockpit ist nahezu identisch mit jenem aus der B-Klasse. Innen setzt sich der sportliche Look also nahtlos fort. So stechen die runden...

...Luftaustrittsdüsen, die an den SLK und SLS AMG erinnern, sofort aufs Auge. Über der Mittelkonsole thront der freistehende Monitor, der den Fahrer mit zahlreichen Daten versorgt.

Gegen Aufpreis gibt es ein riesiges Panorama-Dach, das den Innenraum mit Licht durchflutet.

Klima, Radio oder Multifunktionslenkrad sind ebenso serienmäßig mit an Bord, wie ein radargestützter Bremsassistent, der Müdigkeitswarner "Attention Assist" und eine Berganfahrhilfe.

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