Dieses Elektro-SUV ist schnellstes Auto der Welt

Frontalangriff auf Tesla

Dieses Elektro-SUV ist schnellstes Auto der Welt

Die US-Autofirma Faraday Future, die Anbietern von Elektrofahrzeugen wie Tesla Konkurrenz machen will, hat ihr erstes Produktionsmodell vorgestellt. Das Auto mit der Bezeichnung FF91 soll ab 2018 ausgeliefert werden, wie Entwicklungschef Nick Sampson vor Beginn der Technik-Messe CES (5. bis 7. Jänner) in Las Vegas ankündigte. Faraday Future hatte schon bei der vorherigen Auflage der Technik-Show vor einem Jahr große Erwartungen geschürt - dann aber nur ein realitätsfernes Sportwagen-Konzept gezeigt, den FFZero1. Beim FF91 handelt es hingegen um einen alltagstauglichen Crossover. Faraday Future spricht zwar von einem Elektro-SUV, doch dafür ist die Karosserie fast etwas zu flach.

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Schnellstes Auto der Welt

Der FF91 könne schneller von 0 auf 100 Stundenkilometer beschleunigen als jedes aktuelle andere Serienauto weltweit, betont Faraday Future. Bei einem Live-Vergleich in der Halle in Las Vegas war das Fahrzeug 0,01 Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter, Teslas Model S P100D. Mit einem Sprintwert von 2,59 Sekunden schlägt der Elektro-Crossover auch Modelle von Ferrari und Bentley. Als Beweis gab es bei der Präsentation gleich einen Live-Katapultstart. Auf der Bühne beschleunigte zwar nur der FF91, doch in einem davor aufgezeichneten Video ist der Vergleich mit den anderen Sportlern zu sehen.

Über 1.000 PS

Für den imposanten Vortrieb sorgt eine Systemleistung von bis zu 1.050 PS (738 kW), die an alle vier Räder weitergeleitet wird. Zudem passt der FF91 die Leistung automatisch an die Beschaffenheit des Untergrunds, das Wetter und andere Straßenverhältnisse an. Die Bodenfreiheit wird ebenfalls automatisch durch das höhenverstellbare Fahrwerk angepasst. Die E-Motoren saugen die benötigte Energie aus einem 130 Kwh großen Akku, der eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern ermöglichen soll. Dank Schnellladefunktion sollen die Kunden innerhalb einer Stunde Strom für 500 Kilometer "tanken" können. Mit einem herkömmlichen Heimlader kann die Batterie nach rund 4,5 Stunden von 50 auf 100 Prozent geladen werden.

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Autonom unterwegs

Faraday Future stattet den FF91 mit über 30 Sensoren für autonomes Fahren aus und demonstrierte eine automatische Einparkfunktion, bei der sich der Wagen selbst eine freie Stelle auf einem Parkplatz sucht. Herzstück der autonomen Technik ist das 3D-LIDAR-System (Radar), das in der Motorhaube integriert ist und eingefahren werden kann, wenn der Fahrer das Steuer selbst übernehmen will. Beim FF 91 wird das LIDAR-System durch zehn Kameras, 13 Kurz- und Langstrecken-Radars und zwölf Ultraschall-Sensoren ergänzt. Damit soll gewährleistet werden, dass der starke Stromer auch bei schlechtem Wetter sicher selbstständig fahren kann. Auch andere Hersteller entwickeln solche Systeme. Tesla stattet ebenfalls alle Modelle mit Technik für autonomes Fahren aus.

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Anzahlung bereits möglich

Einen Preis für den FF91 nannte Faraday Future nicht, Vorbesteller werden aber zunächst 5.000 Dollar (4.815 Euro) hinterlegen müssen. Zuletzt war über Geldprobleme angesichts finanzieller Schwierigkeiten des wichtigsten chinesischen Investors spekuliert worden. Mit Blick darauf beteuerte Sampson, Faraday Future werde allen Skeptikern zum Trotz weitermachen. Die Firma wolle eine Führungsrolle in einer "neuen Ära der Mobilität" übernehmen.

Mit dem FF91 stellt der neue Mitbewerber nicht nur Tesla die Rute ins Fenster, sondern auch etablierten Firmen wie Mercedes mit der neuen EQ-Reihe, Porsche mit dem "Mission E" oder Audi mit dem Q6 e-tron.

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