10. Februar 2017 13:24
Ab sofort in Österreich
Der neue Kia Rio geht an den Start
Die vierte Generation des Polo-Gegners wurde von Grund auf neu entwickelt.
Der neue Kia Rio geht an den Start
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Am 11. Februar 2017 geht der völlig neue Rio in Österreich an den Start. Der kompakte Kleinwagen ist der internationale Bestseller von Kia: im Jahr 2016 verkauften die Koreaner weltweit rund 450.000 Einheiten des B-Segment-Modells. Das entspricht 15 Prozent des Gesamtabsatzes. Wie berichtet, wurde die vierte Generation von Grund auf neu entwickelt. Hierzulande ist sie ab 12.690 Euro erhältlich. Da in der Basisversion „Neon“ aber keine Klimaanlage inkludiert ist, dürfte der Rio von den meisten Kunden aber mindestens in der Ausstattungslinie „Titan“ geordert werden. Diese startet ab 13.890 Euro (Details siehe unten).

Der neue Rio braucht sich optisch vor der Konkurrenz nicht zu verstecken.

Design und Abmessungen

Der neue Rio ist etwas länger (4.065 mm, plus 15 mm) und flacher (1.450 mm, minus 5 mm) als der Vorgänger. An der Breite ändert sich fast nichts (plus 5 mm auf 1.725 mm), der Radstand legt um einen Zentimeter auf 2.580 Millimeter zu. Die veränderten Proportionen verhelfen dem Polo-Gegner zu einem dynamischen Auftritt. Hinter seinem Plattformspender, dem neuen Hyundai i20, und anderen Konkurrenten wie Corsa, Fiesta, Ibiza, 208, etc. muss er sich jedenfalls nicht verstecken. Vorne treten der Kühlergrill in der Kia-typischen „Tigernasen“-Form und die neuen Scheinwerfer als prägende Elemente in Erscheinung. Letztere beinhalten das serienmäßige LED-Tagfahrlicht mit markanter U-Form. Designkniffe wie breiterer Grill, schlankere Scheinwerfer und weiter außen platzierte Nebelscheinwerfer lassen den neuen Rio breiter wirken, als er eigentlich ist. In der Seitenansicht stechen die verlängerte Motorhaube, die aufrechtere Position von C-Säule und Heckscheibe sowie der kürzere Hecküberhang ins Auge. Zudem gibt es nun zusätzlich zur Schulterlinie eine weitere Linie oberhalb der Sicke in den Türen. Das Heckdesign profitiert wiederum von der verlängerten Schulterlinie, die sich in den Rücklichteinheiten und an der Heckklappe fortsetzt. Die pfeilförmigen LED-Muster der Rückleuchten sollen vor allem bei Dunkelheit Akzente setzen. Das Gepäckraumvolumen ist gegenüber dem Vorgänger um 37 Liter oder 13 Prozent auf 325 Liter gewachsen. Die Passagiere können sich vorne und hinten ebenfalls über mehr Platz freuen.

Ein so übersichtliches und strukturiertes Cockpit würden wir uns in jedem Kleinwagen wünschen.

Cockpit

Im Innenraum setzt sich der positive Eindruck fort – optisch und haptisch kann man dem Kleinen nichts vorwerfen. Ähnlich wie VW setzt nun auch Kia im Cockpit verstärkt auf eine horizontale Ausrichtung. Das wirkt nicht nur strukturiert, sondern vermittelt auch Hochwertigkeit. Dazu tragen auch diverse Metall-Akzente und Oberflächen in Hochglanzschwarz bei. Die Ergonomie soll wiederum von der neuen Zentralkonsole, die jetzt leicht zum Fahrer geneigt ist, profitieren. Hier befindet sich der große, hochauflösende Touchscreen des neuen Infotainment-Systems, über den das Radio, die Navigation und Connectivity-Elemente (Smartphone-Integration, etc.) bedient werden. Da weitere Funktionen ebenfalls in den bis zu sieben Zoll großen Touchscreen (bei Ausführungen mit Navigationssystem) integriert wurden, konnte die Zahl der Bedienelemente an der Zentralkonsole reduziert werden. Beim standardmäßigem Audiosystem gibt es ein 3,8-Zoll-TFT-Display, je nach Ausführung ist auch ein Audiosystem mit 5-Zoll-Touchscreen erhältlich.

Die Heckscheibe steht nun etwas steiler, der Radstand wächst um einen Zentimeter.

Motoren

Die Motorenpalette des Rio wurde in der vierten Modellgeneration um ein modernes Downsizing-Triebwerk erweitert: Der 1,0l-Dreizylinder-Turbo leistet 100 PS oder 120 PS und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 172 Nm. Der Normverbrauch von 4,5 bzw. 4,7 (120 PS-Version) Litern Benzin auf 100 Kilometer kann sich sehen lassen. Für den kleinen Turbo ist auch das hauseigene Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das wir bereits aus anderen aktuellen Kia- und Hyundai-Modellen kennen, erhältlich. Weiters ist für das Auto auch ein Vierzylinder-Saugbenziner mit Multipoint-Einspritzung verfügbar. Der Rio 1.2 leistet 84 PS und bietet ein Drehmoment von 122 Nm. Hier liegt der Durchschnittsverbrauch bei 4,8l/100km. Komplettiert wird die Motorenpalette durch einen 90 PS starken 1,4-Liter-Turbodiesel. Die Dieselversion weist mit 98 Gramm pro Kilometer die niedrigsten CO2-Werte aller Motorisierungen auf. Serienmäßig werden die Vorderräder über ein Sechsgang-Schaltgetriebe angetrieben. Nur beim 1.0 T-GDI mit 100 PS und beim 1.2 kommt ein Fünfgang-Schaltgetriebe zum Einsatz.

Noch mehr Infos über Kia finden Sie in unserem Marken-Channel.

Ausstattung

Von der Grundausstattung Neon weg bietet der Rio zwar eine ordentliche Sicherheitsausstattung, sowie einige Komfortfeatures wie etwa RDS-Radio mit USB-Anschluss. Eine Klimaanlage ist aber erst ab der zweiten Stufe Titan mit an Bord. Bei Silber ist dann unter anderem auch schon das Radio mit 5-Zoll-Display und einer Rückfahrkamera mit von der Partie. Mit 7-Zoll-Navigation, zahlreichen Fahrassistenten (Autonomer Bremsassistent, Fahrspurwarner etc.) und Tempomat inkl. Geschwindigkeitsbegrenzer lässt die Topversion Gold kaum mehr Platz für Wünsche. Das Navigationssystem des neuen Rio beinhaltet den Multimediadienst Kia Connected Services. Er wird vom Navigations-Spezialisten TomTom bereitgestellt und umfasst unter anderem Verkehrsinformationen in Echtzeit, die Suche nach regionalen Informationen sowie Wetterberichte. In Europa steht dieser Dienst Käufern des Rio sieben Jahre lang kostenfrei zur Verfügung. Für die Internetverbindung wird das Smartphone des Fahrers genutzt. Darüber hinaus ermöglicht das große Navi die Integration des eigenen Smartphones via Android Auto und Apple CarPlay. Das bei den ersten drei Ausstattungslinien optional erhältliche „ADAS-Paket“ fasst diverse Assistenzsysteme zusammen. Dazu zählen ein laser- und kamerabasierter Notbremsassistent mit Fußgängererkennung und ein Spurhalteassistent. Gegen Ende 2017 kommen dann noch ein Müdigkeitswarner und ein Fernlichtassistent hinzu.