Renault zeigt ZOE mit über 460 PS

Potenter Stromer

Renault zeigt ZOE mit über 460 PS

Renault gibt auf dem Genfer Autosalon 2017 (Publikumstage: 9. bis 19. März) ordentlich Gas. Neben der neuen Alpine A110 und dem überarbeiteten Captur zeigen die Franzosen auch eine Studie auf Basis des erfolgreichsten Elektroautos in Europa, dem ZOE. Konkret handelt es sich dabei um den ZOE e-Sport Concept, der es nicht nur optisch faustdick hinter den Ohren hat. Während der kompakte Stromer in der Serienversion mit seiner Wirtschaftlichkeit auftrumpft, ist das Konzeptfahrzeug auf lupenreinen Fahrspaß ausgelegt.

Renault-ZOE-E-Sport-960-1.jpg © Renault Dachkantenspoiler und Diffusor sorgen für enormen Anpressdruck.

Design

Mit dem ZOE e-Sport Concept will Renault vor allem seinen Erfolg in der Formel E einem größeren Publikum bekannt machen. Deshalb ist die Studie auch in Seidenmatt-Blau lackiert – genau wie der Formel E-Boliden des Renault e.dams Weltmeisterteams. Ebenfalls nach Vorbild des Elektro-Renners leuchten Details wie die Außenspiegelgehäuse sowie die vorderen und hinteren Schürzen in hellem Gelb. Elemente in Sichtkarbon runden die markante Erscheinung ab. Vorne markiert neben der aggressiv gestylten Schürze auch der hinterleuchtete, zentral positionierte Rhombus im Stil der Studie Trezor das Highlight. Seitlich stechen wiederum die 20-Zoll-Aluminiumräder mit Zentralverschluss in 2-Farb-Lackierung, auf die profillose Slick-Reifen im Format 245/35 aufgezogen sind, ins Auge. Für die benötigte Bodenhaftung sorgen u.a. die Spoilerlippe am unteren Rand der Frontschürze, der flache Unterboden und der Heckdiffusor. Auffälligstes Aerodynamikelement ist jedoch der große Dachspoiler aus Karbon mit integrierten Bremslichtern.

Renault-ZOE-E-Sport-960-3.jpg © Renault Formel E-Renner, Studie und normaler ZOE (v. li. nach re.)

Performance

Diesem sportlichen Design will die Leistung natürlich nicht nachstehen. Da war es ein großer Vorteil, dass die Entwickler beim Antrieb des ZOE e-Sport Concept auf Entwicklungen der Ingenieure von Renault Sport Racing und des Renault e.dams Teams zurückgreifen konnten. Zwei Elektromotoren in Front und Heck (Allrad!) mit zusammen 462 PS (340 kW) sorgen für eine Kraftentfaltung auf Supersportwagenniveau. Die maximale Leistung und das volle Drehmoment von 640 Nm, verteilt auf jeweils 320 Nm pro Motor, stehen praktisch mit dem Anfahren zur Verfügung. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert die Studie in sagenhaften 3,2 Sekunden. Bis zum Erreichen der elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h benötigt der Elektrorenner weniger als zehn Sekunden. Als Stromspeicher dienen zwei Batterien mit einer Kapazität von 40 kWh. Das lupenreine Sportfahrwerk setzt auf Radaufhängung an doppelten Dreieckslenkern vorne und hinten sowie vierfach verstellbare Öhlins-Stoßdämpfer. Groß dimensionierte Scheibenbremsen sorgen für eine adäquate Verzögerung. Zum agilen Fahrverhalten tragen auch die breitere Spur, der tiefergelegte Aufbau und die großformatigen Räder bei.

Renault-ZOE-E-Sport-960-2.jpg © Renault Eckiges Lenkrad wie im Formel-E-Boliden.

Innenraum

Im Interieur setzt sich die Rennatmosphäre fort: Fahrer und Beifahrer sitzen in Recaro-Schalensitzen mit Hosenträgergurten. Sitze, Lenkrad und Türinnenseiten sind mit gestepptem Alcantara bezogen. Wie die Rennwagen der Formel E verfügt die Studie über ein rechteckig geformtes Lenkrad. Ebenfalls nach Vorbild der rein elektrischen Rennserie kann der ZOE e-Sport Concept Pilot die Antriebsabstimmung und das Energiemanagement regulieren. Drei Anzeigen informieren über Getriebesteuerung, Fahrprogramme und Bremskraftverteilung. Auf dem Instrumententräger finden sich außerdem Tasten für fünf Lichtfunktionen.  Die Materialauswahl betont den sportlichen Charakter des Fahrzeugs. Bedienelemente in Blau oder Aluminium lockern das ansonsten nahezu komplett schwarze Interieur etwas auf.

Mehr Infos über die Modelle von Renault finden Sie in unserem Marken-Channel.

Fazit

Mit dem ZOE e-Sport Concept zeigt Renault eindrucksvoll wie viel Potenzial in der Elektromobilität steckt. Das Fahrzeug wird es zwar leider nie in die Serie schaffen, dennoch könnte es einige Skeptiker, die Elektroautos als langweilige Öko-Vehikel abstempeln, bekehren. Tesla und Co. machen es ja bereits vor, dass die Stromer auch im Alltag eine beeindruckende Performance an den Tag legen können.

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