VW präsentiert den Elektro-Bulli

Kult-Comeback

© Volkswagen

VW präsentiert den Elektro-Bulli

Dieses Auto steht wohl wie kaum ein anderes auf der Welt für das Lebensgefühl der Freiheit: der VW Bus. 1950 debütierte er -wir nannten ihn Bulli, die Amerikaner Microbus. Und nun präsentiert Volkswagen auf dem Genfer Autosalon (3. - 13. März 2011) eine Elektro-Studie, die den legendären Bulli wiederbeleben soll. Der aktuelle T5 hat mit dem Ur-Ahn ja nicht mehr viel gemein.

E-Bulli_Genf_2011_2.jpg

Gute Chancen
Schon 2001 zeigte VW die vielversprechende Studie Microbus. Sie wurde trotz großem Publikumszuspruch jedoch nie realisiert. Nun könnte es besser aussehen. Denn nun steht der neue Bulli kompakter und erschwinglicher als die damalige Studie in Genf. Angetrieben wird er von einem Elektromotor. Weitere Highlights sind die sechs Sitzplätze und eine Info-/Entertainment-Steuerung via iPad. Vom Design her erinnert er auch etwas an die Taxi-Studien auf Up-Basis - er Bulli ist jedoch deutlich größer.


E-Bulli_Genf_2011_3.jpg

Design
Wie einst der Samba-Bus, trägt auch der in Genf präsentierte Bulli eine Zweifarbenlackierung – in diesem Fall Weiß und Rot. In Weiß gehalten ist das „V“ der Motorhaube. Im Stile der aktuellen Volkswagen Design-DNA horizontal ausgelegt sind die schmalen Doppelscheinwerfer mit L-förmigen LED-Tagfahrlichtern und den außen als „umgekehrtes“ L angeordneten LED-Blinkern. Die Zweifarbenlackierung prägt die Seitenpartie. In Weiß gehalten ist der komplette Bereich oberhalb der sogenannten Charakterlinie. Unten ist die komplette Seitenfläche in Rot lackiert. Am Heck der Studie dominieren dann wieder die waagerechten Linien und schmalen Lampen.

Daten und Fakten
Das Konzept des neuen Bulli setzt auf maximale Raumausnutzung, das charakteristischen „V“ samt VW-Zeichen in der Frontpartie und klare Proportionen die an den Ur-Bus erinnern.

Außen klein, innen groß
Die Neuauflage wie der Toyota Verso S 3,99 Meter lang, 1,75 Meter breit und 1,70 Meter hoch. Der T1 war etwas länger und höher, dafür schmaler. Mit einem Radstand von 2,62 Metern nutzt der Bulli die Gesamtlänge sehr gut aus. Wie einst der T1, ist auch der neue Bulli vorn dank des flachen Bodens mit einer durchgängigen Sitzbank ausgestattet. Hinten bietet der Van ebenfalls Platz für Drei.

E-Bulli_Genf_2011_4.jpg

Innenraum
Alle Cockpitdetails sind bereits in der Studie übersichtlich gestaltet. Quer über die gesamte Breite verläuft ein Band mit Belüftungsöffnungen. Vor dem Fahrer erschließt sich der als Halbkreis ausgeführte Tacho. Hier ebenfalls via halbrundem Multifunkionsfarbdisplay einseh- (und über Multifunktionstasten im und am Lenkrad) steuerbar: Navigationssystem, Telefon, Bordrech­ner und Mediathek – die komplette Einheit aus Tacho und Multifunktionsdisplay kommuniziert zudem mit dem iPad in der Mittelkonsole.

e-bulli_genf_2011_7.jpg

Motor
Dank modernem Antrieb ist der in Genf präsentierte Bulli ein sogenanntes Zero-Emission-Vehicle, denn die Studie wird elektrisch angetrieben. 85 kW und 270 Newtonmeter liefert der Elektromotor des Vans. Er sitzt an der Vorderachse und treibt diese auch an. Wie üblich bei dieser Antriebsform, steht die maximale Kraft aus dem Stand heraus zur Verfügung. Mit Energie versorgt wird der E-Motor von einer maximal 40 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie. VW verspricht eine Reichenweite von bis zu 300 Kilometern. Wird die Batterie an einer speziell für Elektrofahrzeuge ausgelegten „Stromzapfsäule“ aufgeladen, soll der Vorgang nicht einmal eine Stunde dauern.

Mit dieser Motorisierung beschleunigt die Studie in 11,5 Sekunden  von 0 auf 100 km/h; bei 140 km/h erreicht der Volkswagen die Höchstgeschwindigkeit (elektronisch abgeregelt).

Benziner und Diesel
Alternativ sind die extrem aktuellen Benzin- und Diesel-Direkteinspritzer der aktuellen Modelle Teil des Konzeptes. Motoren mit 1,0 oder 1,4 Liter Hubraum sollen den Minivan erschwinglich machen.

Weitere VW-Highlights in Genf sind das neue Golf Cabrio und der facegeliftete Kompakt-SUV Tiguan.


Diesen Artikel teilen:

Postings (0)

Postings ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Anzeigen

Werbung

Top Gelesen 1 / 5
VW-Skandal: Autos nach Umrüstung getestet
Steigt der Verbrauch? VW-Skandal: Autos nach Umrüstung getestet
Autofahrerclubs haben untersucht, ob sich die Änderungen negativ auswirken. 1
Tesla Model S knackt Weltrekord
Am legendären Pikes Peak Tesla Model S knackt Weltrekord
Elektroauto raste zum Jubiläum in einer Fabelzeit auf den historischen Berg. 2
Talk-Legende Jay Leno baute Horror-Crash
Überschlag im 2.500 PS Auto Talk-Legende Jay Leno baute Horror-Crash
Der Autonarr saß am Beifahrersitz bei Dreharbeiten für eine neue Show. 3
Toyota zeigt das Cockpit des C-HR
Neuer Hybrid-Crossover Toyota zeigt das Cockpit des C-HR
Im Innenraum geht es nicht minder progressiv zu als beim Außendesign. 4
Was heimische Autofahrer wirklich nervt
Jährliche Studie ist da Was heimische Autofahrer wirklich nervt
Blockieren von Fahrspuren und das Nicht-Einordnen-lassen als größte Aufreger. 5
Die neuesten Videos 1 / 10
Istanbul trauert am Tag dannach
Trauer in Istanbul Istanbul trauert am Tag dannach
Nach den schrecklichen Terroranschlägen in Istanbul ist die Trauer groß. Schmerzlichst wird von den Verstorbenen Abschied genommen.
Schüße auf Militärflughafen
Washington Schüße auf Militärflughafen
Handelt es sich um ein Missverständnis?
Putin möchte Iskander Raketen mitten in Europa
Russlands Raketen Putin möchte Iskander Raketen mitten in Europa
Nach letzten NATO-Aktivitäten reagiert Moskau.
Neuer Henker in der Terrormiliz
ISIS Neuer Henker in der Terrormiliz
Skrupelloser neuer "Bulldozer" setzt blutigen Pfad fort.
Rechnungshof: Moser übergab Schlüssel an Kraker
Amtsübergabe Rechnungshof: Moser übergab Schlüssel an Kraker
Die Amtsübergabe im Rechnungshof ist vollzogen: Präsident Josef Moser hat seine Nachfolgerin Margit Kraker im Haus begrüßt. Sie steht ab 1. Juli für zwölf Jahre an der Spitze des Rechnungshofes.
News TV: Straches TV-Duell & Wiens Fiaker
News TV News TV: Straches TV-Duell & Wiens Fiaker
Themen: Straches hitziges TV-Duell; Fiaker gegen Tierschützer; Erste Gemeinde verbietet Burkini;
Hitzefrei: das sagen Wiens Fiaker
Grünen-Gesetz Hitzefrei: das sagen Wiens Fiaker
Neues Wiener Gesetz: ab 35 Grad Hitze bekommen Fiaker hitzefrei, sie dürfen außerdem nur noch 18 Tage im Monat unterwegs sein. Die Fiaker kämpfen dagegen an.
Gewaltige Waldbrände im Westen der USA
Wetter Gewaltige Waldbrände im Westen der USA
Heftige Waldbrände halten derzeit die Einsatzkräfte im Westen der USA in Atem.
Erstes Burkiniverbot in Österreich
News Erstes Burkiniverbot in Österreich
Die Gemeinde Hainfeld in Niederösterreich hat beschlossen, ein Ganzkörper-Badeanzug für Schwimmbäder zu erteilen.
13 Personen nach Razzien festgenommen
Istanbul 13 Personen nach Razzien festgenommen
Darunter seien auch drei Ausländer, hieß es am Donnerstag. Allein in Istanbul habe es zeitgleich Razzien an mindestens 16 Orten gegeben.

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.