Der neue Hyundai i30 (2012) im Test

Korea-Golf

© Hyundai

Der neue Hyundai i30 (2012) im Test

Der neue i30 von Hyundai ist schon lange im Gespräch. Maßgeblich daran beteiligt ist – allerdings unfreiwillig – Martin Winterkorn, seines Zeichens Oberboss des schärfsten Konkurrenten VW. Er war es, der auf dem Frankfurter Autosalon (IAA) letzten Herbst den kompakten Koreaner unter die Lupe nahm und ohne zu wissen, dass er dabei von einer Handykamera gefilmt wird, die Expertise abgab: „Da scheppert nix!“. Er bezog sich dabei auf die Lenkradverstellung. Dabei merkte er an, wir können´s nicht, andere können´s nicht, warum können´s die? (siehe Video unten)

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Hyundai i30 (2012)

  Diashow

Der neue Hyundai i30 kommt deutlich selbstbewusster und aufgewertet daher.

Geschwungene Linien verleih¬en dem Hyundai einen edlen Touch.

Gegen Aufpreis gibt es ein großes Schiebedach, das den Innenraum mit Licht durchflutet.

Design, Materialien und Verarbeitung halten Vergleich mit deutscher Konkurrenz.

Bei der Optik haben sich die Designer am europäischen ¬Geschmack ¬orientiert.

Hochwertige Verarbeitung
Auch wenn unsere Stimme längst nicht das Gewicht wie jene von Herrn Winterkorn hat, möchten wir nach der ersten Testfahrt trotzdem bestätigen: Da scheppert wirklich nichts. Die Verarbeitung im Innenraum ist tadellos. Die Materialien brauchen den Vergleich mit Premiumprodukten nicht zu scheuen. Aber nicht nur Haptik und Verarbeitung überzeugen; auch das Interieurdesign ist stimmig und zielt perfekt auf den europäischen Geschmack ab. Schnell wird klar: Der i30 will dem deutschen Marktleader Golf ordentlich ans Leder.

Derart verhält es sich auch beim Außendesign. Vom etwas faden Vorgänger ist nicht mehr viel übrig. Die Front mit großem Hexagon-Kühlergrill, weit nach hinten gezogenen Scheinwerfern und markantem LED-Tagfahrlicht in der Frontschürze wirkt angriffslustig, selbstbewusst und erinnert stark an den i40. Die sanft geschwungen Linien der Seitenansicht verleihen einen Touch Eleganz. Am Heck verleihen die schmalen, zweigeteilten Leuchten einen gehörigen Schuss Dynamik. Trotz der sportlichen Linien bleibt die Übersichtlichkeit überraschend gut.

VW-Chef Winterkorn studiert den i30 auf der IAA


 

Mehr Platz für Passagiere
Dass der i30 in der Länge um zwei Zentimeter gewachsen ist, merkt man ihm von außen kaum an – von innen sehr wohl. Alle Passagiere im Hyundai i30 können sich über mehr Bein-, Kopf- und Schulterfreiheit freuen. Man wird das Gefühl nicht los, in einem Wagen eine Stufe über dem Kompaktsegment Platz genommen zu haben. Dafür sorgt auch der von 340 auf 378 Liter angewachsene Kofferraum. Nach dem Umlegen der Rücksitzbank, erhöht sich das Volumen auf über 1.300 Liter. Damit kann er mit den Klassenbesten mithalten.

Zulegen konnte der neue Hyundai i30 auch, was den Fahrkomfort betrifft. Das Fahrwerk filtert Unebenheiten gekonnt heraus. Die sogenannte „Flex Steer“ (Lenkung) verfügt über die drei Modi „Normal“ für die Stadt, „Sport“ für kurvenreiche Straßen und „Comfort“ für die Autobahn. Etwas mehr Rückmeldung würde man sich aber selbst im Sportmodus wünschen. Dafür überzeugt das Sechsgang-Getriebe (optional gibt es auch eine Sechsgang-Automatik) auf ganzer Linie. Genau wie der stärkste Diesel. Er liefert ausreichend Punch, läuft sehr kultiviert, wird erst bei ganz hohen Drehzahlen etwas brummig und macht den i30 zum souveränen Langstreckengleiter.

Start-Stopp-Automatik gegen Aufpreis
Fünf Motoren stehen zur Verfügung: zwei Benziner und zwei Diesel. Die Ottomotoren leisten 100 (1.4 CVVT) und 135 PS (1.6 GDI). Der Durchschnittsverbrauch bewegt sich zwischen 6 und 6,7 Liter auf 100 Kilometer. Sparsamer gehen der 1.4 CRDI mit 90 und der 1.6 CRDi mit 110 und 128 PS zu Werke. Eine Start-Stopp-Automatik gibt es im Blue Drive-Paket mit weiteren Spirtsparmaßnahmen (leider nur) gegen Aufpreis.

Der Marktstart des neuen Korea-Golf ist Anfang März mit Preisen ab 15.990 für den 1.4 CVVT in der Ausstattung „Europe“. Die wichtigsten Features wie Klimaanlage, MP3-Radio, elektrische Außenspiegel, USB- und iPod-Anschluss, Zentralverriegelung, Schaltpunktanzeige und eine komplette Sicherheitsausstattung (inkl. ESP) sind da bereits mit an Bord. Die Ausstattungslinien "Europlus" und "Premium" bieten noch mehr Luxus. Bei Dieselmotoren beginnt die Liste bei 17.990. Die Fünfjahres-Garantie ist da schon mit dabei. Auch deshalb dürften die Konkurrenten Hyundai in Zukunft noch mehr begutachten. (nik)

Noch mehr Infos über Hyundai finden Sie in unserem Marken-Channel.

Plattform-Bruder
Auf dem Genfer Autosalon 2012 (ab 8. März) stellt Hyundai-Tochter Kia den brandneuen cee´d vor. Er teilt sich die Plattform mit dem i30, und dürfte in der Kompaktklasse ebenfalls für Furore sorgen.

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Am eingezogenen Heck fallen vor allem die zweigeteilten Rückleuchten auf. Der kleine Spoiler und die schmale Heckscheibe sehen schick aus, schränken die Rundumsicht aber etwas ein.

Der neue Markengrill macht auch im Gesicht des cee´d eine gute Figur. Nebelleuchten, Tagfahrlicht und die gepfeilte Motorhaube runden den dynamischen Auftritt ab.

Im Cockpit haben Materialien, Design und sogar der Geruch Premiumcharakter.

Auch was Ausstattung und Technik betrifft, kann der neue cee’d mit deutscher Kompaktkonkurrenz mithalten: optional gibt’s...

...Spurwechselassistenten, HD-Touchscreen und ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT).

Ab Mai steht der neue Kia cee’d bei den Händlern. Der Einstiegspreis für den 1.4 MPI Cool beträgt 16.790 Euro.

Als ideale Motorisierung hat sich im ersten Test der 128 PS starke 1,6 CRDi herausgestellt: mit 280 Newtonmetern und einem Normverbrauch 3,7 Litern Diesel auf 100 km.

Hier kommen Sie zu unserem großen Genf 2012-Special.

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