Überarbeiteter Kia Sorento im Test

Fels in der Brandung

Überarbeiteter Kia Sorento im Test

Man muss nicht immer krampfhaft nach Perfektion streben. Oft ist solide Durchschnittlichkeit mit profunder Substanz der angenehmere Wesenszug – einer, den der überarbeitete Sorento verinnerlicht hat, wie kaum ein anderer. Als braver, ausgewachsener SUV ist der Kia schnell „Everybody’s Darling“. Zwar nicht, weil er sich bei irgendetwas besonders hervortut, dafür aber alles unaufgeregt, fehlerlos, servil und zuverlässig aus dem Ärmel schüttelt.

kia-sorento-fl-960-test-tz1.jpg © Christian Zacharnik Hinter der großen Klappe verbirgt sich ein bis zu 1.732 Liter großer Kofferraum.

Harmonisches Gesamtkonzept

Das Interieur mag in einem Audi schöner, der Motor von einem BMW kraftvoller und ein Benz-Fahrwerk opulenter abgestimmt sein – aber ein so guter, unprätentiöser und angenehm neutraler Kumpel wie der Sorento sind sie alle nicht.  Der leise, 200 PS starke und drehmoment-intensive 4-Zylinder-Diesel schnurrt, harmonisch von der 8-Gang-Wandlerautomatik subventioniert, dahin. Das hochwertige Soundsystem übertönt ihn schon bei Zimmerlautstärke.

kia-sorento-fl-960-test-tz.jpg © Christian Zacharnik Schnörkelloses Cockpit mit etwas kleinem Touchscreen.

Moderne, aber nicht modernste Technik

Bei den serienmäßigen Ausstattungsfeatures ist über Infotainment mit Touchscreen und Smartphone-Anbindung, belüftete Ledersitze, Lenkradheizung und Assistenzsysteme (fast) alles an Bord, was in der Klasse der großen SUV up to date ist. Da der Sorento aber noch auf der Plattform des „alten“ Hyundai Santa Fe steht, reicht er technisch nicht mehr ganz an die Neuauflage seines Konzernbruders heran. Der brandneue Santa Fe kommt in wenigen Wochen auf den Markt. Auf den Sorento-Nachfolger müssen wir hingegen noch über ein Jahr warten.

>>>Nachlesen:  Kia verpasst dem Sorento ein Facelift

Ein guter Freund

Der Fahreindruck lässt sich am besten so beschreiben: Ehe man es sich versieht, hat man fein abrollend und in gutem Komfort sein Ziel erreicht und steigt aus. Beim Abschließen und Weggehen wird man sich nach dem Sorento nicht noch mal umdrehen, um ihn emotional zu würdigen. Diese vertrauliche Unverbindlichkeit ist allerdings genau das, was man an ihm im Alltag besonders schätzt. Gleiches gilt übrigens für das gute Preis-/Leistungsverhältnis und die 7 Jahre Garantie. (Philipp Stalzer)

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Technische Daten

  • Motor: 2,2 Liter 4-Zylinder Turbodiesel
  • Leistung: 200 PS; 441 Nm Drehmoment
  • Antrieb: permanenter Allrad, 8-Gang-Automatik
  • Testverbrauch:8,3 l/100 km (Test)
  • Kofferraum: 660 bis 1.732 Liter
  • Abmessungen; 4,80/1,89/1,69 Meter (LxBxH)
  • Preis: ab 57.390 Euro (GT-Line)
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