Neuer Mercedes B200 CDI im Test

Premium-Kompakter

© TZ ÖSTERREICH/(grg)

Neuer Mercedes B200 CDI im Test

In unserem ersten Fahrbericht konnten wir bereits Ende letzten Jahres einige Eindrücke von der neuen B-Klasse sammeln. Nun konnten wir das neueste Modell aus dem Hause Mercedes ausgiebiger testen. Mit der Neuauflage wollen die Stuttgarter das Biedermann-Image des Vorgängers aus der Welt schaffen. Mit dem B200 CDI ist ihnen dieses Vorhaben auch gelungen. Dennoch werden viele Besitzer der "alten" B-Klasse, die höhere Sitzposition und den komfortablen Einstieg etwas vermissen.

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Mercedes B200 CDI

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Mercedes B200 CDI

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Mercedes B200 CDI

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Mercedes B200 CDI

  Diashow

Neun Zentimeter länger, fünf Zentimeter flacher – die neue 
 B-Klasse wirkt wie eine Kompakt-Variante der geräumigen R-Klasse.

Flache Ladekante, breite Klappe und großes Kofferraumvolumen.

Das ist Premium: Top-Verarbeitung und „iPad” im 
Innenraum.

Auf der Rückbank haben selbst zwei groß Gewachsene ordentlich Platz.

Testeindruck
Mercedes will den Spagat zwischen alt und jung vor allem durch ein gestrecktes Erscheinungsbild und dem hochwertiges Interieur mit iPad-ähnlichem Display in der Mittelkonsole schaffen. Und tatsächlich wirkt die B-Klasse optisch dynamischer denn je, als Sportwagen geht sie aber nicht durch. Das Fahrzeug wurde um neun Zentimeter länger und um fünf flacher, ist aber nach wie vor auf den ersten Blick zu erkennen. Mit seinen 136 PS ist der 1,8-Liter-Dieselmotor zwar kein Extremsportler (siehe Fahrleistungen), beeindruckt aber mit hoher Elastizität. Bei höheren Drehzahlen ist das Dieselgeräusch deutlich zu vernehmen, störend wirkt es jedoch nicht. Der Normverbrauch von 4,4 Liter war zwar nicht zu erreichen, dennoch gibt sich der Vierzylinder mit 5,5 Liter im Test genügsam. Die Start-Stopp-Automatik arbeitet mit warmen Motor selbst bei Kälte zuverlässig. In Kurven fällt die Seitenneigung nun deutlich geringer aus. So entsteht ein hohes Maß an Sicherheit. Dennoch wird auch die Komfortfraktion nicht vernachlässigt. Das harmonische Fahrwerk ist im Vergleich zu manch (äußerst hart abgestimmten) Konkurrenten eine wahre Freude. Weiters haben sich die Entwickler die Lenkung vorgenommen. Sie geht nun präziser zu Werke, könnte aber eine etwas bessere Rückmeldung bieten. Dank Frontantrieb gibt es an der Traktion selbst auf Schneefahrbahnen nichts auszusetzen.

Einen guten Eindruck hinterlässt auch das Cockpit: komfortable Sitze, hochwertige Materialien – die Bedienelemente sind ergonomisch optimal angeordnet. Auf den ersten Blick wirkt der große Monitor zwar etwas aufgesetzt, doch daran gewöhnt man sich schnell. Wenn man die Vorzüge einmal erkannt hat, will man ihn gar nicht mehr missen.

Raumwunder
An den praktischen Vorzügen hat das neue Modell nichts eingebüßt. Im Heck haben die Schwaben ein kleines Raumwunder geschaffen: die 486 Liter Kofferraumvolumen sind bis auf 1.545 Liter erweiterbar – da geht (fast) alles rein! Leider kosten die verschiebbare Rückbank und die umlegbare Beifahrersitzlehne extra. Doch diese Investition lohnt sich wirklich.

Fazit
Der Modellwechsel ist gelungen, im Einstiegspreis von 31.200 Euro ist zudem ein komplettes Sicherheitspaket inklusive dem nützlichen Kollisionswarner inkludiert. Tobt man sich bei der Aufpreisliste aber ein wenig aus, kommt man wie bei unserem Testauto schnall auf 43.806 Euro. Doch billig war ein Mercedes ohnehin noch nie.

Technische Daten
Vierzylinder-Diesel mit 136 PS und 300 Nm
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 9,5 Sekunden; 210 km/h Spitze
Abmessungen: 4,36 x 1,79 x 1,56 (LxBxH in m), Gewicht: 1.475 kg
Preis: Basis: 31.200 Euro, Testwagen: 43.806 Euro

Weitere Fotos von der neuen B-Klasse:

B-Klasse 2012 1/10

B-Klasse 2012

B-Klasse 2012 2/10

B-Klasse 2012

B-Klasse 2012 3/10

B-Klasse 2012

B-Klasse 2012 4/10

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B-Klasse 2012 5/10

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B-Klasse 2012 6/10

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B-Klasse 2012 7/10

B-Klasse 2012

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B-Klasse 2012

B-Klasse 2012 9/10

B-Klasse 2012

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B-Klasse 2012

  Diashow

Bei den Proportionen orientiert sich die Neuauflage am Vorgänger. So bietet die Steilheck-Limousine auch in Zukunft viel Raum, verfügt aber über einen Schuss mehr Dynamik.

Von einem sportlichen Auftritt kann nicht die Rede sein, doch das ist auch nicht das oberste Ziel eines praktischen Kompaktwagens.

Front und Heck wirken etwas breiter, dafür sorgen der prominente Grill und die bis in die Seiten reichenden Scheinwerfer vorn...

...sowie die breite Heckscheibe, die zweiteiligen Heckleuchten und die große...

...Heckklappe mit ladefreundlich tief liegender Ladekante.

Die größten Unterschiede gibt es in der Seitenlinie, die aufgrund ihrer auffälligen Sicken und Kanten noch für Diskussionsstoff sorgen dürfte. Die Dachlinie fällt bis zum Dachspoiler leicht nach hinten ab.

Gut gelungen wirkt die Motorhaube, die fließend in die A-Säule übergeht.

Dank der erhöhten Sitzposition genießt der Fahrer einen guten Überblick.

Design und Anmutung des Cockpits haben einen gehörigen Schritt nach vorn gemacht. Jetzt wirkt auch die B-Klasse endlich wie ein richtiger Mercedes.

Im Fond profitieren die Insassen vom verlängerten Radstand.

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