Sommerreifentest 2017: Die Tops & Flops

31 Pneus geprüft

© ÖAMTC

Sommerreifentest 2017: Die Tops & Flops

Auch wenn viele Autofahrer aufgrund der eisigen Temperaturen in den letzten Wochen noch nicht daran denken: Der Frühling und das Ende der Winterausrüstungspflicht (15. April) rücken in großen Schritten näher. Für alle die in dieser Saison neue Sommerreifen brauchen, heißt es sich langsam aber sicher Gedanken darüber zu machen. Einen guten Anhaltspunkt liefert dabei jährlich der große Sommerreifentest, den der ÖAMTC mit seinen europäischen Partnerclubs durchführt. Heuer wurden gleich 31 Pneus in zwei gängigen Dimensionen (195/65 R15 V und 215/65 R16 H) unter die Lupe genommen. Eines vorweg: Die Ergebnisse fielen großteils positiv aus. Lediglich ein Pneu wurde als "nicht empfehlenswert" eingestuft, zwei als "bedingt empfehlenswert", freute sich ÖAMTC-Experte Friedrich Eppel am Dienstag.

Dimension 195/65 R15 V

Bei den Reifen der sehr häufig verkauften Dimension 195/65 R15 V gibt es keine Ausreißer. Lediglich der GT Radial Champiro FE1 fällt aufgrund seiner Nassgriffeigenschaften mit "bedingt empfehlenswert" ab. Der Rest der Auswahl ist sehr ausgewogen, besonders hervorzuheben sind Pirelli Cinturato P1 Verde, Bridgestone Turanza T001, Continental ContiPremiumContact 5, Goodyear EfficientGrip Performance und Esa-Tecar Spirit 5 HP, die jeweils mit "sehr empfehlenswert" beurteilt wurden. Die übrigen zehn Modelle erreichen ein "empfehlenswert".

Ergebnisse im Überblick
Sommerreifen_2017-klein-195.jpg
Grafik: (c) ÖAMTC

Dimension 215/65 R16 H

Bei kleineren SUV sind Reifen der Größe 215/65 R16 H weit verbreitet. Neben den Standard-Modellen für alle Pkw, gibt es in dieser Dimension auch speziell vom Hersteller so bezeichnete "SUV-Reifen", die nun erstmals getestet wurden. Das Ergebnis zeigt ein noch breiteres Feld an "empfehlenswerten" Produkten als in der kleineren Dimension. Mit "sehr empfehlenswert" stechen zwei Reifen heraus: Goodyear EfficientGrip SUV und Cooper Zeon 4XS Sport. Aufgrund schwacher Nassgriffeigenschaften "bedingt empfehlenswert" ist der Michelin Latitude Tour HP. Der Yokohama Geolandar SUV ist bei Nässe noch schwächer und als einziges Modell im gesamten Sommerreifentest "nicht empfehlenswert".

Ergebnisse im Überblick
Sommerreifen_2017-klein-215.jpg
Grafik: (c) ÖAMTC

Weil diesmal nur speziell gekennzeichnete SUV-Reifen getestet werden, sucht man übrigens Hersteller wie Continental und Dunlop vergeblich, die heuer in dieser Dimension zwar Standard- nicht aber SUV-Reifen anbieten.

M+S-Markierung ist kein Garant für Wintertauglichkeit

Sechs der 15 getesteten SUV-Reifen weisen eine "M+S"-Markierung auf. "Das bedeutet, dass die Reifen aus rechtlicher Sicht auch im Winter benutzt werden dürften. Allerdings hat ein Schnelltest dieser Modelle Hinweise ergeben, dass die Schneegriffeigenschaften mäßig bis sehr schwach sind und sie daher keinesfalls im Winter verwendet werden sollten", stellt Eppel klar. "Vom Hersteller werden die Reifen richtigerweise auch dezidiert als Sommerreifen angeboten." Der Hintergrund ist vermutlich, dass die Bezeichnung "M+S" (im Englischen "Mud and Snow") als Hinweis auf Offroad-Eigenschaften zu verstehen ist, die vom ÖAMTC allerdings nicht geprüft wurden. Es sei also auch bei SUV-Reifen für die Winternutzung auf jeden Fall auf das Schneeflocken-Symbol zu achten, so der Appell der Tester.

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