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540.000 Stromer pro Jahr

"Autopapst" glaubt an Elektroauto-Erfolg

Die deutschen Autobauer kommen nach Einschätzung des "Autopapstes" Ferdinand Dudenhöffer um künftig drohende Strafzahlungen wegen zu hoher Abgaswerte in der EU herum. Grund sei, dass BMW (inkl. Mini), Mercedes (inkl. Smart) und der Volkswagen-Konzern ab 2023 jährlich wohl mehr als 540.000 Elektroautos in der Europäischen Union verkaufen werden, erklärte der Direktor des CAR-Forschungsinstituts am Donnerstag.

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Das ergebe sich aus einer Simulation auf der Grundlage geplanter Initiativen der Unternehmen, sagt Dudenhöffer. In der EU gilt ab 2020 eine Abgas-Höchstgrenze von 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer für den Durchschnitt aller Neuwagen, die schrittweise eingeführt wird. Die Analyse definiert für die Jahre 2020 bis 2022 Übergangspfade, sodass die echten Grenzwerte 2023 greifen. Dann drohen Strafzahlungen. Dem CAR-Institut zufolge müsste BMW ohne reine Elektroautos mit jährlichen Zahlungen von 1,09 Mrd. Euro rechnen, Mercedes mit 1,25 Mrd. Euro und VW mit 3,98 Mrd. Euro.

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E-Autoanteil von 9 Prozent notwendig

Die Simulation unterstellt nun, dass BMW 2023 in der EU 93.000 sogenannte batterie-elektrische Fahrzeuge (BEV) absetzt, Mercedes 101.000 und VW 347.000. Um die CO2-Ziele zu erreichen, ist dem Institut zufolge ein Anteil von Elektroautos in der EU in Höhe von neun Prozent an allen Fahrzeugen nötig - BMW dürfte das knapp erreichen, die anderen beiden Autobauer deutlich, wie die Simulation ergibt. BEV werden mit null CO2-Emissionen angesetzt.

BMW-Chef Harald Krüger sagte dazu der "Wirtschaftswoche" laut Vorabmeldung vom Donnerstag, sein Unternehmen wolle bis 2019 die Zahl der elektrifizierten Fahrzeuge mehr als verdoppeln. Demnach sollen dann 500.000 solcher Autos auf den Straßen fahren - das schließt aber sowohl BEV als auch Hybrid-Fahrzeuge mit ein, also Verbrennungsmotoren mit einem zusätzlichen Elektroantrieb.

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Krüger pro Diesel-Subventionen

An Steuersubventionen für den Diesel soll der Staat laut Ansicht des BMW-Chefs festhalten. Deren Abschaffung wäre falsch und vor den Kunden, die ein Dieselauto besitzen, nicht vertretbar, sagte Krüger der "Wirtschaftswoche". Damit wandte er sich gegen den Vorschlag von VW-Chef Matthias Müller, die Subventionen schrittweise abzubauen. BMW könne auf absehbare Zeit auf Verbrennungsmotoren generell nicht verzichten, sagte Krüger. "Wir brauchen beides."

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