Elektroauto-Offensive in Österreich

Mehr Ladestationen

 

Elektroauto-Offensive in Österreich

Umwelt- und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (V) will das "Henne-Ei-Problem" der Elektromobilität angehen. Daher sollen mit 500.000 Euro 1.000 Ladestationen für E-Autos gefördert werden. Um an einen Zuschuss zu kommen, muss der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Bei einem Anschaffungspreis, der nach Angaben des Ministeriums bei 1.500 bis 2.000 Euro liegt, wird eine Ladestation für Elektroautos mit pauschal 500 Euro gefördert. Derzeit würden rund 220 Stationen subventioniert.

Umweltfreundlicher
Geht es nach Berlakovich, so sollen Elektroautos bis zum Jahr 2020 einen wesentlichen Teil des heimischen Verkehrs bewältigen und so dazu beitragen, von fossilen Energiequellen unabhängig zu werden. "Wir wollen Mobilität nicht verbieten, sondern umweltfreundlicher machen", meinte er am Montag vor Journalisten.

Förderungen
Alle Förderungen des Ministeriums sowie des Klima- und Energiefonds konzentrieren sich auf Unternehmen und Gemeinden, Privatpersonen erhalten keine direkten Förderungen. "Dazu haben wir nicht das Geld", sagte Berlakovich. Viel mehr würden Unternehmen bei der Entwicklung der Technik unterstützt, damit die Modelle schnell zur Serienreife kommen. Konsumenten würden dann von günstigeren Anschaffungskosten profitieren, die derzeit noch weit über jenen von Autos mit Verbrennungsmotoren liegen. Zudem will man über "Bewusstseinsbildung" das offizielle Ziel von 250.000 Elektroautos bis zum Jahr 2020 erreichen.

Laut Statistik Austria wurden im Vorjahr 112 Elektroautos zugelassen, 2009 waren es 39.

Modellregionen
In Modellregionen, die seit 2008 von Ministerium und dem Klimafonds betrieben werden, werden derzeit verschiedene Aspekte der E-Mobilität auf ihre Machbarkeit getestet. Dazu wurden Unternehmen Elektrofahrzeuge für ihre Fuhrparks zur Verfügung gestellt und Ladestationen installiert. Vertreter dieser Regionen (Vorarlberg, Salzburg und seit 2010 auch Wien, Graz und Eisenstadt) tauschen am heutigen Montag auf einer Tagung in der Nationalbibliothek ihre Erfahrungen mit internationalen Experten aus.

Für Vielfahrer?
Laut Amit Yudan, der mit seiner Firma Better Place bereits an Elektromobilitätskonzepten in Dänemark und in Israel gearbeitet hat, sind Elektroautos besonders für Vielfahrer geeignet. Wie bei einem Diesel würden sich die hohen Anschaffungskosten durch günstigere Betriebskosten rechtfertigen lassen, sagte er. Für die Konsumenten sei wichtig, dass die Autos genau so komfortabel sind wie herkömmliche Autos, zudem spiele die die Reichweite der Autos eine große Rolle.

Günther Brauner von der Technischen Universität Wien hält es für realistisch, dass die Preise der Batterien - bisher der technische Knackpunkt - in den nächsten Jahren sinken und die Elektrofahrzeuge dadurch leistbarer werden. "Damit wird das Elektroauto ein ganz normales Fortbewegungsmittel." Im Großen und Ganzen sei die Elektromobilität reif für einen breiten Einsatz.

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