Hybrid-Autos erhalten Steuerzuckerl

In Österreich

Hybrid-Autos erhalten Steuerzuckerl

Für Hybrid-Fahrzeuge soll die Benachteiligung bei der motorbezogenen Versicherungssteuer beseitigt werden: Die Steuerbelastung soll für diese umweltfreundlichen Kraftfahrzeuge halbiert werden. Dies ist mit Änderungen im Versicherungsaufsicht- und dem Kraftfahrzeugsteuergesetz geplant, geht aus dem neuen Begutachtungsentwurf zum Abgabenänderungsgesetz (AbgÄG) 2012 hervor. Außerdem soll der Bonus für Hybrid-Autos und andere umweltfreundliche Antriebsmotoren von bis zu 500 Euro bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) von Ende August 2012 bis Ende Dezember 2014 verlängert werden. Dafür wird bei "Gebrauchten", die nicht direkt aus der EU kommen, künftig kein NoVA-Bonus mehr angewendet, sondern der volle Malus, selbst wenn davor eine EU-Zulassung bestanden hat.

Aktuell dient die Systemleistung als Grundlage
Hybrid-Fahrzeuge sind derzeit bei der Berechnung der motorbezogenen Versicherungssteuer deshalb grundsätzlich benachteiligt, weil bei ihnen immer die Leistung beider Motoren (Verbrennungs- und Elektromotor) als Bemessungsgrundlage herangezogen wird und aus faktischen Gründen aber nicht nur die Kilowatt-Leistung nur eines der beiden Motoren einzeln herangezogen werden kann. So weist beispielsweis der neue Yaris Hybrid eine Systemleistung von 100 PS auf. Sein Verbrenner leistet aber nur 74 PS. Beim Hybrid-Pionier Prius beträgt die Systemleistung wie auch bei dessen Schwestermodellen Auris HSD und Lexus CT200h 136 PS. Hier steuert der Benziner aber ebenfalls "nur" 99 PS bei. Daher soll die Steuerbelastung ab 1. Jänner 2013 einfach halbiert werden. Davon profitieren werden primär Kfz im Besitz von Bund, Ländern, Gemeindeverbänden sowie von Gemeinden mit über 50.000 Einwohnern.

Alternative Antriebe spielen hierzulande noch kaum eine Rolle
Elektro- und Hybrid-Kfz sind in Österreich nach wie vor ein Minderheitenprogramm - obwohl reine E-Autos sogar gänzlich von NoVA und "Motorbezogener" befreit sind. Vom gesamten Kfz-Bestand Ende 2011 waren von den 4,513.421 Fahrzeugen nur 9.844 nicht durch Benzin (55,5 Prozent Anteil) oder Diesel (44,2 Prozent) betrieben, reine "Strom-Autos" gab es nur 989. Weitere 8.855 (0,2 Prozent) hatten laut Statistik Austria als Antriebsquelle Gas, Flüssiggas, Erdgas, einen bivalenten oder einen kombinierten Antrieb (Hybrid); davon waren rund 1.570 mit Erdgas unterwegs, weitere 6.000 als Hybrid-Fahrzeuge.

Gilt nur für Autos aus EU-Ländern
Bei Gebrauchtfahrzeugen, die bereits im übrigen Gebiet der Europäischen Union zugelassen waren, vermindert sich nach der aktuellen Rechtslage bei der NoVA der Malus im Verhältnis zur Wertentwicklung. Nunmehr soll jedoch klargestellt werden, dass nur für Fahrzeuge, die direkt aus der EU kommen, eine solche aliquote Verminderung des Malus vorgenommen wird. "Kommt ein Fahrzeug, das bereits in einem EU-Staat zugelassen war, aus einem Drittland, ist der volle Malus anzuwenden", heißt es zur Erläuterung - und als Beispiel wird genannt: "Kommt ein Auto aus Deutschland über Serbien nach Österreich, ist der volle Malus anzuwenden."

Fotos vom Test des Lexus CT200h:

Kompakt-Hybrid mit Premiumanspruch 1/7

Kompakt-Hybrid mit Premiumanspruch

Kompakt-Hybrid mit Premiumanspruch 2/7

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