Hyundai legt den Rückwertsgang ein

Weniger Autos verkauft

Hyundai legt den Rückwertsgang ein

Während Hyundai in Europa gut auf Kurs liegt, gehen die globalen Verkäufe zurück. Der koreanische Autobauer kämpft nämlich weiter mit Rückgängen in China und den USA. In der ersten Jahreshälfte setzte Hyundai weltweit 2,2 Mio. Fahrzeuge ab - um 8 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der südkoreanische Konzern am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn brach unter dem Strich um mehr als ein Drittel auf 2,3 Billionen Won (1,76 Mrd. Euro) ein. Im zweiten Quartal lag das Minus bei knapp 50 Prozent.

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Image- und SUV-Probleme in China

Weiter rückläufige Verkaufszahlen in der Volksrepublik trugen maßgeblich dazu bei, dass sich der Nettogewinn des südkoreanischen Autobauers im zweiten Vierteljahr auf 817 Mrd. Won (626 Mio. Euro) halbierte. Der Konzern legte damit bereits das 14. Quartal in Folge beim Gewinn den Rückwärtsgang ein. In China hat Hyundai vor allem mit Image-Problemen zu kämpfen. So ächzt die Kia-Mutter auf seinem größten Markt weiter unter den Folgen von Boykottaufrufen gegen südkoreanische Marken, mit denen die Pekinger Führung auf die Stationierung eines US-Raketenabwehrsystems in Südkorea reagierte.

Hyundai hatte darauf gehofft, dass sich das China-Geschäft und damit die Ertragslage insgesamt langsam wieder verbessert. Doch in der ersten Jahreshälfte brach der Absatz in China um 29 Prozent ein. Dagegen hatten gerade die japanischen Rivalen Honda und Toyota sowie der US-Konzern GM für Juni steigende Verkaufszahlen vom weltgrößten Automarkt gemeldet. Für die Südkoreaner verschärfte sich die Lage noch zusätzlich, weil sie in der Volksrepublik vor allem Limousinen anbieten - während aber auch bei den chinesischen Kunden SUVs immer beliebter werden.

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US-Markt

Eine ähnliche Fehleinschätzung wurde Hyundai auch in den USA zum Verhängnis, wo der Schwesterkonzern Kia mit seinem wichtigsten Limousinen-Modell trotz Kaufanreizen nicht bei den schon lange von SUV begeisterten Kunden landen konnte. Um Käufer zu gewinnen, gewähren die Koreaner auch kräftige Rabatte, was dann aber am Gewinn zehrt.  Hyundai und Kia belegen zusammen im Ranking der weltgrößten Autoproduzenten derzeit Platz fünf.

 

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