Opel-Peugeot-Deal könnte bald stehen

"Gespräche in heißer Phase"

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Opel-Peugeot-Deal könnte bald stehen

Die Verhandlungen von General Motors (GM) über einen Verkauf von Opel an den französischen Konkurrenten PSA (Peugeot Citroen) gehen informierten Kreisen zufolge in die heiße Phase. Die beiden Konzerne hoffen, einen Deal schon in den kommenden Tagen verkünden zu können, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Eventuell sei es schon am Montag so weit. Sprecher von PSA und Opel lehnten Stellungnahmen ab.

Bekanntgabe vor Autoshow in Genf möglich

Damit könnte Peugeot den Zusammenschluss noch im Vorfeld des Genfer Autosalons 2017 (Publikumstage: 9. bis 19. März) bekanntgeben, der für Fachbesucher am Dienstag beginnt. "Die Zuversicht wächst", sagte eine PSA nahestehende Person. GM und PSA hätten sich in Streitfragen wie den Umgang mit Pensionsverpflichtungen angenähert, sagten die Insider. Noch dauerten die Gespräche allerdings an, es könnten noch Hindernisse auftreten. Vor einem Deal muss der PSA-Aufsichtsrat der Vereinbarung zustimmen.

Der Umgang mit den Pensionslasten ist eine wichtiger Streitpunkt zwischen GM und PSA. Analysten schätzen, dass in der Pensionskasse von Opel und der britischen Schwester Vauxhall ein Loch von acht bis zehn Milliarden Dollar (7,60 bis 9,49 Mrd. Euro) klafft. Insidern zufolge forderte GM, im Gegenzug für Zugeständnisse bei den Pensionslasten den Verkauf von Opel-Modellen in China zu beschränken. PSA habe deutlich gemacht, dass der Konzern nicht bereit sei, den Großteil der Pensionslasten zu schultern. Die Opel-Belegschaft war unmittelbar nach Bekanntwerden der Gespräche mit Peugeot informiert worden.

Rückzug aus Europa

GM will sich durch einen Verkauf aus dem verlustreichen Europa-Geschäft zurückziehen. Peugeot hat zugesagt, die Opel-Standorte in Deutschland und Großbritannien zu erhalten und damit die Gemüter in Politik und Belegschaft beruhigt. Die Garantien beziehen sich allerdings nur auf die schon von General Motors ausgesprochenen Zusagen und Vereinbarungen. Diese gelten zumeist bis 2020. Was danach geschieht ist unklar. PSA will durch einheitliche Technik und das Zusammenlegen von Entwicklung und Einkauf Insidern zufolge bis zu zwei Milliarden Euro Kosten einsparen.
 

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