Vorsicht: Miese Fallen im Auto-Reiseverkehr

Fahrten durch Europa

© TZ ÖSTERREICH

Vorsicht: Miese Fallen im Auto-Reiseverkehr

Bei der Urlaubsfahrt mit dem Auto durch Europa können ungeahnte Nebenkosten auf die Reisenden zukommen. Vor allem die Straßenbenützungsgebühren regeln die einzelnen Länder zum Teil sehr unterschiedlich. "Oft vergessen Urlauber, dass neben den Spritkosten weitere Ausgaben für Vignetten, streckenbezogene Gebühren oder auch Sondermauten anfallen können", warnte ÖAMTC-Reiseexpertin Silvie Bergant am Mittwoch.

Versteckte Kostenfallen
So ist zum Beispiel ab der österreichisch-italienischen Grenze bei Thörl-Maglern für eine Fahrt nach Rimini zusätzlich eine Streckenmaut von rund 38 Euro pro Richtung fällig. "Nach der jüngsten Mauterhöhung im Juni kommt auch eine Fahrt nach Split in Kroatien teuer. Im Vorjahr kostete die Autofahrt noch knapp 28 Euro, mittlerweile sind dafür rund 30 Euro pro Strecke fällig", sagte die Expertin. "Dazu kommen noch 15 bzw. 30 Euro für die slowenische Wochen- bzw. Monats-Vignette."

Die Gebühren im Detail:

Vignettenpflicht
Nicht nur in Österreich muss eine Vignette geklebt werden. Ebenso in der Schweiz, Bulgarien und Slowenien gilt die Vignettenpflicht. Auch in Tschechien und der Slowakei ist die Vignette vorgeschrieben, allerdings nicht für Motorräder. Ein elektronisches Vignettensystem gibt es in Ungarn und Rumänien. Dort erhält der Lenker nach Bezahlung und Angabe des Fahrzeugkennzeichens einen Beleg, den er unbedingt aufbewahren sollte. Vignetten für Slowenien und die Schweiz sowie die Viacard zur Bezahlung der italienischen Maut sind bei allen Stützpunkten des Autofahrerclubs erhältlich.

Streckenbezogene Maut
Viele europäische Staaten berechnen die Gebühr für die Straßenbenützung nach Streckenlänge. In Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Griechenland, der Türkei, Polen und Norwegen gibt es fixe Mautstellen, an denen bezahlt wird. Auch die Zahlungsmodalitäten können unterschiedlich sein: In Italien werden neben Bargeld auch gängige Kreditkarten akzeptiert, in Frankreich muss bei einigen Stationen die Gebühr bar in einen Trichter geworfen werden. Wechselgeld bekommt man nicht zurück. Mit dem ÖAMTC-Routenplaner können die Mautkosten für die Fahrt in den Urlaub von zu Hause aus berechnet werden.

Sondermauten
Reisende sollten im Urlaubsbudget auch Sondermauten einplanen, die in manchen Ländern zusätzlich zur Vignettenpflicht oder streckenbezogenen Maut anfallen können. In manchen Städten, beispielsweise in London, ist die Einfahrt ins Zentrum gebührenpflichtig. "In Deutschland gibt es mittlerweile in mehr als 50 Städten Umweltzonen. Nur Autos, die beim Schad- und Feinstaubausstoß bestimmte Grenzen nicht überschreiten, dürfen in die Zone", erklärt Bergant. Als Nachweis dient eine kostenpflichtige Umweltplakette.

Tunnel- und Brückengebühren
Bei vielen europäischen Tunnels und Brücken fallen Sondergebühren für die Benützung an. Italien und Frankreich sind zum Beispiel durch den Mont-Blanc-Tunnel sowie den rund 13 Kilometer langen Frejus-Tunnel verbunden. Die einfache Durchfahrt ist mit zusätzlichen Kosten von 38,90 Euro eine kostspielige Angelegenheit. Auch die Fahrt durch den Großen St. Bernhard-Tunnel zwischen Italien und der Schweiz ist nicht gebührenfrei. "In Griechenland wird das auf dem Festland gelegene Rion mit Antirion auf dem Peloponnes durch eine acht Kilometer lange, mautpflichtige Brücke verbunden", erklärt die Reiseexpertin. "Auch für die Überquerung der dänischen Storebaelt-Brücke, die den Autoverkehr zwischen Kopenhagen und dem kontinentalen Landesteil ermöglicht, werden Gebühren eingehoben." Teuer wird die Autofahrt auch bei Benützung der Öresund-Brücke nach Schweden, hier bezahlt man 43 Euro für die einfache Fahrt.

Fotos von den besten Automarken des Jahres (J.D. Power-Report 2012):

J.D. Power-Report 2012 - Markenranking 1/10

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  Diashow

Platz 1: Mercedes: 82,4%

Platz 2: Toyota: 80,8%

Platz 3: Mitsubishi: 79,9%

Platz 4: Mazda: 79,8%

Platz 5: BMW: 79,1%

Platz 5: VW: 79,1%

Platz 7: Skoda: 79,0%

Platz 8: Audi: 78,8%

Platz 8: Volvo: 78,8%

Platz 10: Ford: 78,0%

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