Geheimtipp unter den Sportlern

Nissan 350Z

Geheimtipp unter den Sportlern

Heimlich, still und leise hat sich der Nissan 350Z zu einer Sportwagenikone entwickelt. Jetzt erhielt der Porschejäger eine kleine Kraftinjektion.

Er ist der meistverkaufte Sportwagen der Welt – der Nissan 350Z. Vor allem in den USA genießt der japanische Spitzensportler Kultstatus. Über 140.000 Mal hat er sich Übersee seit der Markteinführung 2002 verkauft, in Europa lediglich 20.000 Mal. So ganz ist es bis in die alte Welt noch nicht vorgedrungen, dass es sich bei Asiens bösestem Buben um einen der atemberaubendsten Sportwagen handelt – und das zu einem erfreulich leistbaren Preis.

In seiner dritten Überarbeitung haben die Nissan-Ingenieure den 350Z noch einmal in die Kraftkammer geschickt. 13 PS mehr hat er sich antrainiert. Äußerlich zeugt ein Muskelbuckel auf der Motorhaube, auch Powerdome genannt, vom Workout des Nissan 350Z. Der Fitnessplan: zweiflutige Ansaugrohre, eine variable Steuerung der Einlassventile mit weiterem Verstellbereich und neue Abgaskanäle – für die Technikfreaks.

Viel wichtiger: Wie fährt sich der aufgepowerte 350Z? Dazu ist zu sagen, dass bereits die 300-PS-Version ein Quell reinster Fahrfreude war: Perfektes Ansprechverhalten, direktes, exaktes Handling und ein Sound, der so manch prestigereicheren Sportler im Regen stehen lässt. Attribute, die auch auf die aktuelle Version des 350Z eins zu eins umzumünzen sind. Ob die zusätzlichen 13 PS das Kraut fettmachen, ist fraglich und wohl nur im direkten Vergleichstest spürbar.

Werksseitig wird betont, dass durch die Motormodifikationen eine höhere Verdichtung erreicht wurde, die im oberen Drehzahlbereich für mehr Power sorgt. Wir wollen das mal glauben, ebenso wie die restlichen Eckdaten: Den Sprint von 0 auf 100 absolviert der 350Z in 5,7 Sekunden, bei 250 km/h wird abgeregelt.

Schön, dass ein derartiges Oberliga-Sportauto auch im Bereich des Leistbaren ist: Bereits ab 43.250 Euro lässt es sich trefflich Porsche jagen. Der 350Z Roadster kostet 3.000 Euro mehr.

Christian Zacharnik/ÖSTERREICH

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