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Wie sich die Coronakrise auf den Automarkt auswirkt

Aktuelle Lage

Wie sich die Coronakrise auf den Automarkt auswirkt

Geschlossene Autohäuser während des Lockdowns und weniger zur Verfügung stehendes Geld haben Einbußen für die Autobranche mit sich gezogen. 

Kein Budget für große Anschaffungen

An eine große Anschaffung denken in Zeiten der Coronakrise, wo finanzielle Schwierigkeiten an der Tagesordnung stehen, wohl wenige. Wirtschaftliche Sorgen rückten das Interesse an Neuwägen merkbar in den Hintergrund. Darunter leidet der Automarkt. Selbst im Juli, wo die Corona-Maßnahmen gelockert waren, gab es laut Statistik Austria um 13,2 Prozent weniger Neuzulassungen als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei EU-Neuzulassungen bei 38,1 Prozent. 
 

Starke Einbußen durch Lockdown

Beinahe die Hälfte der Weltbevölkerung war durch Ausgangssperren und Lockdowns in der Mobilität eingeschränkt. In Zeiten der Ausgangssperre war es so durch geschlossene Autohäuser auch nicht möglich, im Handel Autos zu kaufen. In weiterer Folge mussten viele Hersteller auf Grund der Krise ihre Werke schließen, Kurzarbeit beantragen oder Arbeitsplätze reduzieren. Eine Studie der Beratungsfirma PwC Strategy prognostiziert, dass Autobauer und Zulieferer in diesem Jahr global mit Umsatzrückgängen von 13 bis 24 Prozent rechnen müssen. 
 

Coronakrise kostet der Autobranche Milliarden

Analysen des Beratungsunternehmens EY haben außerdem Verluste von beinahe 11 Milliarden Euro für das zweite Quartal in der Autobranche ergeben. Im Vergleich dazu gab es im Vorjahr im zweiten Quartal Gewinne von etwa 22 Milliarden Euro für den Automarkt. Laut EY hat es noch nie einen derartigen Einbruch bei Absatz, Umsatz und Gewinn in der Branche gegeben. 
 

Noch keine Erholung in Sicht 

Obwohl sich die Industrie über den Sommer schon etwas erholt hat, gibt es noch keine Entwarnung für die Autobranche. Auf Grund der Lockerungen im Sommer und die Öffnung der Autohäuser nach dem Lockdown hat sich die Lage zwar verbessert, aber eine komplette Erholung der Branche ist noch nicht in Sicht. Hans Dieter Pötsch, Aufsichtsvorsitzender bei VW rechnet erst 2022 bis 2023 mit einem Niveau wie vor der Coronakrise. 
 

Autos dennoch wichtiger als vor der Krise 

Obwohl die Kaufkraft für Neuwägen während der Coronakrise gesunken ist und die Mobilität geringer wurde, hat das eigene Auto an Bedeutung gewonnen. Eine Umfrage von AutoScout24.at hat ergeben, dass der Stellenwert des eigenen Fahrzeugs und der Mobilität bei den Österreicher*innen zugenommen hat. Aus Angst vor einer Ansteckung meiden viele die öffentlichen Verkehrsmittel und greifen lieber auf das Auto zurück.