Auch Renault/Nissan & PSA leiden unter Coronakrise

Französische Autobauer

Auch Renault/Nissan & PSA leiden unter Coronakrise

Französische Autobauer mit massiven Absatz- und Umsatzeinbruch.

Die Coronakrise setzt auch den französischen Autobauern PSA und Renault massiv zu. Bei  Renault  schrumpfte der Umsatz im Auftaktquartal um fast ein Fünftel auf 10,1 Mrd. Euro, wie der Konzern mitteilte.Der Absatz brach im gleichen Zeitraum sogar um mehr als ein Viertel auf knapp 673.000 Fahrzeuge ein. Grund ist - wie bei allen anderen Autobauern auch - der Stillstand nahezu aller Geschäftsaktivitäten wegen der Pandemie. Die Barmittelreserven von Renault im Autogeschäft schmolzen in den ersten drei Monaten um ein Drittel auf 10,3 Mrd. Euro.

Zur ohnehin schwierigen Lage in der Coronakrise kommen bei Renault die Turbulenzen beim japanischen Partner  Nissan  hinzu. Die hatten dem französischen Konzern im vergangenen Jahr den ersten Verlust seit zehn Jahren eingebrockt. Angaben zum Gewinn des ersten Quartals macht Renault nicht.

Lage bei PSA

Auch beim französischen Rivalen PSA ( PeugeotCitroenOpel  und DS) sind Umsatz und der Absatz im Auftaktquartal eingebrochen. Der Umsatz des Konzerns sackte im ersten Quartal um 15,6 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro ab, wie der Konzern am Dienstag in Rueil-Malmaison bei Paris mitteilte.Der weltweite Absatz war im ersten Jahresviertel um gut 29 Prozent auf rund 627.000 verkaufte Fahrzeuge eingebrochen. Angaben zum Gewinn machte PSA nicht.

Der Marktausblick von PSA für das laufende Jahr 2020 sieht düster aus. Die Franzosen rechnen nun mit einem Einbruch von rund einem Viertel in Europa und Lateinamerika, einem Rückgang von 20 Prozent in Russland sowie 10 Prozent in China. Die Prognose hänge aber unter anderem von der Dauer und Ausbreitung der Viruskrise sowie den Maßnahmen der betroffenen Länder ab.

In guter Gesellschaft

Mit diesen Zahlen sind die französischen Hersteller in guter Gesellschaft. Aufgrund der Corona-Krise mussten so gut wie alle (großen) Autobauer im ersten Quartal 2020 massive Rückgänge in Kauf nehmen. Selbst die normalerweise immer etwas besser abschneidenden Priemiumanbieter wie Audi, BMW, Porsche oder Daimler bekamen die Auswirkungen der Pandemie voll zu spüren.

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