Hyundai wegen irreführender Werbung verurteilt

"Ohne Zinsen"

Hyundai wegen irreführender Werbung verurteilt

Das Oberlandesgericht Wien gab Konsumentenschützern recht.

Die Hyundai Import GmbH ist vom Oberlandesgericht (OLG) Wien wegen irreführender Werbung rechtskräftig verurteilt worden. Das Unternehmen hatte den Kauf eines Autos, bei dem zwei Drittel des Kaufpreises erst später zu bezahlen waren, auf seiner Website sowie im Radio mit "0%-Finanzierung" und "ohne Zinsen" beworben. Das stimmte so nicht, berichtete der Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Da  Hyundai  eine Bearbeitungsgebühr verlangt hat, betrug der effektive Jahreszinssatz rund 1 Prozent, so der VKI am Dienstag in einer Aussendung. In dem von dem Verein monierten Radiospot wurde auf die Kosten überhaupt nicht hingewiesen, auf der Homepage nicht klar und deutlich genug.

Revision nicht zugelassen

Das hielt der VKI für unzulässig und wurde nun vom OLG bestätigt. Es liege eine "irreführende Geschäftspraktik" vor, so das OLG in seiner Entscheidung (2 R 142/19w). Laut Gesetz müssen nämlich bei Werbungen für Kreditverträge die Zinssätze und sonstigen Kosten "klar, prägnant und auffallend" angegeben werden.

Das Oberlandesgericht hat gegen die Entscheidung keine ordentliche Revision zugelassen, da es sich um einen Einzelfall handle.

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