Das ist der neue CLA Shooting Brake

Schicker Mercedes

Das ist der neue CLA Shooting Brake

Anfang des Jahres hat Mercedes den neuen CLA als viertüriges Coupé vorgestellt. Auf dem Genfer Autosalon 2019 (Publikumstage: 7. bis 17. März) feiert nun die zweite Generation des Kombi-Ablegers namens Shooting Brake (SB) ihre Weltpremiere. Damit bekommt nun auch der neue Kia Proceed einen in etwa gleich großen Konkurrenten, der technisch auf Höhe der Zeit ist. Preislich liegen die beiden Gegner jedoch weit auseinander. Die Marke mit dem Stern lässt sich ihr Image auch beim CLA SB teuer bezahlen.

CLA-Shooting-Brake-2019-of.jpg © Daimler AG

Design und Raumangebot

Nach dem normalen CLA, der fünftürigen A-Klasse (inklusive AMG A 35 4Matic), der A-Klasse Limousine und der B-Klasse, ist der neue CLA SB das fünfte Modell, das auf der neuen Kompaktarchitektur aufbaut. Der nun 4,69 m lange, 1,83 m breite und 1,44 m hohe Shooting Brake hat bei der Länge (+48mm) und der Breite (+53mm) ordentlich zugelegt, wurde aber minimal flacher (-2mm). In Kombination mit dem um 30 Millimeter gewachsenem Radstand (2,70 m) und der breiteren Spur steht die neue Generation dynamischer auf der Straße. Bis zur B-Säule gleicht sich der SB mit dem viertürigen Coupé. Die nach vorne geneigte Frontpartie mit den schmalen Scheinwerfern und dem breiten Diamant-Grill steht auch diesem Modell sehr gut. Am einfachsten sind die CLA-Modelle am zusätzlichen LED-Tagfahrlichtstrich im unteren Bereich der Scheinwerfer (auch mit Multibeam LED-Technologie zu haben)  identifizierbar. Denn diesen bieten die beiden anderen A-Klassen nicht. Hinter der B-Säule haben die Mercedes-Designer dem CLA SB einen äußerst schicken Rucksack umgeschnallt. Das geduckte Heck läuft geschmeidig nach hinten aus. Ein echter Hingucker sind die rahmenlosen Türen, mit denen der Shooting Brake auch seinen Coupé-Anspruch untermauert. Die zweiteiligen schmalen Heckleuchten und das in den Stoßfänger verlagerte Kennzeichen unterscheiden ihn deutlich vom Vorgänger. Das Größenwachstum kommt dem Platzangebot zu gute. Die Bein- und Kopffreiheit haben im Fond ordentlich zugelegt. Von einem Raumriesen kann man beim neuen CLA SB aber dennoch nicht sprechen. Vier Personen kommen nun aber halbwegs kommod unter. Aufgrund der kleinen Fensterflächen fühlt man sich aber vor allem hinten doch ziemlich eingeengt. Doch dieses Auto kauft man ohnehin aufgrund des Designs. Wer mehr Platz braucht, wird sich einen normalen Kombi oder ein SUV kaufen. Das Kofferraumvolumen legte von 495 auf 505 Liter zu. Außerdem fällt die Ladeöffnung mit 871 Millimetern breiter aus als bisher (635 mm). Die Heckklappe lässt sich nun auf Wunsch auch berührungslos öffnen.

CLA-Shooting-Brake-2019-of1.jpg © Daimler AG

Cockpit mit verbessertem MBUX-System

Das Cockpit stammt ein zu eins aus dem viertürigen Coupé. Hier dürfen sich also auch die CLA-Shooting-Brake-Besitzer über die komplette Digitalisierung freuen. Selbst im Basismodell gibt es kein klassisches Kombiinstrument mehr. Im Shooting Brake sind stets zwei freistehende Displays mit an Bord. In der Top-Version messen sie jeweils 10,25 Zoll und bestechen mit einer beeindruckenden Grafik. Serienmäßig kommen zwei 7 Zoll große Screens zum Einsatz. Die mittlere Ausbaustufe setzt auf einen 7 Zoll und einen 10,25 Zoll großen Bildschirm. Neben der dreifachen Touchbedienung (Lenkradflächen, Touchscreen und Touchpad in der Mittelkonsole) steht natürlich auch das neue MBUX-System mit intelligenter Sprachassistentin zur Wahl. Mit dem Sprachbefehl „Hey Mercedes“ wird sie aktiviert und versteht dann natürliche Kommandos wie „mir ist kalt“. Dann stellt die smarte Helferin automatisch die Temperatur um ein Grad höher. Zunächst im amerikanischen Markt kann der Sprachassistent nun auch komplexere Anfragen erkennen und beantworten, beispielsweise: „Welche kinderfreundlichen asiatischen Restaurants gibt es in der Nähe, aber weder chinesisch noch japanisch?“ Hinzu kommt eine wachsende Zahl von Themengebieten, bei denen MBUX komplexe Fragen versteht und beantwortet: Sport („Hey Mercedes, wie haben die San Francisco 49ers gespielt?“), Börse („ Wie hat sich der Aktienpreis von Apple im Vergleich zu Microsoft entwickelt?“), Berechnungen („Was ist die Wurzel aus 3?“) oder Allgemeinwissen („Wie groß ist Texas?“, „Welchen Fettgehalt haben Avocados?“).

Assistenzsysteme und eigene Smartwatch

Zur weiteren Serienausstattung zählen Fahrassistenz-Systeme wie der Aktive Brems-Assistent und der Aktive Spurhalte-Assistent. Gegen Aufpreis kann der Shooting Brake sogar mit teilautonomen Fahrfunktionen der E- und S-Klasse aufgerüstet werden. Dabei lassen ihn verbesserte Kamera- und Radarsysteme bis zu 500 Meter vorausschauen. Außerdem nutzt der neue CLA SB Karten- und Navigationsdaten für Assistenz-Funktionen. So kann der Aktive Abstands-Assistent Distronic als Teil des aufpreispflichtigen Fahrassistenz-Pakets den Fahrer streckenbasiert unterstützen und die Geschwindigkeit vorausschauend vor z.B. Kurven, Kreuzungen oder Kreisverkehren anpassen. Hinzu kommen u.a. der Aktive Nothalt-Assistent, ein Aktiver Spurwechsel-Assistent, ein erweiterter Aktiver Brems-Assistent und Pre Safe Plus. Letzteres kann nun auch eine drohende Heckkollision erkennen. Darüber hinaus lässt sich der CLA SB mit den Ausstattungslinien Style, Progressive und AMG Line, dem Night-Paket sowie weiteren Sonderausstattungen individualisieren. Neu sind Energizing Pakete mit Energizing Coach. Dieser auf einem intelligenten Algorithmus basierende Service empfiehlt situativ und individuell passend eines der Programme der Pakete. Weltpremiere auf der CES hat die Mercedes vivoactive 3 Smartwatch. Ist sie oder ein anderes kompatibles Garmin Wearable eingebunden, sollen persönliche Werte wie Stresslevel oder Schlafqualität die Passgenauigkeit der Empfehlung optimieren. Ziel ist es, sich auch bei anspruchsvollen oder eher monotonen Fahrten gut zu fühlen und entspannt anzukommen. Darüber hinaus wird der Puls des Fahrers auf das Media-Display übertragen.

CLA-Shooting-Brake-2019-of4.jpg © Daimler AG

Start mit dem stärksten Motor

Bei der Messe-Präsentation in Genf ist der CLA Shooting Brake mit dem starken Vierzylinder Benziner als CLA SB 250 (225 PS, 350 Nm) mit 7G-DCT Doppelkupplungs­getriebe ausgestellt. Bis zur Markteinführung soll eine breite Motorenpalette als Diesel und Benziner, mit Schalt- oder Doppelkupplungsgetriebe und mit Allradantrieb 4Matic zur Verfügung stehen. Die Benziner leisten 136, 163 oder 225 PS, die Diesel bringen es auf 116, 150 und 190 PS. Für den CLA SB wird es also die komplette Motorenpalette, die wir bereits aus der A- und B-Klasse kennen, geben. Später dürften auch die beiden AMG-Varianten CLA SB 35 und CLA SB 45 folgen. Letztere wurden aber noch nicht offiziell bestätigt.

CLA-Shooting-Brake-2019-of3.jpg © Daimler AG

Verfügbarkeit und Preise

Im ersten Jahr wird der neue CLA Shooting Brake auch als Edition 1 angeboten. Sowohl im Exterieur wie im Interieur besitzt dieses Stückzahl-limitierte Sondermodell optische Besonderheiten. Der neue CLA SB wird im Werk Kecskemét (Ungarn) gefertigt und kommt im September 2019 auf den Markt. Die Einstiegspreise reichen von 35.820 Euro bis 48.290 Euro (siehe Tabellen unten). Zum Vergleich: Kia verlangt für einen 140 PS starken, sehr gut ausgestatteten ProCeed 33.090 Euro. Da liegt das Einstiegsmodell des CLA SB trotz schwächerem Motor und schlechterer Serienausstattung rund 2.700 Euro darüber. Dafür bekommt man aber auch einen Mercedes, was für viele Käufer nach wie vor viel wert ist.

Noch mehr Infos über Mercedes finden Sie in unserem Marken-Channel.

Daten / Preise Benziner

cla-shooting-brake-2019-pr1.jpg © Daimler AG

Daten / Preise Diesel

cla-shooting-brake-2019-pre.jpg © Daimler AG

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