Vorbestellsart für den e-tron

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Audis Elektro-SUV startet in zwei Varianten

Dieses Mal scheint der Zeitplan zu halten. Nachdem Audi den Start seines ersten Elektro-SUVs wegen Software-Problemen von Ende 2018 auf März 2019 verschieben musste, ist nun der Vorbestellstart für den e-tron wie geplant angelaufen. Den Stromer wird es vom Start weg in zwei Varianten geben. Das Basis-Modell kostet, wie berichtet, mindestens 82.000 Euro, der e-tron quattro "advanced" ist ab 83.740 Euro zu haben. Letzterer ist zusätzlich mit 20 Zoll Rädern, einer Kontrastlackierung und einem Unterfahrschutz vorne sowie einem Diffusor hinten in Silber (Selenitsilber matt) ausgestattet. Da der Einstiegspreis deutlich über der neuen Förderobergrenze von 50.000 Euro liegt, wird der Kauf von der Regierung nicht gefördert. Gleiches gilt übrigens auch für die Hauptkonkurrenten Tesla Model X, Jaguar I-Pace und Mercedes EQC. Das Benz-SUV startet aber erst im Sommer 2019.

>>>Nachlesen:  Audi verschiebt e-tron-Start auf März 2019

Reservierer haben den Vortritt

Wer sich den e-tron vorab reserviert hat, was bereits seit Mai 2017 möglich war, hat nun einen Vorteil. Alle Reservierer, die bis spätestens 8. Februar 2019 ihr Fahrzeug konfigurieren und bestellen, profitieren von einer priorisierten Produktionseinplanung: sie erhalten ihren Elektro-Audi als erste in Österreich. Der offizielle Vorverkaufsstart für alle Kunden startet Anfang Februar 2019. 2021 bringt Audi dann die atemberaubende Sportlimousine e-tron GT an den Start. Die Crossover-Variante e-tron Sportback startet bereits im kommenden Jahr.

>>>Nachlesen: e-tron GT – So kommt der „Tesla-Model-S-Killer“

Karte für 70.000 Ladepunkte

Zeitgleich mit dem Elektro-SUV geht auch der "e-tron Charging Service“ an den Start. Dieser bietet dem Fahrer laut Audi eine Ladekarte mit Zugang zu mehr als 70.000 Ladepunkten in mehr als 16 EU-Ländern, und das zu einem je Land gültigen Tarif mit nur einer Rechnung. Die Ladekarte kann beim Kunden vor Ort mit dem Vertrag aktiviert werden oder nachträglich über die MyAudi-App bzw. auch direkt im Fahrzeug angefordert werden. Über die App kann man auch den gewünschten Tarif wählen und jeden Ladevorgang nachverfolgen.

audi-e-tron-aut-960-laden.jpg © Audi / Porsche Holding

Design und Aerodynamik

Optisch bietet der e-tron keine Überraschungen. Er sieht aus, wie ein elektrischer Audi-SUV aussehen muss. Alle Kernmerkmale der Marke sind vorhanden, jedoch an den innovativen Antriebsstrang angepasst. Der 4,90 m lange, 1,93 m breite und 1,62 m hohe e-tron wirkt wie eine Mischung aus Q5 und Q8. Die Proportionen wirken sehr ausgewogen. Am Heck gibt es ein durchgehendes Leuchtenband sowie LED-Rückleuchten, die auf eine besonders markante Grafik setzen. Die flachen Frontscheinwerfer gibt es auf Wunsch auch mit Matrix-LED-Technologie (LED ist Serie). Zu den elektrospezifischen Eigenheiten zählen die drei horizontalen Tagfahrlicht-Querstreifen unterhalb den Scheinwerfern, der fast komplett geschlossene Grill, die elektrische Ladeklappe und – wenn man sich dafür entschieden hat – die Außenkameras statt Rückspiegel. Gegenüber den standardmäßigen Spiegeln sind die virtuellen Außenspiegel deutlich schmaler: Sie reduzieren die Fahrzeugbreite um 15 cm und senken durch ihre Form nicht nur den Luftwiderstand, sondern auch das Windgeräuschniveau merklich. Ihre flachen Träger integrieren je eine kleine Kamera. Die Bilder, die sie aufzeichnen, erscheinen auf OLED-Displays im Übergang zwischen Instrumententafel und Tür (siehe Absatz „Cockpit“).

Raumangebot

Raumangebot und Komfort des e-tron sollen einem typischen Oberklasse-Modell der Marke entsprechen. Mit seinem Radstand von 2.928 Millimeter soll der e-tron fünf Personen und Gepäck reichlich Platz bieten. Innenraumlänge, Kopffreiheit vorn und hinten sowie Kniefreiheit in der zweiten Sitzreihe liegen laut Audi auf Top-Niveau im Segment der Oberklasse-SUVs. Für das Raumangebot bietet der Elektroantrieb einen weiteren Vorteil. Da hier nämlich jeweils eine starke E-Maschine die Vorder- und die Hinterachse antreibt, braucht es für den (elektrischen) Allradantrieb keine mechanische Verbindung. Aufgrund des Entfalls der Kardanwelle gibt es im Fond ein flaches Plateau statt eines Mitteltunnels. Somit kann auch der mittlere Passagier seine Füße bequem unterbringen. Audi gibt das Kofferraumvolumen mit 660 Litern an. Davon entfallen jedoch 60 Liter auf ein größeres Fach im Vorderwagen. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen stehen ordentliche 1.725 Liter zur Verfügung. Die Heckklappe öffnet und schließt serienmäßig elektrisch.

Audi-e-tron-960-off4.jpg © Audi

Performance

Beim Antrieb orientiert sich der e-tron an den Hauptgegnern Jaguar I-Pace (400 PS), Tesla Model X (ab 332 PS) und Mercedes EQC (408 PS). Der US-Gegner ist aber auch in einer deutlich stärkeren Variante (über 770 PS) erhältlich. Konkret leisten die beiden E-Maschinen des Elekto-Audi 265 kW (360 PS) und entwickeln 561 Nm Drehmoment. Bis zu 60 Sekunden lang können sie diese Höchst-Leistung abrufen. Damit sollen sie mehrmals nacheinander ohne Leistungseinbußen das Beschleunigen aus dem Stand auf die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ermöglichen. Wie bei allen Elektroautos liegt auch hier in Sekundenbruchteilen das maximale Antriebsmoment an und sorgt für enormen Durchzug. Wechselt der Fahrer von Fahrstufe D zu S (Sport) und tritt das rechte Pedal voll durch, aktiviert er den Boost-Modus. Dieser steht acht Sekunden lang zur Verfügung. Hier produziert der Antrieb stolze 300 kW (408 PS) Systemleistung und 664 Nm Drehmoment. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der e-tron dann in unter sechs Sekunden. Einen genauen Wert verrät die VW-Tochter nicht. Ein Tesla Model X ist jedenfalls deutlich schneller.

Audi-e-tron-960-off5.jpg © Audi

Laden und rekupieren

Der 2,5 Tonnen schwere Elektro-Audi kann an Schnelllade-Stationen mit bis zu 150 kW Ladeleistung Strom tanken. Damit ist die 95 kWh Batterie, die stolze 700 kg auf die Waage bringt, in knapp 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen. Leider gibt es noch nicht viele Ladestationen, die eine derartige Leistung bieten. Mit 11 kW dauert eine Vollladung 8,5 Stunden. Positiv: Das Rekuperationssystem trägt bis zu 30 Prozent zur Reichweite des Elektro-SUV bei. Audi verspricht im Alltagsbetrieb 400 Kilometer. Bis 0,3 g rekuperiert der e-tron ohne Einsatz der konventionellen Bremse. Man kann ihn also quasi auch nur mit einem Pedal fahren. Bei vorausschauender Fahrweise wird das Bremspedal obsolet. Unterstützt wird der Fahrer dabei vom serienmäßigen Effizienzassistenten. Das System erkennt das Verkehrsumfeld und den Streckenverlauf mithilfe von Radarsensoren, Kamerabildern, Navigationsdaten und Car-to-X-Informationen. Sobald der Fahrer sinnvollerweise den Fuß vom rechten Pedal nehmen sollte, erhält er entsprechende Hinweise im virtual cockpit. Im Zusammenspiel mit dem optionalen adaptiven Fahrassistenten kann der Effizienzassistent das Elektro-SUV zudem vorausschauend verzögern und beschleunigen.

Audi-e-tron-960-off7.jpg © Audi

Cockpit mit zwei Zusatz-Displays

Auch im Innenraum werden sich Audi-Fahrer auf Anhieb zurechtfinden. Auf den ersten Blick wirkt das Cockpit wie jenes aus Q8, A7 Sportback, A6 oder A8. Wie bei diesen Modellen gibt es auch hier ein virtuelles Kombiinstrument sowie zwei große Touchscreens mit haptischem Feedback in der Mittelkonsole. Über Letztere werden Navi, Multimedia, etc. (oben) und die Klimatisierung, Sitzheizung (unten) bedient. Doch bei genauerem Hinsehen gibt es aber doch einige Unterschiede. Am auffälligsten sind natürlich die beiden zusätzlichen 7-Zoll-OLED-Displays in den Türtafeln. Diese sind aber nur dann an Bord, wenn sich der Käufer für die e-tron Version mit den virtuellen Außenspiegeln entscheidet. In der Serienversion des Elektro-Audis geben sie gegen Aufpreis ihre Weltpremiere. Die Ingenieure versprechen gleich mehrere Vorteile. Ihr flacher und somit äußerst aerodynamischer Träger integriert jeweils eine kleine Kamera, deren Bild auf den Zusatzbildschirmen angezeigt wird. Der Fahrer kann verschiedene Einstellungen per Touch-Bedienung vornehmen. So lässt sich zum einen der Bildausschnitt verschieben und damit das gewünschte Sichtfeld anpassen, zum anderen das Bild ein- und auszoomen. Wenn man alleine unterwegs ist, funktioniert die Touchbedienung aber natürlich nur auf der Fahrerseite. Darüber hinaus lassen sich im MMI-System drei Ansichten für verschiedene Situationen wählen: für die Autobahn, für das Abbiegen und das Parken.

Audi-e-tron-960-off1.jpg © Audi

Edel und leise

Ansonsten ist das Cockpit wie bei allen Audi-Modellen, die in diesem Jahr auf den Markt gekommen sind, horizontal ausgelegt, leicht dem Fahrer zugeneigt und bildet einen Bogen bis hin zu den Türverkleidungen. Der technoide Eindruck wirkt im e-tron naturgemäß äußerst stimmig. Das hochauflösende Display des virtuellen Kombiinstruments sitzt unter einen flachen Hutze. Ein weiterer Blickfang ist die Konsole des Mitteltunnels, die auf offenen Seitenwänden ruht. Über ihr scheint die Handauflage mit integriertem Fahrstufenschalter fast zu schweben. Die verbauten Materialien, die laut Audi alle äußerst hochwertig sind, hängen von der gewählten Ausstattungslinie ab. Die Palette reicht von edlem Leder „Valcona“ bis hin zu dunkel gebürstetem Aluminium. Auf Wunsch gibt es auch Kontrastnähte in leuchtenden Farben. Ein weiteres Highlight stellt das ebenfalls optionale Kontur-/Ambiente-Lichtpaket dar. Es illuminiert nicht nur große Flächen, sondern hier ist sogar das e-tron-Badge in der Instrumententafel hinterleuchtet. Weiters verspricht der Hersteller einen äußerst ruhigen Innenraum. Das hängt zum einen mit dem ohnehin leisen Elektroantrieb zusammen. Zum anderen hat Audi die Karosserie in allen Bereichen, in denen sie störenden Schall oder Windgeräusche übertragen könnte, speziell gedämmt und abgedichtet. So dürfte auch der Klang des optionalen Bang & Olufsen Premium Sound Systems mit 16 Lautsprecher und 705 Watt Verstärker voll zur Geltung kommen. Serienmäßig verfügt der Stromer über die MMI Navigation plus samt LTE und WLAN-Hotspot. Darüber hinaus entlasten zahlreiche Assistenzsysteme (bis zu 40!) den Fahrer. Sie behalten dank Laserscanner, 12 Ultraschallsenosren, sechs Kameras und fünf Radarsensoren das Umfeld des Audi im Blick. So wird auch teilautonomes Fahren inklusive Lenkeingriff, Bremsung (bis zum Halt) und Anfahren im Stop&Go-Verkehr oder auf der Autobahn möglich.

audi-e-tron-aut-960-off2.jpg © Audi/PHS

Ladeinfrastruktur für zu Hause

Audi möchte seinen Kunden auch das Laden zuhause so angenehm wie möglich gestalten. Deshalb wurde der „Mobility Check“ ins Leben gerufen. Dieses spezielle Online-Tool (zu finden unter www.audi.at/e-tron/e-tron-im-alltag) vermittelt einen ersten Überblick über Möglichkeiten der Infrastrukturinstallation bei sich zu Hause. Berücksichtigt werden fahrzeugspezifische Eigenschaften, Abstell- und Ladestandorte sowie die Stromversorgung. In Folge kann der Kunde direkt oder über seinen Audi Händler den Homecheck beauftragen, der die Hauselektrik und Möglichkeiten für die Ladeinfrastruktur-Installation überprüft.

Noch mehr Infos über Audi finden Sie in unserem Marken-Channel.

>>>Nachlesen: Alle Infos vom Audi e-tron

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