Neuer "Tesla-Fighter"

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Das ist Mercedes' Elektro-SUV EQC

Nachdem Mercedes in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Einblick in die Entwicklung und Erprobung des EQC gegeben hat, wurde das erste Elektro-SUV der Marke nun offiziell vorgestellt. Damit kommt Mercedes in diesem Punkt Audi zuvor. Denn der für die selbe Zielgruppe bestimmte e-tron feiert "erst" am 17./18. September seine Weltpremiere. Beim Marktstart hat aber die VW-Tochter eindeutig die Nase vorn. Denn während der e-tron bereits seit Montag vom Band läuft und Ende des Jahres zu den Händlern kommt, startet die Produktion des EQC erst Anfang 2019. Der Verkaufsstart erfolgt dann Mitte nächsten Jahres. Es dauert also noch fast ein Jahr, bis Mercedes seine Aufholjagd auf das Tesla Model X und den Jaguar I-Pace tatsächlich startet. Wie die technischen Daten des EQC jedoch zeigen, könnte sich das Warten durchaus lohnen.

mercedes-eqc-960-off1.jpg © Daimler AG

Design und Abmessungen

Der EQC ist das erste Modell von Mercedes‘ neuer Elektromarke EQ („Electric Intelligence“). Er basiert großteils auf dem aktuellen GLC, der in Kürze auch als Wasserstoff-Modell in den Handel kommt. Eine eigene Plattform für Elektroautos ist derzeit noch in Entwicklung. Optisch erinnert der EQC an die 2016 präsentierten Studie. Der Stromer grenzt sich außen also durch einige Details von seinem konventionellen Bruder ab. Zudem ist er mit einer Länge von 4,76 Metern auch um 10 Zentimeter länger. Breite (1,88 m), Höhe (1,62 m) und Radstand (2,87 m) versprechen ein gutes Platzangebot für bis zu fünf Personen. Der Kofferraum soll rund 500 Liter fassen. Zum wichtigsten Erkennungsmerkmal aller (künftigen) EQ-Modelle zählt die markante Front. Hier setzt Mercedes auf eine so genannte „Black-Panel“-Optik. Dabei werden die Voll-LED-Scheinwerfer und der Grill von einer schwarzen Fläche umschlossen. Ganz oben bildet eine LED-Leiste, die sich über die gesamte Breite zieht, den Abschluss. Seitlich sieht der EQC sehr konventionell aus. Hier schimmert der GLC am stärksten durch. Die Dachlinie wirkt jedoch etwas gestreckter. Am Heck sticht vor allem das breite Leuchtenband zwischen den LED-Rückleuchten ins Auge. Auch dieses Designmerkmal werden wir bei allen EQ-Modellen sehen.

Innenraum

Im Innenraum mischt Mercedes das aus der neuen A-Klasse bekannte MBUX-Cockpit mit aktuellen GLC-Elementen. Statt einem klassischen Kombiinstrument gibt es zwei freistehende Displays, die mit einer bestechenden Grafik beeindrucken. Neben der dreifachen Touchbedienung (Lenkradfächen, Touchscreen und Touchpad in der Mittelkonsole) steht natürlich auch das neue MBUX-System mit intelligenter Sprachassistentin zur Wahl. Mit dem Sprachbefehl „Hey Mercedes“ wird sie aktiviert und versteht dann natürliche Kommandos wie „mir ist kalt“. Dann stellt die smarte Helferin automatisch die Temperatur um ein Grad höher. Positiv: Das separate Bedienelement der Klimaautomatik ist leicht zum Fahrer geneigt. Auch die Lüftungsdüsen sind beim EQC für einen aktuellen Mercedes ungewöhnlich. Sie sind nämlich nicht rund, sondern waagrecht und senkrecht ausgeführt. Die nach hinten schmäler werdende Mittelkonsole soll Fahrer und Beifahrer eine angenehme Sitzposition ermöglichen. Alles in allem geht es im Cockpit des EQC für ein Elektroauto sehr konservativ zu. Hier will Mercedes – genau wie beim Außendesign - die Kunden nicht mit einer futuristischen Optik verschrecken.

mercedes-eqc-960-off2.jpg © Daimler AG

Spezielle E-Anzeigen

Beim Stromer bietet das MBUX natürlich einige spezifische Elemente. So befindet sich im Media-Display, also auf der rechten Seite des Widescreen-Cockpit, im Hauptmenü die "EQ Kachel" als zentraler Zugriffspunkt zu den spezifischen Anzeigen und Einstellungen. Dazu gehören unter anderem Ladestrom, Abfahrtzeit, Energiefluss und Verbrauchshistogramm. Alternativ gelangen EQC Fahrer auch über eine Direktwahltaste im unteren Bedienfeld in dieses Menü. Auf dem Navigationsbildschirm werden Ladesäulen angezeigt und bei bestehender Online-Verbindung dynamische Zusatzinfos wie beispielsweise Verfügbarkeit und Öffnungszeiten eingeblendet. Darüber hinaus lassen sich über das Media-Display auch die EQ optimierte Navigation und Ladefunktionen sowie die Fahrprogramme (siehe Absatz Antrieb) bedienen.

mercedes-eqc-960-off10.jpg © Daimler AG

Antrieb

Wichtigstes Kapitel eines Elektroautos ist natürlich der Antrieb. Hier orientiert sich Mercedes in Sachen Leistung am I-Pace (400 PS) und e-tron (im Boost-Modus 408 PS). Konkret leisten die beiden Elektromotoren des EQC 400 4Matic 408 PS (300 Kw) und stellen ein maximales Drehmoment von 765 Nm bereit. Später wird es auch eine stärkere AMG-Version geben. Da ein Motor die Vorder- und einer die Hinterachse antreibt, verfügt der Stromer über einen intelligenten Allradantrieb ohne mechanische Verbindung. So gerüstet, sprintet das fast 2,5 Tonnen schwere Fahrzeug in 5,1 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 180 km/h abgeregelt. Die Energie beziehen die E-Motoren aus einer 80 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie, die im Fahrzeugboden verbaut ist (siehe Diashow ganz oben). Der Akku bringt 650 kg auf die Waage und soll im NEFZ-Zyklus eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern ermöglichen. Daraus ergibt sich ein Verbrauch von 22,2 kWh/100 km. Dem Fahrer stehen fünf Fahrprogramme zur Verfügung (Comfort, Eco, Max Range, Sport und Individual), die je nach Bedarf für mehr Fahrspaß oder eine größere Reichweite sorgen. Über Schaltwippen hinterm Lenkrad kann zudem die gewünschte Rekuperationsleistung eingestellt werden. Da serienmäßig ein On-Bord-Lader (OBL) mit einer Leistung von 7,4 kW installiert ist, ist der EQC für das Wechselstrom-Laden (AC-Laden) zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Bei Ladestationen mit Gleichstrom beträgt die maximale Ladeleistung sogar bis zu 110 kW. Dann ist die Batterie nach 40 Minuten wieder zu 80 Prozent voll. Neben dem MBUX-System kann sich der Fahrer auch über die „Mercedes me Charge“-App am Smartphone Ladestationen in der Nähe anzeigen lassen.

mercedes-eqc-960-off3.jpg © Daimler AG

Fazit

Mit dem ersten EQ-Modell läutet Mercedes seine ambitionierte Elektro-Offensive ein. Bis 2022 will der Hersteller zehn elektrische Modelle an den Start bringen - darunter auch die elektrische A-Klasse EQA. Der EQC steht zwar noch auf keiner separaten Plattform, bietet aber dennoch ähnliche Fähigkeiten wie die Konkurrenzmodelle von Audi, Jaguar und Tesla. BMW hat sich beim kommenden elektrische BMW X3 für eine ähnliche Lösung entschieden. Auch hier wird das Verbrenner-Modell zu einem Elektroauto umgerüstet. Der iX3 kommt aber noch später in den Handel als der EQC. Die Preise hat Mercedes noch nicht verraten. Jaguar verlangt für den I-Pace rund 78.000 Euro, das Tesla Model X ist ab 92.000 Euro zu haben und der Audi e-tron soll bei rund 80.000 Euro starten. Hier könnte sich für Mercedes die Nutzung einer konventionellen Plattform bezahlt machen. Da viele Teile ohnehin in Großserie hergestellt werden und der EQC gemeinsam mit dem GLC in Bremen vom Band läuft, könnte der Stromer günstiger werden als seine Konkurrenten. Das wäre für die Marke mit dem Stern etwas völlig Neues. Falls der EQC ab rund 70.000 Euro verkauft wird, könnte er tatsächlich eine große Aufholjagd starten. Auch wenn diese erst Mitte 2019 beginnt.

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