Ford Puma greift T-Cross & Captur an
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Neues Mini-SUV

Ford Puma greift T-Cross & Captur an

Crossover punktet mit dynamischer Optik, modernen Funktionen und praktischen Innovationen.

Wenige Wochen nach der Ankündigung hat Ford den völlig neuen Puma nun offiziell vorgestellt. Während dieser Name vor einigen Jahren das Heck eines knackigen Coupés zierte, handelt es sich beim neuen Puma um ein Mini-SUV. Damit geht der Hersteller den selben Weg wie Mitsubishi. Auch beim Eclipse handelte es sich einst um ein Sportcoupé - der neue  Eclipse Cross  ist hingegen ein SUV. Doch zurück zum Puma. Dieser nutzt – wie damals das Coupé – die Plattform des  Fiesta  und zielt auf das derzeit so angesagte Segment der kleinen Stadt-Crossover ab. Hier tummeln sich Gegner wie VW T-Cross, Renault Captur, Peugeot 2008, Seat Arona, Opel Crossland X, Citroen C3 Aircross, Skoda Kamiq (ab Herbst), Kia Stonic oder Hyundai Kona.

© Ford Motor Company

EcoSport bleibt im Programm

Eigentlich ist Ford mit dem EcoSport in dieser Klasse bereits vertreten. Für Fans des kantig gezeichneten und auch mit Allradantrieb erhältlichen Klein-SUVs gibt es aber eine gute Nachricht. Der Puma ist nicht der Nachfolger des EcoSport, sondern wird parallel zu diesem angeboten. Er soll mehr die Lifestyle-Kundschaft ansprechen. Und das könnte ihm durchaus gelingen. Denn der neue Puma steht wohlproportioniert, ziemlich dynamisch und äußerst modern auf seinen Rädern. Mit seinem großen Grill und den weit oben positionierten Scheinwerfern orientiert er sich ganz klar am neuen Kuga, der im Frühjahr 2020 in den Handel kommt.

© Ford Motor Company

Abmessungen und Design

Der neue Puma passt mit seinen Abmessungen exakt in die Klasse der Mini-SUVs. Das Fahrzeug ist 4,19 Meter lang, 1,54 Meter hoch und 1,93 Meter breit (inkl. Außenspiegel). Die geschwungene Dachpartie und die markanten Linien sowie Lichtkanten im Blechkleid verleihen dem Crossover eine eigenständige Silhouette. In den weit ausgestellten Radhäusern finden bis zu 19 Zoll große Räder (Serie: 18 Zoll) Platz. Am Heck setzen vor allem die zweiteiligen Rücklichter, der massive Stoßfänger und die eingezogene Scheibe dynamische Akzente. Wie eingangs erwähnt, sind die Hauptscheinwerfer sehr weit oben in den Kotflügeln positioniert und reichen bis zum großen Kühlergrill. Direkt darunter finden die LED-Nebelscheinwerfer in den Lufteinlässen Platz. Alles in allem wirkt der neue Puma sehr eigenständig und durchaus gelungen. Er hat eindeutig das Potenzial, um die Klasse der kleinen SUVs aufzumischen. Kunden können sich für zehn verschiedene Karosserielackierungen entscheiden.

Praktische Innovation im Kofferraum

Trotz der sportlichen Optik ist der Newcomer durchaus praktisch. Vier Erwachsene finden ordentliche Platzverhältnisse vor. Zu dritt wird es im Fond aber dann doch ziemlich eng, was an der (schmalen) Kleinwagenplattform liegt. In der 5-sitzigen Konfiguration bietet der Puma ein Ladevolumen von 456 Litern. Der Laderaumboden lässt sich in der Höhe verstellen. Werden die Lehnen der zweiten Sitzreihe umgeklappt, nimmt der Gepäckraum Kisten und Kartons mit den Abmessungen 112 x 97 x 45 Zentimeter auf. Die Ladekante fällt jedoch ziemlich hoch aus. Besonders stolz sind die Ingenieure auf die sogenannte „Ford MegaBox“. Dabei handelt es sich um ein flexibel nutzbares Unterflurfach mit einem Volumen von bis zu 80 Litern. Bei Bedarf kann der Puma damit auch zwei aufrechtstehende Golf-Bags transportieren. Zugleich bietet sich die MegaBox etwa für schmutzige Sportgeräte oder Stiefel an, denn sie ist vollständig mit Kunststoff ausgekleidet und besitzt eine Ablauf-Schraube (siehe Diashow ganz oben). Dadurch lässt sie sich nach der Nutzung auch mit dem Gartenschlauch reinigen – das Wasser fließt anschließend einfach ab. Eine auf Wunsch erhältliche sensorgesteuerte Heck-Klappe rundet die praktischen Tugenden ab.

© Ford Motor Company

(Digitales) Cockpit und Vernetzung

Im Cockpit merkt man die Verwandtschaft zum Fiesta auf den ersten Blick. Dennoch bietet der Puma auch hier eine Besonderheit. Der Crossover verfügt nämlich anstatt der analogen Armaturen über eine 12,3 Zoll große digitale Instrumententafel, die eine hochauflösende Darstellung bietet. Sie gehört für die Ausstattungsversionen „ST-Line“ und „ST-Line X“ zum serienmäßigen Lieferumfang, für „Titanium“ und „Titanium X“ ist sie auf Wunsch lieferbar. Das virtuelle Kombiinstrument lässt sich individualisieren und zeigt dem Fahrer somit jene Informationen an, die er gerade benötigt. In der Mittelkonsole gibt es einen bis zu acht Zoll großen Touchscreen, über den diverse Funktionen des aus allen anderen Ford-Baureihen bekannten Infotainment-System Ford Sync 3 gesteuert werden können. Mit seiner integrierten Sprachsteuerung erleichtert es die Bedienung des Audio- und Navigationssystems sowie entsprechender Smartphone-Apps, die sich über Apple CarPlay und Android Auto einbinden lassen. Passend dazu gibt es unterhalb des Instrumententrägers eine induktive Ladestation für das kabellose Aufladen von kompatiblen Smartphones. Das für alle Ausstattungsversionen serienmäßige FordPass Connect-Modem erstellt bei Bedarf einen WLAN-Hotspot für bis zu zehn Geräte. Über die FordPass App bietet das System eine Vielzahl von Fernbedienungsfunktionen via Handy wie zum Beispiel die Fahrzeugortung, das Ver- und Entriegeln des Fahrzeugs oder auch den Check der Tankfüllung und des Ölstands.

© Ford Motor Company

Ausstattung und Assistenzsysteme

Ford bietet den neuen Puma in vier Ausstattungsvarianten an: „Titanium“, „Titanium X“, „ST-Line X“ und „ST-Line“. Sie unterscheiden sich nicht nur durch die jeweiligen Komfort- und Sicherheitsfeatures, sondern auch durch ihre Optik. Zu den erwähnenswerten Extras zählen u.a. Vordersitze mit Massagefunktion, durchgehend öffnendes Panorama-Schiebedach, Lenkrad- und Frontscheibenheizung sowie ein B&O Sound System mit 575-Watt-Verstärker. Auf Höhe der Zeit präsentiert sich der neue Crossover auch in puncto Assistenzsysteme: Die intelligente adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Verkehrsschild-Erkennungssystem beinhaltet in Verbindung mit dem Automatikgetriebe auch den Stau-Assistenten mit Stop & Go Funktion sowie den Fahrspur-Piloten. Dank der Cloud-basierten Funktion „Lokale Gefahrenhinweise“ macht das Auto auf bedrohliche Verkehrslagen aufmerksam, noch bevor sie der Fahrer wahrgenommen hat. Sie warnt zum Beispiel vor einem Stauende hinter einer uneinsehbaren Kurve. Weitere Sicherheitsassistenten wie Ausweich-Assistent, Falschfahrer-Warnfunktion oder Pre-Collision-Assist nutzen die Informationen von zwölf Ultraschallsensoren, drei Radarsystemen und zwei Kameras. Der aktive Park-Assistent kommt mit Parklücken klar, die längs oder quer zur Fahrtrichtung liegen. Erstmals in einem seiner B-Segment-Modelle bietet Ford für den Puma eine Rückfahrkamera mit „Split-View“-Technologie an, die ein 180-Grad-Bild auf den Touchscreen-Monitor des Autos überträgt.

© Ford Motor Company

Antrieb

Während es den EcoSport in Vebindung mit dem 125 PS Diesel auch mit Allrad gibt, ist der Puma – wie viele seiner Konkurrenten – ausschließlich mit Frontantrieb erhältlich. Motorisch setzt der Neuling unter anderem auf den bekannten Dreizylinder-EcoBoost-Turbobenziner mit 1,0 Liter Hubraum. Beim Puma ist dieser Motor vom Beginn an auch in Verbindung mit einem 48-Volt-Hybridsystem erhältlich, das eine Systemleistung von 155 PS entwickelt. Hierbei ersetzt ein riemengetriebener Starter-Generator (BISG) die konventionelle Lichtmaschine. Der  in den Nebenaggregate-Strang integrierte BISG rekuperiert beim Bremsen kinetische Energie und speist damit eine 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie. So unterstützt er den EcoBoost-Dreizylinder bei geringeren Drehzahlen als Elektromotor mit zusätzlichem Drehmoment. Das sorgt zum einen für einen potenteren Antritt und hilft zum anderen beim Sprit sparen.

Ebenfalls zum Marktstart verfügbar sein wird der 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Benziner ohne Hybrid-Technologie und mit einer Leistung von 125 PS. Komplettieren wird das Motorenprogramm der 1,5-Liter-EcoBlue-Vierzylinder-Diesel mit ebenfalls 125 PS, der zu einem späteren Zeitpunkt bestellbar sein wird. Alle drei Motorisierungen sind nach Euro 6d-Temp eingestuft und haben ab Werk ein Start-Stopp-System sowie ein 6-Gang-Schaltgetriebe an Bord. Ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt lieferbar sein wird ein automatisches 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe für den 125 PS starken Benziner.

© Ford Motor Company

Verfügbarkeit

Ford ist mittlerweile dafür bekannt, neue Autos zu einem äußerst frühen Zeitpunkt vorzustellen. Diesbezüglich macht auch der Puma keine Ausnahme. Wer nämlich jetzt zu einem Ford-Händler läuft, um das Mini-SUV zu kaufen, wird enttäuscht. Der neue Puma kommt erst Anfang 2020 auf den Markt. Preise gibt es deshalb ebenfalls noch nicht. Schielt man auf die Konkurrenz, dürfte das Einstiegsmodell des Mini-SUVs jedoch unter der 20.000 Euro Marke bleiben. Die neue Baureihe läuft - wie der Fiesta – ab Ende des Jahres im rumänischen Ford-Werk Craiova vom Band.

>>>Nachlesen:  Neuer Ford Puma wird ein Mini-SUV

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