1. Auto mit Waschstraßenfunktion

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Alle Infos vom neuen Mercedes GLS

Während Mercedes auf der Shanghai Autoshow 2019 (18. bis 25. April) gerade das neue Kompakt-SUV GLB zeigt, steht auf der New York Autoshow 2019 (Publikumstage von 19. bis 28. April) ein anderes Kaliber im Mittelpunkt. Hier feiert nämlich der neue GLS seine Weltpremiere. Mit der zweiten Generation des über fünf Meter langen SUV nimmt die Marke mit dem Stern vor allem den brandneuen BMW X7, der gerade in den Handel kommt, ins Visier. Beide Luxus-Dampfer werden quasi als die Crossover-Versionen von S-Klasse und 7er-Reihe positioniert. Als Basis dienen jedoch der neue GLE und der neue X5. Zu den weiteren Konkurrenten zählen unter anderem der Range Rover und der Audi Q7.

mercedes-gls-2019-960-off4.jpg © Daimler AG

Design und Abmessungen

Doch zurück zum neuen GLS. Dieser lässt seinen zuletzt im Jahr 2015 aufgefrischten Vorgänger ziemlich alt aussehen. Bis zur A-Säule erinnert der auf nun imposante 5,20 Meter Länge (+7,7 cm) und 1,95 Meter Breite (ohne Spiegel, +2,2 cm) gewachsene Offroader an seinen deutlich kürzeren Plattformspender. Wie beim GLE gibt es eine Front mit großem, rundlich gestaltetem Grill inklusive zwei doppelten Querstreben und üppigem Stern. Er wird von flacheren Scheinwerfern flankiert, die auf Wunsch auch mit Multibeam-LED-Technik und „Ultra Range“ Fernlicht (bis zu 650 Meter) mit insgesamt 112 LEDs pro Scheinwerfer erhältlich sind. In der Seitenansicht sorgt der gegenüber dem Vorgänger um 60 mm gewachsene Radstand (3.135 mm) für ausgewogenere Proportionen. Das steil abfallende Heck zeigt, dass beim GLS das Raumangebot eine besonders wichtige Rolle spielt. Lifestyle-Spielereien leistet sich Mercedes bei seinem SUV-Flaggschiff keine. Ausgestellte Radhäuser und eine großzügige Bodenfreiheit dürfen aber - genau wie der vordere und hintere verchromte Unterfahrschutz - dennoch nicht fehlen. Auch von hinten wirkt der GLS imposant. Da die Reflektoren nach unten ausgelagert wurden, konnten die nach wie vor zweigeteilten LED-Rückleuchten flacher gestaltet werden. Eine durchgehende Chromleiste lockert die große Blechfläche zusätzlich auf.

7-sitziges Raumwunder

Aufgrund des längeren Radstands dürfen sich vor allem die Passagiere in der zweiten Reihe über äußerst großzügige Platzverhältnisse freuen. Hier kann man sogar die Beine übereinander schlagen. Möglich macht das die serienmäßig verschiebbare und 60:40 geteilte Fondsitzbank. Zudem gibt es 40:20:40 geteilte Rückenlehnen. Die Sitzverstellungen aller Sitze sind serienmäßig elektrisch. Dies gilt auch für die Easy-Entry-Funktion zum einfacheren Ein- und Ausstieg zu den beiden Einzelsitzen in Reihe drei. Wie im X7 sind die Sitze sechs und sieben keine Notplätze für Kinder. Laut Mercedes kommen hier Personen mit bis 1,94 Meter Körpergröße bequem unter. Zudem gibt es hier erstmals auch eine Sitzheizung sowie separate USB-Anschlüsse. Ist der GLS mit der Fünfzonen-Klimaanlage ausgestattet, befindet sich in der dritten Reihe eine eigene Zone mit Ausströmern im Dachbereich. Wenn statt der Sitzplätze der bis zu 2.400 Liter große Gepäckraum des GLS genutzt werden soll, genügt ein Knopfdruck. Die links und rechts im Laderaum und an der Vorderseite der Radläufe auf der Beifahrerseite im Bereich der C-Säule angebrachten Schalter ermöglichen, die Sitze der hinteren Reihen einzeln flach zu legen. Mit der Taste „ALL“ ist dies auch für alle gleichzeitig möglich. Auf weiteren Tastendruck lässt sich die Ladekante um ca. 50 mm absenken, wodurch das Beladen erleichtert wird.

mercedes-gls-2019-960-off6.jpg © Daimler AG

Fond als Luxus-Lounge

Wer den GLS als Chauffeur-Fahrzeug nutzen möchte, sollte zum optionalen Fond-Komfort-Paket Plus greifen. Dieses beinhaltet ein 7-Zoll-Android-Tablet inklusive Docking Station in der vergrößerten Mittelarmlehne der zweiten Sitzreihe. Das Tablet ermöglicht die Bedienung aller Komfort- und Entertainmentfunktionen des MBUX (siehe unten) von den hinteren Sitzreihen aus, wie den Zugriff auf Radio, TV, Medien, Telefon und Web Browser. Die Funktionen des Sitz-Komfort-Pakets im Fond und der Fünfzonen-Klimaanlage auf den hinteren Plätzen sind ebenfalls damit zu bedienen. Die Mittelkonsole bietet auch noch eine Wireless Charging-Ablage für Smartphones und zusätzliche USB-Schnittstellen. Die Komfort-Kopfstützen mit zusätzlichen Kissen und die nach hinten erweiterte Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen mit Cupholdern zählen ebenfalls zum Paket. Als zusätzliche Option für die zweite Reihe können sogar zwei Einzelkomfortsitze mit Lordose-Massagefunktion und Sitzklimatisierung bestellt werden. Dann fühlt man sich wie in der ersten Klasse im Flugzeug. Darüber hinaus steht für alle Sitzvarianten ein erweitertes Fond-Entertainmentsystem zur Wahl. Es umfasst zwei Touchscreens im 11,6-Zoll-Format, über die man Filme oder Musik genießen oder im Internet surfen kann.

mercedes-gls-2019-960-off5.jpg © Daimler AG

Cockpit

Beim Cockpit gibt es keinerlei Überraschungen. Dieses stammt eigentlich eins zu eins aus dem GLE. Damit ist der GLS ein weiteres Mercedes-Modell, das auf das neue MBUX-System (Mercedes-Benz User Experience) setzt. Zu den Aufwertungen gegenüber der A-Klasse, in der das System debütierte, gehören serienmäßig zwei große Bildschirme im Format 12,3 Zoll (31,2 cm), die für eine Widescreen-Optik nebeneinander angeordnet sind. Die Anzeigen für Kombiinstrument und Media-Display lassen sich auf den hochauflösenden Bildschirmen gut ablesen. Je nach Geschmack kann der Fahrer einen von vier Stilen (Modern Classic, Sport, Progressive und Dezent) auswählen. Laut Mercedes bietet das MBUX im GLS erneut einige Neuerungen. Highlight stellt dabei die Gestensteuerung namens „Interieur Assistent“ dar. Dabei erfasst eine Kamera in der Dachbedieneinheit die Bewegungen der Hände und Arme von Fahrer und Beifahrer. Das System kann die Hand des Fahrers von der des Beifahrers unterscheiden, weiß also, bei wessen Sitz zum Beispiel die Massagefunktion eingestellt werden soll. Hinzu kommen Funktionen, die sich mit Handbewegungen steuern lassen: So lässt sich die Leseleuchte durch Annähern der Hand an den Innenspiegel ein- und ausschalten. Und Fahrer und Beifahrer können je eine persönliche Favoritenfunktion hinterlegen. Zentrales Merkmal von MBUX bleibt jedoch der Sprachassistent mit künstlicher Intelligenz, der mit dem Befehl „Hey Mercedes“ aktiviert wird. Der smarte Helfer versteht natürliche Sprache. Sagt der Fahrer zum Beispiel „Hey Mercedes, mir ist kalt“, wird die Temperatur angepasst. Beim Befehl „Mach das Schiebedach zu“, wird dieses wie von Geisterhand geschlossen. Wem das zu viel an neuer Technik ist, kann die Fahrzeugfunktionen auch über die Lenkradtasten, das Touchpad auf der Mittelkonsole oder den Touchscreen (rechtes Display) bedienen. Für Klimaanlage und Lautstärke gibt es separate Bedienfelder bzw. Knöpfe.

mercedes-gls-2019-960-off.jpg © Daimler AG

Augmented Reality und Assistenzsysteme

Zu den weiteren modernen Features des SUV-Flaggschiffs zählt u. a. die Navigationsdarstellung mit Augmented-Reality-Technologie: Ein Videobild der Umgebung wird dabei um Navigationsinformationen angereichert, zum Beispiel werden Hinweispfeile oder Hausnummern automatisch direkt ins Bild auf dem Media-Display eingeblendet. Ebenfalls verfügbar ist ein Head‑up-Display, das mit toller Grafik und großer Projektionsfläche begeistern soll. Konkret wird ein zirka 45 x 15 Zentimeter großes, vollfarbiges Bild mit fahrrelevanten Informationen (auf Wunsch auch Offroad-Inhalte) in die Frontscheibe eingeblendet. Bei den Assistenzsystemen lässt Mercedes beim GLS natürlich nichts anbrennen. Absolutes Highlight ist dabei der verbesserte aktive Abstandsregel-Tempomat Distronic: Dank Echtzeit-Informationen erkennt er jetzt sogar, wann der Verkehr stockt oder sich staut und bremst automatisch ab. So kann das System das zu schnelle Auffahren auf ein Stauende verhindern. Ein anderer Helfer reiht das Auto auf Wunsch automatisch in die Rettungsgasse ein. Weitere unterstützende Systeme wie teilautonomer Fahrassistent, Spurhalteassistent mit Lenkeingriff, Toter-Winkel-Warner, Querverkehrswarner, Einpark-Automatik, Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Anhängerassistent, Verkehrszeichenerkennung, etc. kennen wir bereits von anderen Modellen der Marke.

mercedes-gls-2019-960-off8.jpg © Daimler AG

Motoren

Auch einige der für den GLS verfügbaren Motoren kennen wir bereits aus anderen großen Mercedes-Modellen. Im SUV-Flaggschiff feiert ein Triebwerk jedoch seine Weltpremiere - und zwar im GLS 580 4Matic. Konkret handelt es sich dabei um einen elektrifizierten V8-Benziner mit 48-Volt-Bordnetz und integriertem Starter-Generator (ISG). Er leistet 489 PS und hat 700 Nm Drehmoment, kurzfristig sind weitere 250 Nm Drehmoment sowie 22 PS Leistung über „EQ Boost" abrufbar. Der ISG übernimmt Hybridfunktionen wie EQ Boost oder Rekuperieren und soll den Normverbrauch auf 9,8 Liter pro 100 km drücken. Für einen derart großen und starken Allradler wäre das ein echter Fabelwert. Als weiteren Benziner bietet Mercedes – nur außerhalb der EU - den GLS 450 4Matic an. Hierbei handelt es sich um einen ebenfalls mit 48-Volt-Technologie elektrifizierten Reihensechszylinder mit 367 PS und 500 Nm Drehmoment, kurzfristig sind auch hier weitere 250 Nm Drehmoment sowie 22 PS Leistung über EQ Boost abrufbar. Die beiden GLS mit Dieselmotor werden vom Reihensechszylinder aus der aktuellen Motorenfamilie (OM 656) angetrieben. Er ist abhängig vom jeweiligen Marktstart in zwei Leistungsstufen verfügbar, als GLS 350 d 4Matic mit 286 PS und 600 Nm und als GLS 400 d 4Matic mit 330 PS und 700 Nm Drehmoment. In beiden Versionen erreicht der Selbstzünder schon jetzt die Euro 6d-Norm (ohne dem Zusatz „Temp“), die erst ab dem 1. Januar 2020 für Neutypen und ein Jahr später für alle Fahrzeuge verbindlich ist. Später wird Mercedes auch noch AMG-Varianten nachreichen. Hier kann man sich motortechnisch am AMG GLE 53 mit 435 PS und am AMG G 63 mit 585 PS orientieren.

mercedes-gls-2019-960-off2.jpg © Daimler AG

Antrieb und Fahrwerk - inkl. Waschstraßenfunktion

Bei allen Varianten des neuen GLS kommt für die Kraftübertragung das 9-Gang-Automatikgetriebe 9G‑Tronic zum Einsatz. Ebenfalls serienmäßig ist ein Verteilergetriebe mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung. Sie ermöglicht eine variable Verschiebung des Antriebsmoments von 0 bis 100 Prozent zwischen den Achsen. Völlig neu und als Option verfügbar ist ein Verteilergetriebe, das speziell für das Fahren auch abseits der Straße ausgelegt wurde. Es besitzt neben der geregelten Lamellenkupplung zusätzlich eine Untersetzungsstufe für den Offroad-Betrieb. Derart gerüstet, schielt der GLS fast schon etwas zur G-Klasse. Für ein komfortables und sicheres Reisen ohne Zusatzkosten sorgt wiederum das weiterentwickelte Luftfedersystem Airmatic mit Adaptiver Dämpferverstellung Plus. Diese passt die Dämpferkennung in Echtzeit an die Fahrbahnbeschaffenheit und die Fahrsituation an. Alle Komponenten wurden laut Mercedes gegenüber der Vorgängergeneration weiterentwickelt und die Lagerung der Radaufhängungen verbessert, um einen möglichst hohen Schwingungskomfort zu erreichen. Außerdem hält die Luftfederung den Wagen unabhängig von der Beladung auf dem gleichen Niveau.

Ein neues, serienmäßiges Feature ist die Waschstraßenfunktion. Das klingt zunächst etwas kurios, dürfte aber gerade bei einem so großen Fahrzeug wie dem GLS sehr nützlich sein. Bei Wahl dieser Funktion fährt die Federung in die höchste Stellung, wobei sich aufgrund der Achsgeometrie die Spurweiten verringern. So fällt die Einfahrt in die Waschstraße leichter, und mögliche Verschmutzungen in den Radkästen (vom letzten Offroad-Einsatz) können zudem besser entfernt werden. Darüber hinaus werden in diesem Modus die Spiegel eingeklappt, die Fenster und das Schiebedach geschlossen, die Information des Regensensors unterdrückt, die Klimaanlage auf Umluft geschaltet und das Frontbild der 360-Grad-Kamera eingeblendet. Beim Ausfahren aus der Waschanlage werden diese Einstellungen selbsttätig wieder zurückgeschaltet, sobald über 20 km/h beschleunigt wird.

Wem das Serienluftfahrwerk nicht reicht, kann zum optionalen Fahrwerk E-Active Body Control greifen, das mit der Airmatic kombiniert ist. Auch das kennen wir bereits aus dem GLE. Als derzeit einziges System auf dem Markt kann es die Feder- und Dämpferkräfte an jedem Rad individuell regeln. Somit wirkt es nicht nur Wank-, sondern auch Nick- und Hubbewegungen entgegen. Weiters gibt es einen Straßenscan-Funktion, die Schlaglöcher und Fahrbahnschäden erkennt und das Fahrwerk bereits vorm Überfahren darauf einstellt, sowie eine „Curve“-Funktion, dank der sich der GLS ähnlich einem Motorrad in die Kurve neigt. Zu den Offroad-Funktionen gehört der Freifahrmodus, bei dem, wenn möglich, das Niveau mehrfach automatisch angehoben und wieder abgesenkt wird. So soll man sich selbst aus einer Sanddüne befreien können, wenn man sich zuvor darin festgefahren hat.

mercedes-gls-2019-960-off7.jpg © Daimler AG

Verfügbarkeit

Die Weltpremiere fiel nicht ohne Grund in New York statt. Denn in den USA sind große SUVs wie der GLS nach wie vor absolute Verkaufsschlager. In unseren Breiten wurde das Image dieser Dickschiffe hingegen stark in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus wird das SUV-Flaggschiff von Mercedes auch im US-Bundesstaat Alabama gebaut. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommt der neue GLS im Sommer auf den Markt. Der Europastart ist für Ende 2019 angekündigt. Bis dahin hat der neue X7 also noch etwas Schonfrist. Die Preise des GLS mit Dieselmotor hat Mercedes bereits verraten: Für den 350 d 4Matic (272 PS) werden mindestens 103.030 Euro fällig, der GLS 400 d 4Matic (330 PS) ist ab 108.230 Euro zu haben. Zum Vergleich: BMW verlangt für das Diesel-Einstiegsmodell des X7 (265 PS) rund 97.000 Euro.

Noch mehr Infos über Mercedes finden Sie in unserem Marken-Channel.

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