Seat verpasst dem Leon ein Facelift

Spanischer Bestseller

Seat verpasst dem Leon ein Facelift

VW-Tochter gönnt ihrem Verkaufsschlager eine umfangreiche Auffrischung.

Nach vier Jahren Bauzeit ist es auch für einen echten Bestseller an der Zeit, sich einer Auffrischung zu unterziehen. Aus diesem Grund verpasst Seat nun der dritten Leon -Generation ein Facelift. Da der spanische Golf- und A3-Bruder nach wie vor alles andere als angestaubt aussieht, fallen die optischen Neuerungen äußerst dezent aus. In Sachen Technik legt die VW-Tochter aber ordentlich nach. Hier bekommt der Leon nun alle neuen Errungenschaften, die die Marke mit dem Start des Kompakt-SUV Ateca eingeführt hat. Von der Überarbeitung profitieren alle drei Karosserievarianten: Drei-, Fünftürer und Kombi (ST).

© Seat
Dreitürer (SC), Fünftürer und ST verfügen über neu designte Heckschürzen.

Design

Optisch werden nur echte Leon-Fans die Unterschiede auf den ersten Blick erkennen können. So wurden die Schürzen (vorne und hinten), der Grill und die Scheinwerfer leicht modifiziert. Da die Nebelleuchten nun etwas weiter außen sitzen, wirkt die Front etwas breiter. Wenn die Voll-LED-Scheinwerfer mit an Bord sind, sehen die LED-Blinker nun äußerst markant aus. Vorne schließt das Nummernschild nun bündig mit dem Mittelteil der Frontschürze ab. Dies hat auch einen speziellen Grund. Der „neue“ Leon verfügt nämlich über deutlich mehr Assistenzsysteme und die dafür benötigte Radar- und Sensortechnik, sitzt im unteren Lufteinlass. Würde das Kennzeichen wie vor dem Facelift weiter runter reichen, würde es das Bauteil verdecken. Am Heck strahlen die Rückleuchten in einer neuen Grafik. Neue Außenfarben und Felgen runden den optischen Auftritt ab. Am Platzangebot und den Abmessungen (Länge von 4,27 bis 4,54 Meter) ändert sich nichts. Hier zählte der Spanier aber ohnehin zu den besten des Segments.

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Ausstattung und Cockpit

Seat bietet den Leon künftig in fünf Ausstattungslinien an. Neu ist die Linie Xcellence, die den Gegenpol zur sportlichen FR-Variante darstellt. Hier stehen nämlich der Komfort und der Luxus im Mittelpunkt. Der Leon Xcellence ist u.a. an Aluminium-Einstiegsleisten inklusive Xcellence-Schriftzug, dem "X" in der Lenkradspange und verchromten Fensterrahmen zu erkennen. Die Linien Reference, Style und Xperience (nur für ST) bleiben im Angebot. Hierzulande wird es auch wieder die beliebten Österreich-Pakete geben, deren Inhalte von der gewählten Ausstattungslinie abhängen. Radio, Klima, elektrische Fensterheber, etc. sind bei allen Modellen mit an Bord. Die Mittelkonsole neigt sich wie bisher leicht in Richtung Fahrer. Hier markiert künftig das optionale und aus dem Ateca bekannte Top-Infotainmentsystem inklusive 8-Zoll-Touchscreen (bisher 6,5 Zoll) das Highlight. Der Größenzuwachs des Displays sorgt auch für eine Reduktion der Bedientasten. Während im aktuellen Modell bis zu acht Tasten und zwei Drehregler rund um den Monitor gruppiert waren, sind es künftig nur mehr zwei Knöpfe und der Lautstärkeregler. Einen CD-Schlitz gibt es gar nicht mehr. Wer seine eigene Musik hören will, muss das via USB-Slot oder Bluetooth machen.

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Das Cockpit wirkt mit dem 8-Zoll-Display (optional) deutlich aufgeräumter.

Connectivity und Assistenzsysteme

Natürlich ist der überarbeitete Leon auch bestens vernetzt. Mit Seat Full Link inklusive Apple CarPlay und Android Auto lassen sich die Smartphone-Inhalte ins Auto holen und kompatible Apps direkt über den großen Touchscreen steuern. Letzterer verfügt nun auch über einen Annäherungssensor, der die Menüs einblendet, sobald man sich mit dem Finger dem Display nähert. Auch das Bild der Rückfahrkamera wird hier angezeigt. Über die sogenannte Phonebox lassen sich kompatible Smartphones induktiv (also kabellos) aufladen. Bei den Assistenzsystemen profitiert der Kompakte ebenfalls vom Ateca. Wie beim Kompakt-SUV sind nun auch für den Leon ein Toter-Winkel-Warner, eine Fußgängererkennung, ein adaptiver Tempomat mit Notbremsfunktion sowie ein Spurhalte- und Parkassistent erhältlich. Höhepunkt ist jedoch der Stauassistent, dank dem der Leon teilautonomes Lenken, Bremsen und Beschleunigen bis zu einem Tempo von 60 km/h beherrscht. Statt einer mechanischen kommt nach dem Facelift eine elektrische Handbremse zum Einsatz. Der Hebel auf dem Mitteltunnel wird durch einen kleinen Knopf ersetzt. Das schafft Platz für weitere Ablagen.

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Neue (LED-)Scheinwerfer und modifizierte Schürze lassen den Leon noch sportlicher wirken.

Motoren

Der facegeliftete Leon wird vom Start weg mit zahlreichen Motoren erhältlich sein. Die Diesel-Palette reicht vom 1,6-Liter mit 90 PS bis zum Zweiliter mit 184 PS, während die vorläufige Benziner-Topmotorisierung 180 PS leistet. Der überarbeitete Leon Cupra 290 wird erst später vorgestellt. Der Einstiegsbenziner leistet 86 PS, die 1,4 TGI-Variante (Erdgas) mit 110 PS bleibt ebenfalls im Angebot. Neu ins Programm kommt der 1,0-Liter-Dreiylinder TSI mit 115 PS, den wir bereits aus dem Ateca, Audi Q2 und A3, VW Golf und Polo sowie Skoda Octavia kennen. Neu im Leon ist auch der 1,6-Liter-Dieselmotor mit 115 PS (bisher 110 PS). Kunden haben zudem die Wahl zwischen Fünf- oder Sechsgang-Handschaltung und dem bekannten Doppelkupplungsgetriebe DSG mit sechs oder sieben Stufen. Auch der Allradantrieb 4Drive mit Haldex-Kupplung der fünften Generation ist für diverse Motoren bestellbar. Hier wird wohl wieder der 150 PS starke 2.0 Liter TDI besonders beliebt sein. Ab Werk bleibt es beim Frontantrieb.

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Verfügbarkeit

Seat wird den „neuen“ Leon Anfang 2017 auf die heimischen Straßen bringen. Spätestens im Februar stehen die überarbeiteten Modelle beim Händler. Preise haben die Spanier noch nicht verraten. Diese dürften aber – trotz verbesserter Technik und besserer Ausstattung – in etwa auf dem Niveau des Vorgängers bleiben.

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