Seat greift mit dem Mii electric an

City-Stromer

Seat greift mit dem Mii electric an

Diese Weltpremiere war nun keine Überraschung. Rund eine Woche nachdem Skoda den Citigo-e iV vorgestellt hat, zeigt nun die spanische Schwestermarke Seat die elektrische Variante des Mii. Diese nutzt ebenfalls den verbesserten Antriebsstrang mit größerer Batterie und bietet damit eine deutlich höhere Reichweite als der Dritte im Bunde, der bereits seit einigen Jahren erhältliche VW e-Up! .

seat-mii-electric-960-off.jpg © Seat

Antrieb

Bevor Mitte 2020 die Serienversion des el-Born, der auf dem modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) aufbaut, auf den Makt kommt, schickt Seat also noch den Mii electric als erstes reines Elektroauto der Marke an den Start. Der 3,56 m lange, 1,64 m breite und 1,48 m hohe Flitzer ist natürlich für den Stadtverkehr geradezu prädestiniert. Sein 61 kW (83 PS) starker Elektromotor liefert ab der ersten Umdrehung ein maximales Drehmoment von 212 Nm. Damit wird der Ampelsprint von 0 auf 50 km/h in 3,9 Sekunden absolviert. Die Höchstgeschwindigkeit wird zugunsten der Reichweite bei 130 km/h abgeregelt.

seat-mii-electric-960-off2.jpg © Seat

Reichweite

Apropos Reichweite. Im Unterboden des Mii electric ist eine 36,8 kWh Batterie verbaut, die eine Reichweite von 260 km (WLTP-Zyklus) ermöglichen soll. An einer Wallbox mit 7,2 kW ist der Akku nach vier Stunden zu 80 Prozent aufgeladen, bei einer Schnellladung mit 40 kW dauert der Ladevorgang nur eine Stunde. Der Kofferraum wird von der Batterie nicht beeinträchtigt. Auch der Mii electric schluckt klassenübliche 250 Liter Gepäck. 

seat-mii-electric-960-off1.jpg © Seat

Design und Ausstattung

Äußerlich wurde der neue Mii electric im Vergleich zum Verbrenner-Modell nur leicht modifiziert: Das vollelektrische Modell ist durch den „electric“-Schriftzug am Heck und „electric“-Stickern an den Seiten sowie durch graue 16-Zoll-Leichtmetallräder zu erkennen. Auch im Innenraum gibt es nur wenige Besonderheiten. Hierzu zählen u.a. ein neu gestaltetes Armaturenbrett, eine Ambientebeleuchtung, beheizte Sportsitze sowie Sportlenkrad, Schaltknauf und Handbremsbezug aus schwarzem Leder. Darüber hinaus ist Stadtflitzer serienmäßig mit dem Spurhalteassistenten ausgestattet.

SEAT_Mii_Electric_960-off1.jpg © Seat

Voll vernetzt

Der Mii electric ist das erste Modell der Marke mit Seat Connect. Dieser Vernetzungsdienst ermöglicht den Fernzugriff auf das Fahrzeug über eine Smartphone-App. Fahrer können dabei das gesamte Fahrzeugmanagement abrufen, indem sie beispielsweise Fahrdaten, Parkpositionen und den Fahrzeugstatus wie etwa Türen und Scheinwerfer überprüfen. Mit Seat Connect lässt sich beispielsweise auch die Klimaanlage fernsteuern, ohne dass hierfür der Motor gestartet werden muss.

SEAT_Mii_Electric_960-off.jpg © Seat

Verfügbarkeit

Die Produktion des Mii electric wird in Bratislava (Slowakei) im vierten Quartal 2019 beginnen, der Marktstart erfolgt zum Jahreswechsel. Der Vorverkauf startet laut Seat im Herbst diesen Jahres. Der elektrische Mii ist in fünf Farben erhältlich: Deep Schwarz, Candy Weiß, Tornado Rot, Costa Blau und Tungsten Silber.

Noch mehr Infos über Seat finden Sie in unserem Marken-Channel.

Elektro-Offensive

Seat steckt - wie alle großen Marken des VW-Konzerns - gerade in einer großen Elektro-Offensive. Für die nächsten Jahre haben die Spanier den Start von sechs Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen angekündigt. Die Elektroversionen des Mii und des el-Born werden die ersten beiden vollelektrischen Fahrzeuge von Seat sein, während die kommende Modellgeneration des Leon, der auf dem Golf VIII basiert und noch heuer startet, und der neue Tarraco als Plug-in-Hybridversionen auf den Markt kommen werden. Zudem werden auch Modelle der mittlerweile eigenständigen Sportmarke Cupra unter Strom gesetzt: Der neue Cupra Leon und der Cupra Formentor kommen ebenfalls in Plug-in-Hybrid-Ausführungen. Ob es auch das unlängst vorgestellte Mikromobilitäts-Showcar Minimó in die Serie schafft, bleibt abzuwarten.

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