Bild: Daimler AG

Sternenkreuzer auf der NYIAS

Weltpremiere der neuen Mercedes R-Klasse

Eine neue Front und moderne Motoren sollen dem schwächelnden Daimler-Schiff Aufschwung verleihen. Optisch hinterlässt die neue R-Klasse einen stimmigeren Eindruck.

Bisher hatte die R-Klasse die hohen Erwartungen der Stuttgarter Daimler-Bosse nicht annähernd erfüllt. Obwohl Mercedes die Verkaufschancen für Europa ohnehin gering einschätzte, hätte der große Benz zumindest in den USA zum Renner werden sollen. Doch selbst den Amis war das Dickschiff zu plump und unförmig gestylt.



Neues Design
Vor allem die Frontpartie musste sich harsche  Kritik gefallen lassen. Sie wurde von den meisten als zu weich für ein so großes Auto angesehen. Mit dem Facelift wurde dieses Manko nun aus dem Weg geräumt. Zwar wirkt die R-Klasse nach wie vor alles andere als harmonisch, an der Front hat sie jedoch deutlich an Kontur gewonnen. Die neuen Scheinwerfer, der überarbeitete Stoßfänger, der neue Grill und die stärker konturierte Motorhaube verleihen dem Crossover einen dynamischeren Auftritt. Ansonsten fielen die Änderungen äußerst dezent aus. Das Facelift sollte möglichst wenig Budget verschlingen, denn von schwarzen Zahlen ist die R-Klasse ohnehin weit entfernt. So beschränken sich die weiteren Änderungen auf neue Rückspiegel, überarbeitete Rückleuchten und einen Heckstoßfänger mit integrierten Auspuffblenden.



Platz und Komfort
Im Innenraum dominieren nach wie vor die Flexibilität und der luxuriöse Anspruch. Auf Wunsch reisen bis zu sieben Personen in großdimensionierten Sitzen. Selbst in der letzten Reihe reicht das Platzangebot für großgewachsene aus. In der Langversion wird das Ganze noch einmal getoppt. Dann passen maximal 2385 Liter Gepäck (Kurzversion: 1950 Liter) in das Riesenbaby, wodurch auch Umzüge kein großes Problem darstellen. Die Ausstattung ist schon in der Basisversion üppig. sicherheitstechnisch ist Mercedes ohnehin immer ganz vorne mit dabei. Auf Wunsch gibt es Goodies wie Luftfederung oder Abstandsregelung (Distronic).



Neue Motoren
Großen Wert legten die Entwickler auf die Umweltverträglichkeit. So sind nun alle Motoren (trotz gesteigerter Leistung) sparsamer und stoßen dadurch weniger CO2 aus. Den Einstieg markiert nach wie vor der R300 CDI mit 190 PS. Er soll nun nur mehr 7,6 Liter auf 100 km verbrauchen. Beim R350 CDI (nur mit Allrad erhältlich) ist die Leistung deutlich gestiegen. So leistet das Aggregat nach der Überarbeitung satte 265 PS (vorher 224 PS) und stemmt ein Drehmoment von 620 Nm auf die Kurbelwelle. Der Sprint auf Landstraßentempo ist nach 7,6 Sekunden absolviert und der Vortrieb endet erst bei 235 km/h. Trotzdem sinkt der Verbrauch laut Mercedes von 9,3 auf 8,5 Liter auf 100 km. Auch die Bluetec-Variante wurde leicht überarbeitet. Sie soll nun 224 statt 211 PS leisten, 8,4 Liter verbrauchen und erfüllt dank Harnstoffeinspritzung (AdBlue) bereits heute, die erst ab 2014 geltende EU6-Norm.

Bei den in unseren Breiten kaum eine Rolle spielenden Benzinern reicht das Spektrum von 231 bis 388 PS. Den goldenen Mittelweg geht der R350 mit 272 PS.

Vorgestellt wird die neue R-Klasse auf der New York Autoshow 2010 (NYAIS). Die Preise dürften auf dem (hohen) Niveau des Vorgängers bleiben.

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