Citroen bringt den Méhari zurück

Als Elektroauto

Citroen bringt den Méhari zurück

Wiederbelebtes Kultmobil setzt auf eine leichte Kunststoffkarosse.

Mit der Studie Cactus M hat Citroën auf der IAA 2015 bereits ein Modell gezeigt, das eine Hommage an den legendären Méhari war. Doch nun gehen die Franzosen einen Schritt weiter und bringen ihr Kultmobil tatsächlich wieder auf den Markt. Und zwar als Elektrofahrzeug mit Kunststoffkarosserie. Das Design des viersitzigen Cabrios ist dabei eine Mischung aus C4 Cactus und der bereits erwähnten Studie. Für Interessenten hat die Sache jedoch einen Haken. Vorerst wird der E-Méhari nur in Frankreich verkauft.

© Citroen

Design
Optisch ist der Newcomer auf den ersten Blick als aktuelles Citroen-Modell zu erkennen. Vorne stechen die zweiteiligen Scheinwerfer sowie der große Doppelwinkel ins Auge. Die schlichte Silhouette wird von den beiden „Überrollbügel“ dominiert. Zudem fallen die erhöhte Bodenfreiheit, die Kotflügelverbreiterungen, der schwarze Unterboden und die robusten Stoßstangen auf. Die vier verfügbaren Karosserielackierungen (Blau, Orange, Gelb und Beige) können mit den beiden Stoffdachfarben Schwarz oder Rot-Orange kombiniert werden. Das Rillen-Muster an den Türen ist laut Citroen ein Augenzwinkern der Designer an den ursprünglichen Méhari und dessen Karosseriegestaltung.

© Citroen


Verdeck und Innenraum
Das abnehmbare Stoffdach ist über ein seitliches Verschlusssystem versenkbar. Je nach Lust und Laune kann der vordere Teil, der hintere Teil, die Seite oder das ganze Fahrzeug verdeckt werden. Vier Personen sollen ausreichende Platzverhältnisse vorfinden. Die Rücksitzbank kann umgelegt werden. Da die Stoffbezüge und Cockpitmaterialien wasserfest sind, kann der E-Méhari außen wie innen mit einem Gartenschlauch gereinigt werden. Ebenfalls simpel, aber praktisch: Das Kunststoffmaterial der warmgeformten Karosserie ist nicht rostanfällig, benötigt keine Lackierungsarbeiten und soll dank seiner Elastizität gegen kleine Stöße widerstandsfähig sein.

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Antrieb und Verfügbarkeit
Beim Antrieb lassen sich die Franzosen noch nicht komplett in die Karten blicken. Einige Infos wurden aber bereits verraten. So ist das rein elektrisch betriebene Fahrzeug mit einer Batterietechnologie der französischen Bolloré-Gruppe ausgestattet. Die LMP-Batterien (Lithium-Metall-Polymer) sollen für eine hohe Reichweite, gute Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit sorgen. In der Stadt soll die Reichwiete bei 200 km liegen, Überland (maximal ist Tempo 110 km/h möglich) halbiert sie sich. Positiv: Die Reichweite soll sich auch bei Kälte und extremer Hitze nicht verändern; negativ: Die Ladezeit ist mit acht Stunden an einer 16A-Steckdose bzw. 13 Stunden an Haushaltssteckdosen (10A) ziemlich lang. Der E-Méhari wird im PSA-Werk in Rennes produziert. Das Fahrzeug wird im 1. Halbjahr 2016 zunächst in Frankreich eingeführt. Preise stehen noch nicht fest.

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