Der neue Bentley Continental GT Speed

Leistungsfähigstes Serienmodell

Das ist der neue Bentley Continental GT Speed

Laut den Briten handelt es sich dabei um das Modell mit der bislang höchsten Leistungsfähigkeit.

Bentley  hat die neue Generation des Continental GT Speed vorgestellt. Das neue Top-Modell  der aktuellen Baureihe  legt im Vergleich zum Vorgänger, der auf den Namen  Continental Supersports  hörte, noch einmal nach. Laut eigenen Angaben handelt es sich sogar um das dynamischste Straßenfahrzeugs in der 101-jähriger Geschichte der traditionsreichen Marke. Das ist für ein gut fünf Meter langes und über 2,3 Tonnen schweres Fahrzeug eine ordentliche Ansage. Doch Bentley hat ordentlich in die Trickkiste gegriffen, um die Grenzen der Physik so weit wie möglich auszureizen.

© Bentley
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Performance

Unter der langen Haube des neuen Continental GT Speed lauert der aus dem normalen W12-Modell bekannte 6,0 Liter Zwölfzylinder. Hier leistet er aber 659 PS – also um 24 PS mehr als in der Standardversion. Das maximale Drehmoment von 900 Nm bleibt unverändert. So gerüstet, katapultiert sich der Allrad-Brite von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden, eine Reduktion von 0,1 Sekunden. Maximal sind 335 km/h drinnen. Motor und Getriebe wurden eigens abgestimmt. Am auffälligsten sei diese neue Kalibrierung im „Sport“-Modus, in dem der doppelt turbogeladene W12 darauf abgestimmt ist, den Motor durch späteres Hochschalten oder früheres Herunterschalten länger im Leistungsband zu halten, so Bentley. Passend dazu erfolgen die Gangwechsel des Achtgang-Doppelkupplungsgetriebes in diesem Modus doppelt so schnell wie beim W12-Standardmodell. Für das Ökogewissen ist auch hier die Zylinderabschaltung, die unter bestimmten Voraussetzungen die Hälfte der zwölf Zylinder des Motors deaktiviert, an Bord. Wer den Gran Turismo gerne „fliegen“ lässt, wird aber trotzdem kaum unter 20 Liter auf 100 km verbrauchen.

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Fahrdynamik

Wie eingangs erwähnt, hat Bentley einen großen Aufwand betrieben, um der schweren Fuhre einen ordentlichen Schuss Fahrdynamik zu verleihen. So wurde für den neuen Continental GT Speed die komplette Fahrwerktechnologie neu abgestimmt und teils sogar neu entwickelt. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die neue elektronische Allradlenkung, das elektronisch gesteuerte Sperrdifferenzial, die aktive 48-Volt-Wankstabilisierung (Dynamic Ride System), die Wankbewegungen im Sportmodus nahezu komplett unterbinden soll, die neu abgestimmte Traktionskontrolle und Drehmomentverteilung, der hecklastig ausgelegte Allradantrieb sowie die elektronische Stabilitätsregelung (ESC), die dem Fahrer größere Freiräume lässt, bevor die Sicherheitssysteme des GT Speed eingreifen. Auf Wunsch ist ESC auch komplett deaktivierbar. Dann sollte man aber besser auf der Rennstrecke unterwegs sein. Hier würde sich dann auch gleich die neu konzipierte Carbon-Keramik-Bremsanlage als optionale Zusatzausstattung anbieten. Diese bietet mit ihren Bremssätteln mit zehn Kolben vorne und vier Kolben an den Hinterrädern nicht nur eine enorme und fadingimmune Bremskraft, sondern spart zudem mehr als 33 kg Gewicht (ungefederte Masse) ein.

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Design

Das ohnehin sportliche Design des Continental GT wurde für den GT Speed noch einmal nachgeschärft. Dennoch kommt das neue Top-Modell keinesfalls prollig daher. Wir würden die Optik als sportlich-elegant bezeichnen, wobei die Sportlichkeit im Vordergrund steht. Die zusätzlichen Karosseriedetails wie die dezente Carbon-Spoilerlippe am Kofferraumdeckel fügen sich jedenfalls nahtlos in die Optik des Standardmodells ein. Der Continental GT Speed wird etwa mit dunkel getönten Grilleinsätzen an Kühler und unterem Stoßfänger sowie auffälliger geformten Seitenschwellern und verchromten Speed-Emblemen am Frontstoßfänger ergänzt. Ein weiteres Erkennungsmerkmal der leistungsfähigsten Continental GT-Version sind die 22-Zoll-Speed-Räder in glänzendem Silber, die auf Wunsch auch mit dunkel getönter oder glänzend schwarzer Oberfläche verfügbar sind. Schmuckversionen für die Deckel von Tankverschluss und Öleinfüllstutzen sind ebenso im Serienumfang enthalten wie beleuchtete Bentley-Einstiegsleisten auf beiden Seiten.

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Innenraum

Im Interieur hebt sich die Speed-Variante ebenfalls etwas ab von den Standard-Varianten. So kombinieren die handverarbeiteten Materialien eine Innenverkleidung und Embleme, die nur für den Speed verfügbar sind. Serienmäßig im GT Speed ist ein Materialmix aus Leder und Alcantara in einer exklusiven Farbkombination, der auch am Lenkrad zu finden ist. Bentleys legendäre doppelte Rautensteppung und die mit dem „Speed“-Schriftzug bestickten Kopfstützen sind ebenfalls in der Serienausstattung enthalten. Auf der Beifahrerseite der Armaturentafel sticht zudem ein Speed-Emblem ins Auge. Doch Bentley wäre nicht Bentley, wenn diese Details auf Wunsch nicht weiter individualisiert werden könnten. Bei einer prall gefüllten Geldbörse sind diesbezüglich kaum Grenzen gesetzt. Das Interieur kann mit einer Auswahl aus 15 primären und elf sekundären Lederfarben weiter individualisiert werden. Zudem kann Leder anstelle von Alcantara für die Speed-Farbkombination gewählt werden. Die Mittelkonsole kann in einer neuen, dunkel getönten Aluminiumoberfläche gestaltet werden. Zudem stehen diverse Walnuss- und Eukalyptus-Furniere (Crown Cut Walnut, Dark Stained Burr Walnut und Dark Fiddleback Eucalyptus) ohne Aufpreis zur Wahl. Drei offenporige Furniersorten (Dark Burr Walnut, Crown Cut Walnut und Koa) sind gegen Aufpreis verfügbar. Am Cockpit-Layout ändert sich nichts. Auch im Continental GT Speed gibt es also das digitale Kombiinstrument und den großen Touchscreen in der Mittelkonsole. Statt Letzterem ist auf Wunsch auch das coole "Rotating Display" erhältlich. Dieses drehbare Highlight zeigt entweder den Touchscreen, das reine Furnier oder drei analoge Anzeigen an.

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Verfügbarkeit

Der neue Continental GT Speed soll im Sommer in den Handel kommen. Preise hat Bentley noch nicht verraten. Hierzulande dürfte es aber knapp unter 300.000 Euro losgehen. Möglicherweise schieben die Briten etwas später auch noch die Speed-Variante des  Continental GT Cabrio  nach.