Das ist der neue Fiat 124 Spider

Auf MX-5-Basis

Das ist der neue Fiat 124 Spider

Dank japanischer Hilfe bringen die Italiener ihren Kult-Roadster zurück.

Eigentlich war ja geplant, dass sich der neue Alfa Spider die Technik mit der neuen Generation des Mazda MX-5 teilt, die bei der Unterzeichnung der Kooperation noch gar nicht am Markt war ( wir berichteten ). Doch im letzten Moment kippte FCA (Fiat Chrysler Automobiles) Chef Sergio Marchionne den Deal. Er war der Überzeugung, dass die Basis für die neue Alfa-Premiumstrategie nicht gut genug sei. Deshalb entschied man sich, die vereinbarte Kooperation einfach mit Fiat umzusetzen. Und wie sich nun zeigt, war das eine tolle Idee. Denn auf der Los Angeles Auto Show 2015 (ab 20. November) feiern die Italiener die Weltpremiere des neuen 124 Spider.  Und dieser nimmt fast 50 Jahre später sogar einige Designelemente seines legendären Vorgängers auf, rutscht aber dennoch nicht zu stark in die Retro-Ecke ab. Dank Heckantrieb und geringem Gewicht, verspricht der Newcomer viel Fahrspaß zum leistbaren Tarif.

© FCA

Design
Optisch hat es Fiat geschafft, einen eigenständigen Look auf die Räder zu stellen. Nur die Seitenansicht verrät, dass der rund vier Meter lange 124 Spider auf dem neuen MX-5 basiert. Denn während der Japaner an Front und Heck betont auf Rundungen setzt, kommt der Italiener deutlich kantiger daher. Vorne stechen beim 124 Spider der Kühlergrill in Hexagonalform, die Power Domes auf der langen Motorhaube sowie die Scheinwerfer mit ihrer markanten Leuchtengrafik ins Auge. Die Seitenlinie weist wie der Mazda schöne Roadster-Proportionen mit kurzen Überhängen und einem knackigen Heck auf. Lediglich die altertümlich anmutende Antenne trübt den schönen Gesamteindruck etwas. Am Heck sorgen die eckig gestalteten LED-Rückleuchten und die Schürze mit integriertem Diffusor für einen sportlichen Abgang. Serienmäßig rollt der neue Spider auf 16-Zöllern vom Hof, in der besseren der beiden Ausstattungslinien sind 17 Zoll Alufelgen Standard. Das manuelle Stoffverdeck mit dem genialen Öffnungs- und Schließmechanismus (ein Handgriff genügt um den Spider in wenigen Sekunden zu entblättern) übernehmen die Italiener ebenfalls vom MX-5.

>>>Nachlesen: Der neue Mazda MX-5 im Test

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Heckantrieb und Turbo-Motor
Gleiches gilt auch für den Heckantrieb. Beim Motor geht Fiat jedoch einen eigenen Weg. Während Mazda seinen offenen Zweisitzer mit zwei Saugbenzinern (130 oder 160 PS) anbietet, pflanzen die Italiener einen 1,4l-Multi-Air-Turbobenziner mit 140 PS unter die Haube. Kein Wunder, dass das Drehmoment  mit 240 Nm deutlich höher ausfällt, als beim japanischen Plattformspender. Für die Kraftübertragung sorgt ein kurz gestuftes 6-Gang-Handschlatgetriebe. Etwas später dürfte Fiat dann noch eine Abarth-Version mit rund 200 PS nachschieben. Spätestens dann dürfte die Post so richtig abgehen.

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Innenraum
Im Cockpit setzt Fiat zwar ebenfalls eigenständige Akzente, diese beziehen sich aber hauptsächlich auf die Materialien und das Lenkrad. Der Rest des Interieurs erinnert stark an den MX-5. Auch das 7-Zoll-Touchscreen-Display mit Digitalradio-Multimedia-Steuerung und Bluetooth-Verbindung kennen wir vom Japaner. Und auch die beheizbaren Sitze, das schlüssellose Zugangssystem sowie das optionale Bose Premium Sound-System mit integrierten Lautsprechern in der Kopfstützen dürften MX-5 Besitzern bekannt vorkommen.

© Fiat

Verfügbarkeit
Um die Rückkehr des legendären Typenschilds gebührend zu feiern, werden 124 Fahrzeuge auch als limitierte Jubiläums-Sonderedition angeboten. Jedes einzelne Fahrzeug wird mit einer nummerierten Erinnerungsplakette versehen und ist in der Lackierung Passione Rot mit schwarzen Ledersitzen erhältlich. In der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) wird der neue Fiat 124 Spider voraussichtlich im Sommer 2016 in den Autohäusern eintreffen. Preise stehen noch nicht fest.

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