Dodge Avenger

Muskelbepackter Racheengel

Dodge hat Europa im Visier: Den Caliber gibt es schon zu kaufen, der Nitro steht in den Startlöchern und nun soll sich der Avenger das Segment der Mittelklasse-Limousinen vornehmen.

Auf dem Pariser Autosalon wird man den Avenger erstmals bestaunen dürfen - wenn auch noch als seriennahe Studie. Dodge legt auf einen kräftig sportlichen Auftritt großen Wert. Damit soll das - aus amerikanischer Sicht - angestaubte Einerlei europäischer Mittelklasse-Limousinen ordentlich aufgemischt werden.



100 Prozent Dodge
Das Design des wuchtigen Avenger wirkt im Vergleich zu europäischen Autos wenig subtil, Dodge lässt aber auch lieber die Muskeln spielen - roh und mächtig. Was man den amerikanischen Herstellern allerdings zugute halten muss, ist, dass sie immer ihren eigenen Design-Stil vertreten. Die Herkunft des Avenger ist daher auch schon auf den ersten Blick offensichtlich. Der Kühlergrill wird durch ein Kreuz geteilt, in dessen Mitte das Widder-Logo prangt. Die Scheinwerfer sind mächtig groß und kantig. Dodge selbst bezeichnet das Outfit des Wagens als knackig-eckig. Fahren kann der Avenger auf silberfarbenen 19-Zoll-Rädern, die über fünf Speichen mit der Radnabe verbunden sind. Das Ganze spielt sich in leicht ausgestellten Radhäusern ab.

Revival der Muscle Cars
Vor allem die Heckpartie mit dem in Wagenfarbe lackierten Heckspoiler erinnert an die wahrscheinlich glorreichste Zeit amerikanischer Automobil-Geschichte - die Zeit der Muscle Cars der 70er Jahre. Die Fahrzeugtechnik hat Dodge allerdings doch lieber aus der Gegenwart bezogen: Der Diffusor am Heck sorgt für geringeren Lucfwiederstand und niedrigeren Spritverbrauch, unter der langen Haube des Mittelklasse-Dodge sorgt ein 2,0-Liter-Turbodiesel für Lärm und Vortrieb. Schon an der Auswahl des Motors ist der Zielmarkt klar ersichtlich - im Benzin-verliebten Amerika haben es Diesel-PKWs (auch wenn sie noch so viel Turbo-PS unter der Haube haben) erfahrungsgemäß viel schwerer, als in Europa.