Ford verpasst dem Focus ein Facelift

Neues Cockpit & weniger Motoren

Ford verpasst dem Focus ein Facelift

Das Kompaktmodell erhält ein frisches Design, ein neues Cockpit und eine reduzierte Motorenpalette. 

Kurz nachdem  Ford  dem  Fiesta ein Facelift  verpasst hat, ist nun der große Bruder an der Reihe. Auch beim  Focus  fällt die Überarbeitung umfassend aus. Neben dem Design stehen ein neues Cockpit mit besserer Konnektivität sowie die Ausdünnung der Antriebspalette im Mittelpunkt. Das Facelift kommt dem  5-Türer  und dem Kombi (Turnier) gleichermaßen zugute. Als Ausstattungslinien stehen Cool&Connect, Titanium,  Active  und ST-Line zur Wahl, die jeweils via "X" und Vignale weiter aufgerüstet werden können. Das sportliche Top-Modell markiert weiterhin der Focus ST.

© Ford Motor Company
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Design

Optisch bleibt der Focus zwar weiterhin auf den ersten Blick als solcher erkennbar, dennoch verhilft das Facelift dem Auto zu einem deutlich frischeren Auftritt. Zentrale Design-Elemente sind dabei der neu gestaltete Grill und die modifizierte Motorhaube. Außerdem wandert die blaue „Ford-Pflaume“ von der vorderen Motorhaubenkante zentral in den oberen Kühlergrill. Die LED-Front-Scheinwerfer mit integrierten Nebelleuchten wirken gestreckter uns setzen auf eine ziemlich markante Lichtsignatur. Ab Titanium verfügen sie über einen abgedunkelten Hintergrund. Auf Wunsch sind sogar Matrix-LED-Scheinwerfer verfügbar. Die besseren Ausstattungslinien zeichnen sich zudem durch spezielle LED-Rücklichter mit einem ebenfalls abgedunkelten Mittelteil aus. Überarbeitete Schürzen, neue Felgendesigns und eine breitere Farbpalette runden den aufgefrischten Look ab.

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Spezielle Merkmale

Wie beim Fiesta unterscheiden sich nun auch beim Focus die verschiedenen Ausstattungslinien stärker voneinander. Als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal dient dabei der Kühlergrill. Die Einstiegsversion Cool & Connect erhält zum Beispiel einen chrom-eingefassten Grill sowie seitliche Lufteinlässe, die aufwärts ausgerichtet sind. Der Titanium hebt sich hiervon durch chrommattierte Querstreben im oberen Kühlergrill ab. Die optische Gestaltung der ST-Line lehnt sich am „echten“ ST (siehe unten) an und setzt auf einen eigenständigen oberen Kühlergrill in Trapezform, der einen schwarzen Wabeneinsatz erhält. Hinzu kommen breitere seitliche Lufteinlässe, ein tieferer unteren Kühlergrill, Schwellerverkleidungen sowie eine Heckschürze mit Diffusor-Element. Beim auf Outdoor-Look getrimmten Active wird wiederum ein robusterer Eindruck vermittelt. Hier gibt es einen Grill mit breiteren Vertikalstreben, dunkle Plastikbeplankungen sowie eine erhöhte Bodenfreiheit.

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Cockpit

Das völlig umgekrempelte Cockpit wird vom 13,2 Zoll (bisher 8 Zoll) großen Touchscreen im Breitbildformat geprägt. Über ihn werden viele Funktionen des Ford SYNC 4-Systems, das bisher nur im Elektro-Crossover  Mustang Mach-E  verfügbar war, gesteuert. Die vierte Generation des Entertainmentsystems inklusive Navigation mit AppLink gehört für alle Ausstattungsversionen außer Cool & Connect zur Serienausstattung. Neben dem Touchscreen und dem Multifunktionslenkrad kann Ford Sync 4 auch per Sprache bedient werden. Dabei soll es Anweisungen verstehen, die in ganzen Sätzen gesprochen werden. Über das FordPass Connect-Modem kann das System auf Fragen und Wünsche des Nutzers reagieren – die Bandbreite reicht vom bordeigenen Entertainment-Angebot über Anrufe und Textnachrichten bis hin zu Funktion der Klimaanlage oder Wetterprognosen entlang der Strecke.

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Das vernetzte Navigationssystem mit Echtzeitinformationen greift auf Daten von TomTom und Garmin zurück. Darüber hinaus werden aktuelle Hinweise auf besondere Wetterereignisse, die unterwegs oder am Zielort auf den Focus-Fahrer lauern könnten, berücksichtigt. Die digitalen Instrumente passen sich an den gewählten Fahrmodus an.

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Vernetzung

Laut Ford soll Sync 4 auch nach Jahren keine Alterserscheinungen aufweisen. Das System werde nämlich laufend via Software-Updates auf dem neuesten Stand gehalten. Dies geschehe „Over The Air“ (OTA) unmerklich im Hintergrund oder zu festgelegten Zeiten. Über die FordPass App stehen weitere vernetzte Services zur Verfügung, die sich per Smartphones aus der Ferne steuern lassen. Hierzu zählt zum Beispiel die Abfrage des Fahrzeugstatus (Tankinhalt / Ölwechselintervall) oder auch das ferngesteuerte Anlassen des Motors bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe. Für einen ruhigen Schlaf soll das SecuriAlert-System sorgen: Es erkennt Versuche, unberechtigt in das Auto einzudringen, und sendet sofort einen Alarm aufs Smartphone.

Video zum Thema: Facelift für den Ford Focus (2021)

 

Antriebe

Das Angebot an Motor-Getriebe-Varianten für den überarbeiteten Focus schließt auch elektrifizierte Antriebe ein. Wichtigste Neuheit dabei: Der EcoBoost Hybrid (48-Volt-Mild Hybrid-Technologie) steht nun auch mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl, und zwar für beide Leistungsstufen (125 PS und 155 PS). Das Triebwerk kombiniert einen 1,0 Liter großen Dreizylinder-Turbobenziner mit einem riemengetriebenen Startergenerator (BISG). Letzterer verwandelt kinetische Energie, die beim Bremsen oder Ausrollen des Autos entsteht, in elektrischen Strom und speichert diesen in einer Lithium-Ionen-Batterie. Im Gegenzug kann der BISG als Antrieb einspringen und den Benzinmotor in der Beschleunigungsphase mit zusätzlichem Drehmoment unterstützen. Als Einstiegsbenziner fungiert dasselbe Triebwerk mit 100 PS ohne Mildhybridsystem.

Für Vielfahrer bietet sich auch weiterhin der EcoBlue-Dieselmotor an. Der 1,5 Liter große Vierzylinder leistet 120 PS, die bislang außerdem verfügbare 2,0-Liter-Variante mit 150 PS ist nicht mehr Bestandteil des Motorenangebots beim Focus. Damit trägt Ford wohl den stark sinkenden Verkaufszahlen von Selbstzündern in der Kompaktklasse Rechnung. Der verbliebene 1,5-Liter-Motor steht mit 6-Gang-Schalt- oder mit 8-Gang-Automatikgetriebe (Wandler) zur Wahl.

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Besonderheiten beim Turnier

Für Kombikäufer hat sich Ford einige spezielle Neuerungen einfallen lassen. So weist der verstellbare Kofferraumboden des Focus Turnier nun in der Mitte eine Falz auf, die ein Zusammenfalten oder auch das einseitige Aufstellen im 90-Grad-Winkel ermöglicht. Auf diese Weise entsteht im bis zu 1.653 Liter großen Kofferraum eine vertikale Trennwand zwischen zwei separaten Bereichen.

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Ein zusätzlich beschichteter Bereich unterhalb des Laderaumbodens ist für den Transport feuchter oder nasser Gegenstände (Werkzeuge, Sportkleidung oder Regenschirme) gedacht. Die wasserabweisende Matte lässt sich zur Reinigung herausnehmen.


Sportmodell ST

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Neben den zivilen Versionen profitiert auch der Focus ST (Turnier) vom Facelift. Bei der Motorisierung gibt es jedoch eine Einschränkung. Das von Ford Performance entwickelte Sportmodell ist nur noch mit dem 2,3-Liter-EcoBoost-Turbo-Benziner erhältlich. Der bislang ebenfalls lieferbare 2,0-Turbodiesel mit 190 PS fliegt aus dem Programm. An der Leistungsschraube wurde nicht gedreht. Der Vierzylinder-Benziner leistet wie bisher 280 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 420 Nm (mit Automatik: 415 Nm) zur Verfügung. Serienmäßig ist ein 6-Gang-Schaltgetriebe verbaut. Auf Wunsch ist der potente Kompakte auch mit einem 7-Gang-Automatikgetriebe (Wandler) erhältlich.

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Optische Erkennungsmerkmale gibt es ebenfalls: Der obere und untere Kühlergrill tragen jeweils einen wabenförmigen Einsatz, hinzu kommen große seitliche Lufteinlässe, spezielle Skirts und ein aerodynamisch optimierter Spoiler sowie ein Heckflügel. Zur Serienausstattung gehören neu gestaltete Alu-Felgen mit 18 Zoll für den ST beziehungsweise mit 19 Zoll für den ST X. Im Innenraum des Focus ST nehmen die vorderen Passagiere auf neu entwickelten Sportsitzen Patz. Sie sind 14-fach verstellbar, davon 12-fach elektrisch und 2-fach manuell (Oberschenkel-Auflage).

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Zu den verfügbaren Performance-Technologien zählen das elektronisch gesteuerte Sperrdifferenzial, das Sportfahrwerk, die direkter abgestimmte Lenkung sowie die optional lieferbare elektronische Dämpferregelung (CCD). Beim Focus ST "X" gehört der zusätzlich auswählbare Fahrmodus "Rennstrecke" mit strafferen Dämpfer-Kennlinien, einem unmittelbareren Ansprechen der Lenkung und des Gaspedals sowie toleranteren Freiheitsgraden des ESC-Systems zur Serienausstattung.


Assistenzsysteme

Die aktuelle Focus-Generation konnte bereits bei ihrer Premiere im Jahr 2018 mit einer ziemlich umfangreichen Liste an Assistenzsystemen aufwarten. Nun kommen einige neue Funktionen hinzu, bestehende wurden erweitert. Dies gilt zum Beispiel für den Toter-Winkel-Assistent mit Querverkehrwarnung inklusive Notbrems-Funktion beim rückwärts Ausparken. Der Toter-Winkel-Assistent kann nun per Lenkeingriff auch aktiv gegensteuern, wenn bei einem Spurwechsel Kollisionsgefahr droht. Der Lokale Gefahrenwarner soll vor einem potenziellen Unfallrisiko auch an Stellen warnen, die für den Fahrer aufgrund einer Kurve oder anderer Sichtbehinderungen noch nicht erkennbar sind. Besonders stolz ist Ford auch auf den Intelligent Drive Assist. Diese teilautomatisierte Fahrer-Assistenz, bestehend aus adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage, Fahrspur-Pilot, Stau-Assistent mit Stop & Go-Funktion und einem Verkehrsschild-Erkennungssystem. Der aktive Park-Assistent Plus mit teilautomatisierter Fahrzeugführung (Ein- und Ausparkfunktion) für die Versionen mit Automatikgetriebe steuert beim Einparken außer der Lenkung auch die Gangwahl sowie das Gas- und Bremspedal.

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Preise

Der „neue“ Focus ist in Österreich ab sofort bestellbar. Sein Einstiegspreis beträgt 23.300 Euro für den 5-Türer beziehungsweise 24.550 Euro für den Turnier (jeweils 100 PS Benziner als Cool & Connect). Der Focus ST ist in zwei Ausstattungsversionen verfügbar: als ST ab 41.650 Euro und als ST X ab 44.850 Euro - jeweils 5-türig mit 6-Gang-Schaltgetriebe.