Günstiger Tivoli greift Mokka und Yeti an

Kleines SUV

Günstiger Tivoli greift Mokka und Yeti an

Ssangyong bringt jetzt einen vielversprechenden Neuling an den Start.

In letzter Zeit spielte der südkoreanische Autobauer Ssangyong in Österreich bei den Zulassungszahlen eine eher untergeordnete Rolle. Lediglich der aktuelle Korando kann einige Verkaufserfolge verbuchen. Modelle wie der Rexton oder der Rodius sind im heimischen Straßenbild nur äußerst selten anzutreffen. Doch ab sofort könnte Ssangyong wieder größere Stückzahlen an den Mann bzw. die Frau bringen. Bei uns kommt jetzt nämlich der neue Tivoli , der in Genf seine Weltpremiere feierte, in den Handel. Da das kleine SUV gut in die Zeit passt, auf moderne Technik setzt und noch dazu äußerst günstig ist, stehen die Erfolgschancen gar nicht mal so schlecht. Gut möglich, dass da potenzielle Käufer eines ähnlich gestrickten Opel Mokka , Mazda CX-3 , Suzuki Vitara oder Skoda Yeti schwach werden.

© Ssangyong

Design
Ssangyong hat den Tivoli mehrheitsfähig designt. Das 4,20 Meter kurze, 1,80 Meter breite und 1,60 Meter hohe Mini-SUV blickt freundlich in die Gegend. Vorne setzen vor allem die großen Scheinwerfer mit integriertem LED-Leuchtenband Akzente. Seitlich stechen die schwarzen A- und B-Säulen, sowie die breite, in Wagenfarbe lackierte C-Säule in die Augen. Die Schokoladenseite des Tivoli ist jedoch das Heck. Hier fügen sich die auffällig designten Rückleuchten gekonnt in die ausgestellten hinteren Radhäuser ein. Alles in allem wirkt der kompakte Koreaner optisch sehr modern und passt mit seiner Größe gut in die Zeit. Acht Außenfarben können mit einem beigen oder schwarzen Innenraum, verschiedenen Stoffen, Textilleder-Stoff- oder Lederpolsterung sowie einem als Sonderausstattung erhältlichen roten Innenraum kombiniert werden. Außerdem gibt es fünf Zwei-Farben-Kombinationen für Karosserie und Dach.

© Ssangyong

Innenraum
Auch  das Interieur muss sich stylingtechnisch nicht vor der Konkurrenz verstecken. Zwar wirken die verbauten Materialien eher robust (es dominiert Hartplastik), dafür ist die Bedienung recht einfach. Das geschwungene Armaturenbrett soll an einen Vogelflügel erinnern. Zylinderförmige Instrumente, ein sportlich gestaltetes Lenkrad und Sitze mit ausgeprägten Seitenwangen sollen etwas Dynamik ins Cockpit bringen. Wie eine Sitzprobe zeigte, finden vier Erwachsene ordentliche Platzverhältnisse vor. Auch der Kofferraum ist mit 423 Litern großzügig dimensioniert und kann durch umlegen der Rücksitze (60:40) erweitert werden.

© Ssangyong

Ausstattung
Der Tivoli ist mit einem MP3-Audiosystem sowie mit einem 7-Zoll-Audiosystem erhältlich. Ein USB/AUX-Anschluss, Bluetooth-Freisprechanlage sowie iPod-Konnektivität (auch für iPhone) sind ebenfalls zu haben. Genau wie eine Einparkhilfe und eine Rückfahrkamera, die an den 7-Zoll-TomTom-Navigationsbildschirm gekoppelt ist. Weitere optionale Highlights sind ein belüfteter Fahrersitz, ein beheiztes Lenkrad, bis zu 18 Zoll große Alufelgen sowie ein großes, elektrisches Schiebedach. In Sachen Sicherheit sind u.a. sieben Airbags (Beifahrer, Seiten- und Kopfairbags sowie Knieairbag für den Fahrer), ESP, Überschlagschutz (ARP), Bremsassistent, Berganfahrassistent sowie Reifendruckkontrollsystem mit an Bord. Moderne Assistenzsysteme sind aber nicht verfügbar.

© Ssangyong

Antrieb
Ssangyong bietet den Tivoli mit zwei Motoren (einen Benziner, einen Diesel) an, die beide die Euro-6-Norm erfüllen und ihre Leistung aus 1,6l-Hubraum schöpfen. Der Saug-Benziner bringt es auf 128 PS und 160 Nm, beim per Turbo aufgeladenen Selbstzünder sind es 115 PS und 300 Nm. Serienmäßig ist ein manuelles Sechsganggetriebe verbaut, optional gibt es eine 6-Stufen-Automatik. Darüber hinaus ist - wie bei den vier oben erwähnten Konkurrenten – auf Wunsch auch ein Allradantrieb erhältlich. Letzterer kann vom Fahrer zugeschaltet werden. Im Normalfall ist der Tivoli stets als Fronttriebler unterwegs.

>>>Nachlesen: Neues Mini-SUV im Opel-Mokka-Format

Verfügbarkeit, Preise und Garantie
Der brandneue Tivoli ist in Österreich ab sofort zu haben. Zunächst jedoch noch mit einem Manko. Zum Marktstart ist nämlich nur der Benziner erhältlich. Dieser kostet als Fronttriebler mindestens 15.990 Euro, die Allradversion ist ab 17.990 Euro zu haben. Ein Blick zur Konkurrenz zeigt, dass es sich dabei um echte Kampfpreise handelt. Dennoch werden die Verkaufszahlen bei uns erst im Herbst anziehen. Dann wird nämlich der Diesel nachgeschoben (hier gibt es noch keine Preise). Positiv: SsangYong bietet den Tivoli in Europa mit einer 5-Jahres-/100.000-Kilometer-Garantie an. So will die Marke wohl Vertrauen bei den Kunden schaffen.