Renegade und Compass mit Plug-in-Hybrid starten

Teilzeitstromer von Jeep

Renegade und Compass mit Plug-in-Hybrid starten

Jeep bietet die elektrifizierten Allradler jeweils in zwei Leistungsstufen an.

Was lange währt, wird endlich gut. Jeep hat schon länger angekündigt, dass der  Compass  und der  Renegade  in naher Zukunft auch  mit Plug-in-Hybridantrieb  verfügbar sein werden. Bis zum Start hat es – auch Corona-bedingt – dann doch etwas länger gedauert. Doch nun hat das Warten für die treue Fangemeinde der zum FCA-Konzern gehörenden Marke endlich ein Ende. Ab Ende Juli 2020 sind Renegade 4xe und Compass 4xe in Österreich verfügbar.

© Jeep / FCA

Jeep verspricht volle Geländegängigkeit

Die ersten Plug-In Hybrid-Modelle von Jeep verfügen über einen Antriebsstrang, der einen elektrischen Allradantrieb ermöglicht. Die E-Maschine sitzt nämlich an der Hinterachse und treibt die hinteren Räder an. Der Benziner ist an seinem klassischen Platz untergebracht und wirkt auf die Vorderräder. Eine mechanische Verbindung (Kardanwelle) gibt es nicht. Laut der Marke leiden die Geländeeigenschaften unter dieser Lösung nicht. Im Gegenteil: Jeep verspricht, dass dieses System die bewährten 4x4 Fähigkeiten auf die nächste Stufe hebt. Ob das auch stimmt, wird ein späterer Test zeigen.

© Jeep / FCA

Zwei Leistungsstufen

Jeep bietet seine Teilzeitstromer in zwei Leistungsstufen an. Der 1,3 Liter große Turbo-Benziner leistet wahlweise 130 PS oder 180 PS, was zusammen mit dem 44 kW (60 PS) starken Elektromotor eine Systemleistung von 140 kW (190 PS) beziehungsweise 177 kW (240 PS) ergibt. Der E-Motor allein erzeugt ein Drehmoment von 250 Newtonmetern, der Verbrennungsmotor 270 Newtonmeter. Wird die im Unterboden verbaute Hochvoltbatterie mit 11,4 kWh Kapazität vor der Fahrt an der Ladesäule, Steckdose oder Wallbox voll aufgeladen, verspricht der Hersteller eine elektrische Reichweite von bis zu 43 Kilometern (WLTP). Der Normverbrauch ist wie bei allen Plug-in-Hybridmodellen unrealistisch. Hier werden die Emissionen mit 53 Gramm CO2 pro Kilometer angegeben. Für österreichische Käufer bedeutet das, dass sie keine NoVA bezahlen müssen. Die Fahrleistungen können sich sehen lassen: Die 4xe-Modelle beschleunigen aus dem Stand in unter acht Sekunden auf 100 km/h, erreichen rein elektrisch eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und im Hybridbetrieb bis zu 200 km/h.

© Jeep / FCA

Spezielle Fahrmodi

Den Fahrern stehen beim Renegade 4xe und Compass 4xe drei Fahrmodi zur Verfügung. Bei Electric sorgt nur der E-Motor für den Vortrieb und ist vor allem für Fahrten im Stadtgebiet gedacht. Im Modus Hybrid arbeiten Verbrenner und E-Maschine automatisch zusammen. So soll für die bestmögliche Effizienz gesorgt sein. E-Save konzentriert sich wiederum auf Schonung und Ladung der Batterie. Damit kann sichergestellt werden, dass nach einer längeren Reise noch genügend Energie in der Batterie vorhanden ist, um die letzten Kilometer in der Stadt rein elektrisch absolvieren zu können. Weitere Funktionen für elektrifiziertes Fahren umfassen den Sportmodus, bei dem Verbrenner und E-Motor für maximale Fahrleistung zusammenarbeiten, E-Coaching für einen Fahrstil mit möglichst effizientem Energiemanagement und Smart Charging, das es erlaubt, den Ladevorgang auf diverse Arten zu organisieren. 

© Jeep / FCA

Smartes Aufladen

Apropos Aufladen: Beide Modelle bieten eine Integration von kompatiblem Smartphone und dem Touchscreen des Uconnect-Systems, um den Ladevorgang entsprechend den Anforderungen des Fahrers zu verwalten. Die Batterie wird entweder während der Fahrt vom Verbrennungsmotor und mittels Rekuperation beim Bremsen geladen oder aber an einer externen, entsprechend geeigneten Steckdose zu Hause mit dem Haushaltsstecker, oder an einer öffentlichen Ladestation mit dem optional erhältlichen Typ 2 Kabel. FCA hat auch eine spezielle „easyWallbox“, die wir bereits vom  elektrischen Fiat 500  kennen, im Angebot. Diese ermöglicht den Anschluss der Batterie an einer normalen Haushaltssteckdose, sorgt für schnelleres Aufladen und bietet Fernsteuerung sowie Lade-Management über eine App. Alternativ steht die erweiterte Connected Wallbox zur Wahl, die Konnektivitäts-Dienste hinzufügt und ferngesteuert werden kann. Mit dem serienmäßigen Ladekabel für die heimische Steckdose und dem auf Wunsch erhältlichen Kabel für öffentliche Ladestationen gibt es eine Ladeleistung von je nach Ladesäule von bis zu drei Kilowatt und einer Ladezeit von 3,5 Stunden. Mit zusätzlicher Hardware ist eine Erhöhung der Ladeleistung auf 7,4 Kilowatt möglich, was die Ladezeit auf unter zwei Stunden reduzieren soll.

© Jeep / FCA

Ausstattung

Sowohl der Renegade 4xe als auch der Compass 4xe stehen jeweils mit drei Ausstattungsvarianten zur Wahl: 'Limited', 'S' und der Gelände-Spezialist 'Trailhawk', alle mit Allradantrieb, einer Systemleistung von je nach Ausstattungsversion 190 PS oder 240 PS und einem neuen Sechsgang-Wandlerautomatik-Getriebe. Zur Serienausstattung gehören ein 7 Zoll großes TFT-Farbdisplay zwischen den Rundinstrumenten, das spezifische Infos zum elektrischen Fahren liefert, wie den Ladezustand der Batterie, die Reichweite im Elektro-, Verbrennungsmotor oder kombinierten Modus und den Fortschritt des Ladevorgangs. Der 8,4 Zoll große Touchscreen des Uconnect-Infotainment-Systems zeigt in den 4xe-Modellen zusätzliche Ansichten für Energiefluss, Fahrhistorie, zur Einstellung der Ladezeiten und zur Verwaltung des eSave-Modus sowie der verschiedenen Ladeeinstellungen. Bei den Konnektivitätsdiensten (Uconnect Services) stehen jene vier Pakete zur Wahl, die wir bereits von den herkömmlichen Verbrennern kennen: My Assistant, My Car, My Remote und My Navigation. Bei den Plug-in-Hybriden werden diese durch My eCharge ergänzt. Ein fix integriertes Navigationssystem ist bei Renegade 4xe und Compass 4xe je nach Ausstattung serienmäßig oder auf Wunsch an Bord.

© Jeep / FCA

Assistenzysteme

Die neuen 4xe-Modelle sind mit diversen Sicherheits- und Assistenzsystemen ausgestattet, unter anderem serienmäßig mit Kollissionswarner, Spurhalte Assistent, Geschwindigkeitsanpassung und Verkehrszeichenerkennung (nur beim Renegade) sowie Einparksensoren. Zu den optional verfügbaren Helfern gehören der Totwinkel-Assistent, eine Rückfahrkamera, der automatische Parkassistent für Längs- und Querparken und schlüsselloses Zugangssystem (Keyless Enter-N-Go). Der Renegade 4xe verfügt außerdem serienmäßig über ein neues Müdigkeitserkennungs-System, das zum ersten Mal in einem Jeep angeboten wird.

© Jeep / FCA

Preise

Die Preise für den Renegade 4xe starten in Österreich bei 42.290 Euro für das Limited Modell mit dem 190 PS starken Antrieb. Der Renegade mit 240 PS wird als Modell S um 44.990 Euro bzw. als Trailhawk um 44.490 Euro angeboten angeboten. Der Compass 4xe startet mit 190 PS als Limited um 46.090 Euro. Für die Modelle mit dem 240 PS starken Motor verlangt Jeep mindestens 48.590 Euro (S) bzw. 48.090 Euro (Trailhawk).