Kia zeigt sein künftiges E-Auto-Design

SUV-Coupé "Futuron"

Kia zeigt sein künftiges E-Auto-Design

Elemente des elektrischen SUV-Coupés sehen wir auch in Serienmodellen.

Kia hat im Rahmen einer Messe in China (China International Import Expo) ein neues Konzeptfahrzeug präsentiert. Dieses hört auf den Namen „Futuron Concept“ und gibt einen Ausblick auf das Design künftiger Elektrofahrzeuge der Marke. Damit ist die Studie das Pendant zum „ Konzept 45 “ des Mutterkonzerns Hyundai. Auch dieses Showcar gab einen Ausblick auf die Optik künftiger E-Modelle.

© Kia

Eigenes Design für Elektroautos

Derzeit setzen die Stromer von Kia auf nahezu dasselbe Design wie ihre Geschwister mit Verbrenner – siehe  e-Niro  oder  e-Soul . Letzteren gibt es in Europa zwar nur mehr mit Elektroantrieb, auf anderen Märkten ist der Soul aber nach wie vor mit Verbrennern zu haben. Beim Futuron ist das anders. Diese Studie grenzt sich klar von aktuellen Kia-Modellen ab. Insgesamt wirkt sie mit ihren klaren Linien und Oberflächen ziemlich puristisch. Dabei steht eine gute Aerodynamik im Mittelpunkt. Denn diese sorgt wiederum für eine größere Reichweite. Beim nicht näher definierten Antrieb setzen die Koreaner auf einen vollelektrischen Allradantrieb, der über vier leistungsstarke Radnabenmotoren bewerkstelligt wird.

Großes SUV-Coupé

Beim Futuron handelt es sich um ein elektrisch angetriebenes SUV-Coupé. Die Karosserie mit 4,85 Metern Länge, 1,55 Metern Höhe und 3,00 Metern Radstand kombiniert eine große Bodenfreiheit mit einer relativ niedrigen Dachlinie. Der lange Radstand, die kurzen Überhänge und das stromlinienförmige Profil sorgen für markante Proportionen. Zum rustikalen Auftritt tragen auch die riesigen Räder bei. Absoluter Hingucker ist jedoch die beleuchtete Charakterlinie, die sich um die gesamte Karosserie zieht. Sie reagiert auf Gesten und Bewegungen außerhalb des Fahrzeugs und stellt damit schon eine Verbindung zum Fahrer her, bevor dieser ins Fahrzeug eingestiegen ist.

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„Tigernase“ wird zum „Tigergesicht“

Das Gesicht des Futuron sollten sich Kia-Fans besonders gut ansehen. Die Studie zeigt nämlich eine Neuinterpretation des „Tigernasen“-Kühlergrills, der seit über einem Jahrzehnt ein Markenzeichen ist. Dessen grundlegendes Gestaltungsprinzip wurde zwar beibehalten, aber die Designer haben es auf die gesamte Fahrzeugfront ausgeweitet und der Studie damit ein „Tigergesicht“ gegeben. Diese neue Frontgestaltung deutet an, wie ein künftiges Erkennungszeichen von Kia-Elektrofahrzeugen aussehen könnte. Das neue Gesicht beinhaltet auch sogenannte „Star Cloud“-Scheinwerfer mit Matrix-LED-Technologie, die an Sternwolken erinnern sollen. Die Rückleuchten sind ebenfalls im „Star Cloud“-Design gehalten. Dadurch zeigt auch das Heck der Studie eine eigenständige Lichtsignatur.

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Innenraum

Der Futuron kann bei Bedarf autonom fahren (Level 4). Das - in Kombination mit dem Radnabenantrieb – ermöglichte den Designern einen hohen Gestaltungsspielraum im Interieur. Die aus flexiblen Materialien kreierten Vordersitze bieten neben der aufrechten Sitzposition auch die Möglichkeit, sich in eine Liegeposition zu begeben. Wenn die autonomen Fahrfunktionen aktiviert werden, bewegen sich die Sitze automatisch in diese Ruheposition und das Lenkrad wird eingefahren. Der Cockpit-Bereich sticht ebenfalls ins Auge. Die grafische Benutzeroberfläche „fließt“ von der Fahrertür zum Lenkrad und umfasst es in Form eines Bogens. Die Instrumenteneinheit, die mit einem ins Lenkrad integrierten Display verbunden ist, geht direkt in den Bildschirm im Zentrum des Armaturenbretts über. Die Benutzeroberfläche wird mit Hilfe künstlicher Intelligenz gesteuert und soll dem Fahrer u.a. Informationen zu den autonomen Fahrfunktionen, zum Antriebsstrang und zur Navigation liefern. Der Rest des Innenraums wirkt aufgeräumt und greift einige Elemente von außen auf. So werden an den Türen die „Star Cloud“-Motive der Scheinwerfer aufgegriffen, die hier Teil einer interaktiven Ambientebeleuchtung sind. Die beweglichen Schuppen dienen zudem als Lüftungsdüsen.

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Fazit

Der Futuron wird so zwar nie in Serie gehen, dennoch ist er für Kia eine extrem wichtige Studie. Mit ihr zeigt der Hersteller, wie seine Elektroautos in Zukunft aussehen werden. Diverse Elemente von Front, Heck und Cockpit werden wir in absehbarer Zeit in ähnlicher Form in Serienmodellen wiederfinden. Diese grenzen sich dann deutlich stärker von den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab, als das bisher der Fall ist.

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