Kia verpasst dem Stonic ein Facelift

Aufgefrischtes Mini-SUV

Kia verpasst dem Stonic ein Facelift

Das Mini-SUV wird vor allem technisch ordentlich aufgerüstet.

Kurz nachdem Kia dem  Rio ein Facelift  verpasst hat, ist nun dessen Crossover-Ableger an der Reihe. Auch der  Stonic  profitiert zum Modelljahr 2021 von der Mildhybrid-Technologie und dem neuen Infotainmentsystem. Darüber hinaus wurde die Optik dezent aufgefrischt und die Ausstattung erweitert.

© Kia

Design

Da sich Mini-SUVs derzeit verkaufen, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, lässt Kia den Karosserieaufbau des Stonic unangetastet. Zu den optischen Neuerungen beim Modelljahr 2021 zählen neu gestaltete LED-Scheinwerfer sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen (beides ausstattungsabhängig). Außerdem finden sich in der Palette der neun Karosseriefarben die neuen Metallic-Lackierungen Perennial Grey und Bathys BLue, und als kontrastierende Dachfarbe ist jetzt auch Most Yellow Metallic erhältlich. Insgesamt stehen bei den Außenfarben 29 Lackierungen zur Wahl, davon 20 Zweifarb-Kombinationen (ausstattungsabhängig). Auch der Innenraum lässt sich dank der Überarbeitung farblich stärker variieren. Während die serienmäßigen Stoffsitze sowie die Lederausstattung (Nachbildung) der Topversion weiterhin in Schwarz gehalten sind, können die Bezüge in Stoff-Leder-Kombination (Nachbildung) jetzt mit grauen, blauen oder gelben Farbakzenten geordert werden. Eine weitere technische Neuerung neben dem größeren Touchscreen ist die neue Instrumenteneinheit mit hochauflösendem 10,7-cm-Display (4,2 Zoll). Bisher war die Anzeige zwischen den Rundinstrumenten nur 8,9 cm bzw. 3.5 Zoll groß.

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Vernetzung

Da jungen Kunden, die der Stonic dezidiert anspricht, eine ordentliche Konnektivität besonders wichtig ist, wurde hier ordentlich nachgelegt. Das neue, serienmäßige Infotainmentsystem verfügt über einen größeren Touchscreen (8 Zoll statt 7 Zoll) und lässt sich über Android Auto und Apple CarPlay nun auch kabellos mit einem kompatiblen Smartphone verbinden. Der Bildschirm lässt sich zudem per Split-Screen-Funktion unterteilen, um verschiedene Funktionen gleichzeitig zu nutzen. Die Modelle mit Navigationssystem (inkl. 7 Jahre Karten-Update) verfügen über die bereits aus anderen Modellen der Marke bekannten Online-Dienste UVO Connect mit dem Service Kia Live und der UVO-App. Ersteres bietet dem Fahrer u.a. Verkehrsinformationen in Echtzeit, Wettervorhersagen, die Suche nach „Points of Interest“, aktuelle Kraftstoffpreise sowie die Anzeige nahegelegener Parkmöglichkeiten inklusive Angaben zu Preisen und verfügbaren Plätzen. Eine Online-Spracherkennung, die den Nutzern ermöglicht, per Sprachbefehl nach Informationen zu suchen oder Textmitteilungen zu verschicken, ist ebenfalls integriert. Mit der UVO-App (gratis für iOS und Android) lassen sich zum Beispiel geplante Routen an das Navigationssystem des Stonic schicken, der Standort des Fahrzeugs ermitteln sowie Fahrzeugberichte und Diagnosemitteilungen abrufen.

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Antrieb

Die überarbeitete Antriebspalette wird eins zu eins vom Rio übernommen. In der Topmotorisierung 1.0 T-GDI 120 (120 PS) setzt der Hersteller nun also auch beim Stonic ein Benzin-Mildhybridsystem ein. Gekoppelt ist die 48-Volt-Technologie dabei mit dem neuen „intelligenten Schaltgetriebe“ (iMT). Optional ist die elektrifizierte Antriebsvariante auch mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) erhältlich. Das Mildhybridsystem mit der Bezeichnung EcoDynamics+ beinhaltet eine 48-Volt-Lithium-Ionen-Polymer-Batterie und einen Startergenerator, der per Riementrieb mit der Kurbelwelle verbunden ist. Der Startergenerator kombiniert die Funktionen eines Elektromotors und einer Lichtmaschine. Beim Beschleunigen unterstützt er den Verbrennungsmotor, beim Abbremsen, Bergabfahren oder Ausrollen dient er zur Stromerzeugung und gewährleistet so eine Energierückgewinnung. Zum niedrigeren Verbrauch des Mildhybriden trägt auch das iMT-Schaltgetriebe bei. Es verfügt über eine elektronisch gesteuerte Kupplung, die sowohl per Pedal als auch durch ein elektronisches Steuergerät betätigt werden kann. Wenn der Fahrer beim Ausrollen vor einer Kreuzung oder in anderen Situationen, in denen der Verbrennungsmotor abgeschaltet werden könnte, den Fuß vom Gas nimmt, entkoppelt das iMT den Motor eigenständig vom Getriebe. Laut Kia werden die kombinierten CO2-Emission der Topmotorisierung um rund neun Prozent reduziert. Gleichzeitig steigt das maximale Drehmoment auf 200 Nm, 16 Prozent mehr als bisher. Der Mildhybrid ist serienmäßig mit der Fahrmodus-Wahl „Drive Mode Select“ ausgestattet (Modi: Eco, Normal, Sport).

Neben der elektrifizierten Version bietet Kia den 1,0 Lier T-GDI-Motor auch noch in einer 100 PS starken Variante an. Diese besitzt nun eine CVVD-Ventilsteuerung (Continuously Variable Valve Duration). Diese Technologie soll für eine deutlich gesteigerte Effizienz sorgen. Das Sieben-Stufen-DCT, das bisher der Topmotorisierung vorbehalten war, wird künftig auch für den 1.0 T-GDI 100 angeboten, dessen serienmäßiges Schaltgetriebe nun sechs Gänge hat (bisher fünf). Ebenfalls überarbeitet hat Kia die dritte Motorisierung des Stonic, den 1,2-Liter-Saugbenziner mit 84 PS. Der Einstiegsmotor wurde unter anderem mit einem Dual-Port-Einspritzsystem ausgestattet.

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Assistenzsysteme

Der Stonic verfügte schon bisher über einige Fahrerassistenzsysteme wie Frontkollisionswarner, aktiven Spurhalteassistenten, Spurwechselassistent, Querverkehrswarner, Müdigkeitswarner und Fernlichtassistent. Zum Modelljahr 2021 kommen je nach Ausführung weitere elektronische Helfer hinzu: bei den Automatikversionen der Stauassistent (LFA), die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-Go-Funktion, ein Totwinkelwarner mit aktivem Lenkeingriff (BCA) und ein Querverkehrswarner hinten inklusive Notbremsfunktion (RCCA). Unabhängig von der Getriebeart gibt es eine Verkehrszeichenerkennung für Geschwindigkeitsbegrenzungen (ISLW). Weiters erkennt der Frontkollisionswarner jetzt auch Radfahrer.

>>>Nachlesen:  Der neue Kia Stonic im Test

Ausstattung

Wie gewohnt ist der Stonic auch nach dem Facelift in Österreich in drei Ausstattungsversionen (Titan, Silber undGold) zu haben. Die Basisversion Titan verfügt u.a. über einen 8 Zoll Touchscreen, Apple Car Play und Android Auto, USB-Anschluss, DAB-Radio mit Lenkradfernbedienung sowie Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Außenspiegel elektrisch verstellbar und beheizt, Klimaanlage, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sowie ein beheiztes Lederlenkrad. Die Ausstattungsversion Silber bietet zusätzlich das autonome Notbremssystem inkl. Fußgänger- und Fahrraderkennung, Dachreling, elektrische Fensterheber hinten, Klimaautomatik, LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, Parksensoren hinten, 16 Zoll Alus, Rückfahrkamera und statisches Kurvenlicht. Bei der Topversion Gold sind außerdem noch ein Navigationssystem, die Telematic-Online-Dienste und Nutzung der UVO Connect App, abgedunkelte Scheiben, selbstabblendender Innenspiegel, Gepäcknetz, Parksensoren vorne und hinten sowie LED-Rückleuchten an Bord.

Zum Marktstart bietet Kia Austria den neuen Stonic auch in einer speziellen 25-Jahre Edition an. Das limitierte Sondermodell wurde anlässlich des 25-Jahres-Jubiäums der koreanischen Marke in Österreich geschaffen. Den Kunden wird dabei ein Preisvorteil von 500 Euro versprochen. Serienmäßig bietet der Stonic in der 25-Jahre Edition unter anderem das 8 Zoll Infotainment, abgedunkelte Scheiben ab 2. Sitzreihe und Heckscheibe, DAB-/RDS-Radio und Lenkradfernbedienung, elektrische Fensterheber, vorne und hinten, Klimaautomatik, LED-Tagfahrlicht, sowie Nebelscheinwerfer, 16 Zoll Leichtmetallräder und die das neue 4,2 Zoll Instrumenten-Display.

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Verfügbarkeit und Preise

Der überarbeitete Stonic ist ab sofort bestellbar. Die ersten Fahrzeuge werden im Oktober in Österreich erwartet. Wie alle Modelle der Marke verfügt auch der kleine Crossover über 7 Jahre Werksgarantie bzw. 150.000 km. Das Einstiegsmodell Stonic Titan 1.25 kostet 17.290 Euro, für die 25-Jahre Edition, die mit der Motorisierung 1.0 T-GDI 100 erhältlich ist, werden 20.790 Euro fällig.