Lamborghini bringt den Huracán Spyder

Stürmischer Sonnenanbeter

Lamborghini bringt den Huracán Spyder

Offene Version des Einstiegsmodells lässt es ordentlich krachen.

Lamborghini trumpft auf der IAA in Frankfurt (Publikumstage von 19. bis 27. September)  mit gleich zwei Weltpremieren auf. Neben dem bereits im Vorfeld angekündigten Aventador Superveloce Roadster wird auch die offene Version des aktuellen Eintiegsmodells präsentiert. Und die Vorstellung des neuen Hurácan Spyder ist auch schlau gewählt, schließlich stellt Hauptkonkurrent Ferrari auf der IAA den 488 Spider vor, der es auf die selbe Zielgruppe abgesehen hat. Die Fußstapfen für den offenen Huracán sind jedenfalls groß, denn sein Vorgänger, der Gallardo Spyder, war der meistverkaufte offene Lamborghini aller Zeiten.

© Lamborghini

Dieses Heck! Für Sportwagenfans ein Anblick zum Niederknien.

Performance
Unterm Blech steckt natürlich die Technik des Coupés . Aufgrund notwendiger Verstärkungen und der Dachkonstruktion bringt der Huracán Spyder aber 120 Kilogramm mehr auf die Waage. Dennoch hat der 5,2-Liter-V10-Saugbenziner mit 610 PS und 560 Nm Drehmoment keinerlei Mühe mit dem offenen, 1.542 Kilogramm schweren Supersportwagen. Dank ausgeklügeltem Allrad und extrem schnellem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe beschleunigt er in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, nach 10,2 Sekunden fällt die 200 km/h-Marke und die Höchstgeschwindigkeit wird mit 324 km/h angegeben. Letztere ist übrigens auch „oben ohne“ erreichbar. Da der offene Huracán um 50 Prozent mehr Abtrieb als sein Vorgänger verfügt, macht auch das Handling einen großen Schritt nach vorne. Dazu tragen auch die ziemlich ausgewogene Gewichtsverteilung von 43:57 (vorne zu hinten) und die serienmäßige Carbon-Keramik-Bremsanlage bei. Der Normverbrauch von 12,3 Litern dürfte die Käufer eher weniger interessieren.

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Selbst geschlossen macht der Huracán Spyder eine gute Figur.

Verdeck und Design
Vom Verdeck kann man das nicht behaupten. Es ist schließlich der Dreh- und Angelpunkt des Huracán Spyder. Lamborghini setzt im Gegensatz zu Ferrari auf eine klassische Stoffmütze. Diese ist in drei Farben erhältlich (Schwarz, Braun oder Rot) und öffnet und schließt sich per Knopfdruck binnen 17 Sekunden. Diese Prozedur ist auch während der Fahrt (bis 50km/h) möglich. Die kleine Heckscheibe ist ebenfalls elektrisch versenkbar und dient somit auch als Windschott. Wird sie bei geschlossenem Dach versenkt, kommt die imposante Soundkulisse auch so nahezu ungefiltert ins Cockpit. Optisch ist auch der Huracán Spyder eine Augenweide. Selbst mit geschlossenem Verdeck macht die flache Flunder eine gute Figur. Hingucker sind die beiden Höcker hinter den Sitzen, die sich bis zum integrierten Heckspoiler zurückzeihen. Der Innenraum wird ebenfalls vom Coupé übernommen. Zu den Highlights zählt eindeutig das frei programmierbare 12,3 Zoll große TFT-Display mit HD-Auflösung. Der Fahrer kann die Funktionen des Displays über die Tasten am Lenkrad steuern. Die Tasten für das Verdeck und die Heckscheibe befinden sich auf
der Konsole des Mitteltunnels, ebenso wie der Startknopf – er liegt wie in einem Militärjet unter einer roten Abdeckklappe. Zudem können sich die Kunden für eine von 17 verfügbaren Lederfarben entscheiden.

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Dieses Cockpit wäre wochl auch in einem Kampfjet nicht fehlplatziert.

Verfügbarkeit und Preis
Der 4,46 Meter lange, fast 2 Meter breite und 1,18 Meter flache Huracán LP 610-4 Spyder – die „610“ weist auf die Leistung und die „4“ auf den Allradantrieb hin – entsteht am Lamborghini-Stammsitz in Sant’Agata Bolognese. Die Auslieferung an die Kunden beginnt im Frühjahr 2016. Der Grundpreis beträgt 186.450 Euro - plus Steuern versteht sich. In Österreich werden also mindestens 285.900 Euro fällig.

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