Huracán Spyder mit Heckantrieb

Neuer Lamborghini

Huracán Spyder mit Heckantrieb

Nach dem Coupé gibt es nun auch die offene Version ohne Allrad. 

Einige Monate nachdem Lamborghini das heckgetriebene Huracán Coupé (LP580-2) vorgestellt hat, folgt nun – im Rahmen der  Los Angeles Auto Show 2016 (Publikumstage ab 18. November) - die offene Variante. Laut den Italienern soll der neue Huracán Spyder mit Heckantrieb (RWD) einen besonders unverfälschten Fahrspaß bieten. Er leistet zwar etwas weniger als die 610 PS starke offene Allradversion, bringt dafür aber auch weniger Gewicht auf die Waage und erlaubt Könnern bei deaktivierten Fahrhilfen einen immensen Fahrspaß. Denn das Driften geht dank Heckantrieb deutlich einfacher von der Hand. Außerdem wird durch die Gewichtsverteilung von 40 zu 60 Prozent (vorne/hinten) das Trägheitsmoment an der Vorderachse im Vergleich zum allradgetriebenen Modell reduziert.  

© Lamborghini

Design und Performance

Optisch fallen die Unterschiede der beiden Varianten zwar gering aus, Markenfans werden sie dennoch auf den ersten Blick erkennen. So wurden wie beim Coupé die Front und das Heck des Huracán Spyder RWD modifiziert. Der geänderte Look ist vor allem durch breite Lufteinlässe vorne geprägt, die Kühlluft und Fahrtwind so leiten, dass der Anpressdruck auf der Vorderachse optimiert wird. Sein 5,2 Liter V10-Saugmotor liefert 580 PS sowie 540 Nm Drehmoment an die Hinterachse. Mit einem Trockengewicht von vergleichsweise geringen 1.509 kg wird ein Leistungsgewicht von 2,6 kg/PS erreicht. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sorgt für schnelle Gangwechsel und umfasst eine Launch Control. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 3,6 Sekunden, bis Tempo 200 vergehen lediglich 10,4 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 319 km/h. Für eine äußerst hohe Fahrdynamik sollen die exklusiv für den Huracán RWD Spyder entwickelten Pirelli P Zero Reifen sorgen, die auf 19-Zoll-Kari-Felgen montiert sind. Speziell geformte Stahlbremsscheiben mit Aluminium-Bremssätteln tragen nicht nur zur Gewichtsreduzierung bei, sondern verbessern auch die Kühlung der Bremsanlage. Wie bei allen Huracán Modellen soll auch hier die Zylinderabschaltung für einen geringeren Verbrauch sorgen. Wenn die volle Motorleistung nicht benötigt wird, werden fünf der zehn Zylinder deaktiviert. Im Normzyklus fließen dennoch 12,1 Liter Super Plus pro 100 km durch die Brennräume.

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Verdeck und Innenraum

Das Softtop kennen wir bereits vom Allrad-Spyder. In 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h lässt es sich elektrisch öffnen und schließen. Beim Öffnen des Daches fahren zwei Finnen aus dem Verdeckfach aus, die die kantigen Linien des offenen Fahrzeugs prägen. Die Finnen setzen an den Sitzlehnen an und führen die Dachlinie bis zum Heck fort. Sie tragen außerdem zur Optimierung des Luftstroms für die Kühlung im Motorraum bei, der beim Spyder durch eine Motorhaube in Lamellendesign abgedeckt ist. Sowohl bei geöffnetem als auch bei geschlossenem Verdeck kann der  Fahrer die Heckscheibe elektrisch öffnen. Das Cockpit ist mit dem neuen Infotainment System II mit hochauflösendem 12,3 Zoll TFT Display ausgestattet, das auch im Plattformbruder Audi R8 Spyder zum Einsatz kommt. Über den „ANIMA“ (Adaptive Network Intelligent Management; ital. für „Seele“) Schalter am Lenkrad kann der Fahrer verschiedene Fahrmodi aktivieren, die speziell auf das heckgetriebene Modell abgestimmt sind. Strada für den Alltagsgebrauch, Sport für sportliches Fahrverhalten und Corsa für maximal traktionsorientierte Leistung - sprich dem Einsatz auf der Rennstrecke.

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Verfügbarkeit

Ab Januar 2017 kann der 4,46 m lange, 1,92 m breite und 1,18 m flache Huracán Spyder mit Heckantrieb bestellt werden. Die Preise liegen laut Lamborghini zwischen den Coupé-Modellen mit Hinterrad- und Allradantrieb.

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