Erster Hybrid-Lambo jetzt auch als Roadster

Sián ohne Dach

Erster Hybrid-Lambo jetzt auch als Roadster

Auch die offene Variante schafft einen Topspeed von über 350 km/h.

Auf der IAA 2019 hat Lamborghini mit dem  Sián  sein erstes Hybrid-Modell vorgestellt. Der auf 63 Stück limitierte Supersportler, mit dem auch  Ferdinand Piech geehrt wurde , war sofort ausverkauft. Nun schießen die Italiener den Sían Roadster nach. Doch auch hier schauen solvente Interessenten durch die Finger. Denn dieses Mal ist die weltweite Auflage auf gerade einmal 19 Stück limitiert. Und diese waren bereits vor der offiziellen Premiere verkauft – zum kolportierten Stückpreis von etwas über drei Millionen Euro.

© Lamborghini

819 PS dank Hybrid-Boost

Wie das Coupé nutzt auch der Sián Roadster den Aventador als Basis. Hier wird jedoch die verstärkte Plattform der offenen Variante genutzt – der Verdeckmechanismus ist mit dem Technikspender komplett identisch. Auch dessen bärenstarker 12-Zylinder-Saugmotor, der hier 785 PS leistet, ist mit an Bord. Er wird von einem in das Getriebe integrierten 48-Volt-Elektromotor mit 34 PS unterstützt. Insgesamt bringt es das Hybridsystem auf eine Gesamtleistung von 819 PS. So gerüstet, beschleunigt die flache Allrad-Flunder in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das sind nur 0,1 Sekunden mehr als beim Coupé. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Lamborghini bei beiden Varianten mit über 350 km/h an. Bei offenem Verdeck dürfte es da ziemlich zugig werden. Dank der verfügbaren Powerboost-Funktion, kann der Fahrer das höhere Drehmoment beim Beschleunigen unmittelbar nutzen. Dies gilt aber nur für Geschwindigkeiten unter 130 km/h, darüber schaltet sich der Elektromotor automatisch ab.

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"Super-Batterie“

Die verbaute Stromspeichertechnologie war bei der Weltpremiere des Sián Coupés ein echtes Novum. Statt einer Lithium-Ionen-Batterie kommt hier ein Superkondensator zum Einsatz. Dieser ist laut Lamborghini dreimal leistungsstärker als eine Batterie mit gleichem Gewicht und dreimal leichter als eine Batterie mit gleicher Leistung. Durch seine Position in der Trennwand zwischen Innenraum und dem Motor sorgt er zudem für eine ideale Gewichtsverteilung. Die aus dem Superkondensator und dem Elektromotor bestehende Elektroanlage wiegt insgesamt nur 34 kg, und bietet damit ein Leistungsgewicht von 1,0 kg/PS. Weiters verfügt der Sián Roadster über ein speziell entwickeltes regeneratives Bremssystem. Dank der symmetrischen Funktionsweise des Superkondensators wird das Stromspeichersystem des Hybrid-Supersportwagens bei jedem Bremsen des Fahrzeugs vollständig geladen.

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Design vom Countach inspiriert

Beim Design orientiert sich der offene Zweisitzer ganz klar an seinem geschlossenen Bruder. Trotz der Nähe zum offenen Aventador S ist auch der Sián Roadster als eigenständiges Fahrzeug identifizierbar. Die Designer haben sich vom legendären Countach inspirieren lassen. Der niedrige Frontbereich mit integriertem Lufteinlässen aus Carbon wird dominiert von den Y-förmigen Scheinwerfern. An der vorderen Haube gibt es wie beim Countach diagonale Linien. In der Seitenansicht gibt es neue Details wie die markanten Finnen (Aerowings) im hinteren Bereich. Die für Lamborghini typische Y-Form ist auch an den Lufteinlässen an den Türen zu erkennen. Das fehlende Dach stört die flüssige und gleichzeitig aggressive Linienführung nicht im Geringsten. Die Motorabdeckung verfügt über Elemente aus Glas und ist zwischen den beiden weit nach hinten auslaufenden Höckern platziert. Am fast monströs gestalteten Heck stechen die sechs hexagonalen, vom Countach inspirierten Rückleuchten ins Auge. Zudem gibt es einen ausfahrbaren Heckflügel. Insgesamt soll das Design für eine hervorragende Aerodynamik sorgen. Das Cockpit bleibt bis auf neue Materialien (extrem hochwertiges Leder) und spezifische Hybrid-Anzeigen im virtuellen Kombiinstrument weitestgehend unangetastet.

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Individuelle Gestaltung

Wie eingangs erwähnt, war der streng limitierte Sián Roadster bereits vor seiner Weltpremiere restlos ausverkauft. Wie viel die treuen Lamborghini-Kunden für ihre Boliden bezahlen müssen, wurde nicht verraten. Laut Insidern sollen es drei Millionen Euro sein. Alle 19 Einheiten werden für den jeweiligen Eigentümer jedenfalls von den beiden Lamborghini-Teams Centro Stile und Ad Personam individuell gestaltet.

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