Maserati wertet den Ghibli auf

Modellpflege

Maserati wertet den Ghibli auf

Rassiger Italiener bekommt zahlreiche Hightech-Features.

Mit der Einführung des Ghibli im Jahr 2013 betrat Maserati erstmals das hart umkämpfte Segment der Premium-Business-Limousinen, wo er sich u.a. gegen Mercedes E-Klasse, Audi A6, BMW 5er oder Jaguar XF behaupten muss. Auch wenn die Verkaufszahlen vor allem gegenüber dem deutschen Trio ziemlich bescheiden ausfallen, sorgte der Ghibli dafür, dass sich sich die Absatzzahlen der Fiat-Tochter binnen weniger Jahre mehr als verfünffachten. Künftig dürfte zwar der Levante zum meistverkauften Modell der Marke aufsteigen, dennoch bleibt die Limousine eine wichtige Säule der Marke. Aus diesem Grund bekommt der Ghibli zum Modelljahr 2017 kommen ergänzende Assistenzsysteme, neue technische Details und zusätzliche Ausstattungslinien. Sein Messedebüt feiert der rassige Italiener auf dem Pariser Autosalon 2016 (bis 16. Oktober)

© Maserati
Optisch lässt der Ghibli die Konkurrenz etwas blass aussehen.

Die großen Änderungen spielen sich innen ab

Da der Ghibli mit seinem eleganten und dennoch sportlichen Design ohnehin zu den Augenweiden im Segment gehört, halten sich die optischen Änderungen in Grenzen. Die Italiener haben lediglich die Außenspiegel verkleinert. Wer will kann die Optik mit Anbauteilen aus Carbon aufwerten. Ein Blick in den Innenraum zeigt, dass sich die Modellpflege vor allem auf das Cockpit konzentriert. Unter anderem wurde die Mittelkonsole grundlegend überarbeitet. Sie bietet nun Platz für einen hochauflösenden 8,4-Zoll-Touchscreen. Das Infotainmentsystem ist kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto. Zudem sind alle Ghibli-Modelle nun mit einem Luftgütesensor ausgestattet. Das System besteht aus einem Sensor und einer Signalverarbeitung, die den Verschmutzungsgrad der Außenluft ermittelt und den Eintritt verunreinigter Luft verhindern soll. Da Kunden dieser Fahrzeugklasse stets die neuste Technik mit an Bord haben wollen, hat Maserati auch das Spektrum an optional verfügbaren Fahrerassistenzsystemen erweitert. Dazu gehören die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop&Go-Funktion, Totwinkelassistent, Spurverlassenswarnung, Kollisionswarner mit erweitertem Bremsassistenten und Notbremsassistent.

© Maserati
Das Infotainmentsystem kann auch über den Dreh- und Drücksteller auf dem Mitteltunnel bedient werden.

Neue Ausstattungspakete

Neben den technischen Verbesserungen zählen beim Facelift vor allem die zwei neuen Ausstattungspakete - Luxus und Sport – zu den Highlights. Sie richten sich an zwei unterschiedliche Zielgruppen und verändern sowohl das Exterieur als auch das Interieur. Zusätzlich sind zwei Carbon-Ausstattungspakete verfügbar - eines für die Karosserie und eines für den Innenraum. Das Luxus-Paket umfasst unter anderem spezielle 19-Zoll-Räder, schwarze Bremssättel, zwölffach einstellbare Komfortsitze mit Memory-Funktion sowie ein Seiden-Interieur von der italienischen Manufaktur Ermenegildo Zegna oder eine besondere Ledervollausstattung. Zum Sport-Paket gehören zum Beispiel polierte 20-Zoll-Räder, rote Bremssättel, adaptive Dämpferregelung und Sportsitze.

Antrieb

Die beiden Benzinversionen Ghibli und Ghibli S sind mit dem 3,0-Liter-V6-Twin-Turbo-Triebwerk mit Benzindirekteinspritzung ausgestattet, das bei Ferrari produziert. Es ist serienmäßig an ein 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF kombiniert gekoppelt und verfügt nun über eine Start&Stopp-Funktion. Als Spitzenmodell leistet der Ghibli S unverändert 410 PS (550 Nm) und ist als Q4 auch mit Allradantrieb erhältlich. Das Top-Triebwerk schiebt die Limousine ordentlich nach vorne (0-100 in 4,8 Sek.; 284 km/h) und weist einen Normverbrauch von 9,7 Liter auf 100 km auf. Ein Leistungsplus von 20 PS kommt ab sofort dem Ghibli zugute. Sein Motor entfaltet nun 350 PS und stellt unverändert ein maximales Drehmoment von 500 Nm zur Verfügung. Der Einstiegsbenziner erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 267 km/h (bisher: 263 km/h) und beschleunigt aus dem Stand in 5,5 Sekunden auf 100 km/h (bisher: 5,6 Sekunden). Den Verbrauch gibt Maserati mit 8,9 Liter auf 100 km an. Der Ghibli Diesel mit 3,0-Liter-V6-Motor erfüllt ebenfalls die Euro-6-Norm. Das 275 PS starke Triebwerk soll im Normzyklus 5,9 Liter auf 100 Kilometer (158g CO2/km) verbrauchen, erreicht eine Spitze von 250 km/h und sprintet in 6,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Verfügbarkeit und Preis

Der überarbeitete Ghibli ist in Österreich ab sofort bestellbar. Los geht es ab 76.699 Euro für das Diesel-Modell.