Skoda zeigt Kompakt-SUV für Indien

Praktischer Crossover

Skoda zeigt Kompakt-SUV für Indien

4,25 Meter langer Crossover ist als günstiges Familienauto geplant.

Skoda präsentiert auf der Auto Expo 2020 (5. bis 12. Februar) die Konzeptstudie Vision IN. Sie gibt einen konkreten Ausblick auf ein neues kompaktes Familien-SUV und nutzt als erstes Modell überhaupt die speziell für den indischen Markt angepasste MQB‑A0-IN-Version des Modularen Querbaukastens (MQB). Obwohl das Auto also speziell für Indien entwickelt wurde, lohnt sich dennoch ein genauerer Blick. Denn die Tschechen haben diesbezüglich eine große Verantwortung. Seit Juni 2018 verantwortet Skoda im Rahmen des Projektes „INDIA 2.0“ federführend die Modelloffensive des gesamten VW-Konzerns auf dem indischen Markt.

© Skoda

Design

Optisch ist der Vision IN sofort als Skoda erkennbar. Die seriennahe Studie könnte auch auf Europas Straßen herumkreuzen, ohne dabei Aufsehen zu erregen. Das Design orientiert sich ganz klar an  KamiqKaroq und Kodiaq. Als Basis kommt erstmals die neue lokalisierte Plattform MQB‑A0‑IN zum Einsatz. Diese ist in der Herstellung günstig, bietet aber dennoch viel Platz, ordentliche Variabilität und moderne Technologien. Die 4.256 Millimeter lange Konzeptstudie verfügt über einen Radstand von 2.671 Millimetern und kurze Überhänge. Die Proportionen wirken äußerst stimmig. In den ausgestellten Radkästen sind 19 Zöller untergebracht, die es wohl kaum in die Serie schaffen werden. Dafür sind die Straßen in Indien einfach zu schlecht ausgebaut. LED-Scheinwerfer und ‑Heckleuchten sowie eine Lichtleiste am Heck runden den stimmigen Auftritt ab.

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Innenraum

Im Innenraum gibt es ebenfalls keine großen Überraschungen. Auch hier wirkt alles so, wie man es von Skoda(-Studien) kennt. Blickfänger ist das frei stehende zentrale Display mit einer Bildschirmdiagonale von 12,3 Zoll. Hinter dem rechts montierten Multifunktionslenkrad gibt es ein konfigurierbares digitales Kombiinstrument (Virtual Cockpit). Wie beim  neuen Octavia  wird das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe per Shift-by-Wire-Technologie gesteuert. Der Schaltknaupf mutiert deshalb zum kleinen Stummel. Im Interieur sind vegane Materialien verbaut. Das Dekor der Instrumententafel ist von der indischen Stoffdrucktechnik Kalamkari inspiriert, bei der mit handgeschnitzten Holzstempeln traditionell gemusterte Stoffe bedruckt werden. Außerdem finden im Interieur Rhabarberleder, ein spezielles Bioleder, sowie Eichenleder und die aus Ananasblättern gewonnene Lederalternative Piñatex Verwendung. Der Dachhimmel besteht aus recycelten Kunststofffasern, die Dekorleisten sind aus echtem Kristall gefertigt.

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Ab 2021 in Serie

Mit der Serienversion der Konzeptstudie will der tschechische Automobilhersteller Anfang 2021 seine SUV-Offensive auf dem rasant wachsenden indischen Markt fortsetzen. Der Vision IN wird von einem 1,5-TSI-Benzinmotor mit 150 PS angetrieben. Dieser Motor könnte auch in der Serienversion für Vortrieb sorgen. Die Preise dürften deutlich unter den europäischen Modellen liegen. Das durchschnittliche Einkommen in Indien steigt zwar kontinuierlich an, hinkt aber den Gehältern in Europa nach wie vor deutlich hinterher.

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