So gut wird das türkische Elektro-SUV
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So gut wird das türkische Elektro-SUV
So gut wird das türkische Elektro-SUV
So gut wird das türkische Elektro-SUV
So gut wird das türkische Elektro-SUV

Prestigeprojekt von Erdogan

So gut wird das türkische Elektro-SUV

E-Crossover der neuen Marke "TOGG" mit bis zu 406 PS und einer Reichweite von 500 Kilometern.

Ende 2019 hat die Türkei angekündigt, in den nächsten Jahren mehr als drei Milliarden Euro in die Entwicklung und den  Bau eines eigenen Elektroautos investieren zu wollen . Jährlich sollen in einer Fabrik in der nordwestlichen Provinz Bursa bis zu 175.000 Fahrzeuge produziert werden. Das Fahrzeug gilt als Prestigeprojekt des vom türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan. Denn der Bau eines eigenen türkischen Elektroautos Autos ist ein langjähriges Ziel von Erdogan und seiner regierenden Partei AKP. Deshalb gibt es auch staatliche Unterstützung und Steuernachlässe.
 
© Anadolu Agency via Getty Images
Erdogan und das erste Modell der neuen Marke TOGG.
 

Marke heißt TOGG

Bei der Ankündigung wurde auch der Markenname des neuen Autobauers verraten. Dieser lautet TOGG und steht für Türkiye'nin Otomobili Girişim Grubu" (Türkische Automobil-Unternehmensgruppe). Wie das erste Elektro-SUV und die weiteren geplanten Modelle heißen werden, steht noch nicht fest. Nun gibt es aber neue Informationen zum Debüt-Modell.
 
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Design

Das Design des Erstlingswerks stammt von der italienischen Design-Schmiede Pininfarina. Kein Wunder, dass das elektrische SUV ziemlich ansprechend aussieht. Der geschlossene Grill erinnert etwas an den ähnlich konzipierten Ford  Mustang Mach-E . Die schmalen Scheinwerfer und das markante Tagfahrlicht sorgen für einen entschlossenen Blick. Die Seitenansicht erinnert an SUV-Modelle von Audi und BMW. Am  gedrungen Heck schimmert beim durchgehenden Leuchtenband der Porsche  Cayenne  etwas durch.  

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Antrieb

Über den Antrieb gibt es ebenfalls erste Informationen. Im Basismodell soll ein 150 kW (203 PS) starker E-Motor die Hinterachse antreiben. Von 0 auf 100 km/h sollen 7,6 Sekunden vergehen. Bei der Allradvariante gesellt sich ein zweiter 150 kW E-Motor hinzu, der die Vorderräder antreibt. Mit einer Systemleistung von 300 kW (406 PS) soll der Standardsprint lediglich 4,8 Sekunden dauern. Die in Aussicht gestellte Reichweite hängt vom gewählten Akkupack ab. TOGG will zwei Batteriegrößen anbieten, die für 300 bzw. 500 Kilometer Reichweite sorgen sollen. Per Schnellladung sollen die Akkus binnen 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen sein.

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Innenraum

Innen dürfen sich die bis zu fünf Passagiere über ein großzügiges Platzangebot freuen. Der kompakten Antriebsbauweise und dem langen Radstand sei Dank. Bei der Technik muss sich das TOGG-SUV vor der Konkurrenz nicht verstecken. Die Cockpitlandschaft wird von drei unter einer durchgehenden Glasabdeckung verbauten Displays geprägt. Dazu zählen auch das virtuelle Kombiinstrument und ein separater Monitor für den Beifahrer. Die nach vorne aufsteigende Mittelkonsole inklusive Dreh/Drücksteller ist ein weiterer Hingucker. Davor ist ein Touchscreen zur Steuerung zentraler Funktionen  installiert. Dank integriertem 5G-Modul gibt es auch Internetzugang, schnelle Software-Updates „over the air“ sowie Car-to-X-Kommunikation. Dank diverser Assistenzsysteme soll das Elektro-SUV teilautonom (Level 2+) fahren können.

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Fazit

TOGG will sein erstes Modell 2022 in den Handel bringen. Zum Preis gibt es noch keine Auskunft. Ob das Fahrzeug ein Erfolg wird, muss sich erst zeigen. Die Technik, das Design und die Ausstattung wirken zwar stimmig, doch in zwei Jahren wird es bereits viele ähnliche Elektro-Crossover von zahlreichen Herstellern geben. Da könnte sich eine völlig neue Marke schwer tun. Das Ziel von 175.000 Einheiten pro Jahr scheint jedoch machbar.

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Viele Autobauer produzieren in der Türkei

Die Türkei ist bereits ein bedeutender Exporteur von Autos nach Europa, die in der Türkei jedoch von großen globalen Herstellern wie Ford, Fiat Chrysler, Renault, Toyota und Hyundai hergestellt werden. Volkswagen hatte im Oktober 2019 eine Entscheidung über den Bau eines Automobilwerks in der Türkei verschoben, da international Kritik an der türkischen Militäroperation in Syrien geäußert wurde.