So kommt der Genesis G90

Luxus-Hyundai

So kommt der Genesis G90

Erstes Modell der neuen Marke ist eine imposante Erscheinung.

Mit dem G90 enthüllt Hyundai gleich das Topmodell seiner neuen Premiummarke Genesis , die erst vor wenigen Wochen ins Leben gerufen wurde. Damit folgen die Koreaner japanischen Marken wie Toyota, Nissan oder Honda, die ebenfalls eigene Luxus-Marken (Lexus, Infiniti und Acura) im Programm haben. Für die neue  Luxuslimousine stellt Genesis gleich ein Technik- und Komfort-Feuerwerk in Aussicht. Weltpremiere feiert der G90 auf der Detroit Motor Show 2016 (ab 17. Jänner), erste konkrete Informationen gibt es schon jetzt.

© Genesis
Bis zur A-Säule erinnert der G90 etwas an den BMW 7er.

Abmessungen und Design
Ein Blick auf die Abmessungen zeigt, dass Hyundai mit seinem jüngsten Spross Konkurrenten wie Mercedes S-Klasse, Lexus LS oder 7er BMW ins Visier nimmt. Von der langen Motorhaube bis zur imposanten Heckpartie wirken die Proportionen des 5.205 mm langen, 1.915 mm breiten und 1.495 mm hohen G90 durchwegs ausgewogen. Kein Wunder, schließlich zeigt sich Peter Schreyer, der auch die jüngsten Hyundai- und Kia-Modelle in Form gebracht hat, für das Design mitverantwortlich. Die Front wirkt äußerst bullig. Über dem großen Grill, der von LED-Scheinwerfern flankiert wird, sitzt das neue Genesis-Logo. Die Silhouette wirkt ähnlich repräsentativ wie bei einer Staatskarosse. Am Heck hat die Designer jedoch etwas der Mut verlassen. Hier hätte man sich etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht. Im Innenraum sollen dank dem 3,16 Meter langen Radstand äußerst großzügige Platzverhältnisse vorherrschen. Zudem versprechen die Koreaner, dass nur feinste Materialien und eine durchdachte Ergonomie zum Einsatz kommen. Und natürlich ist der Newcomer bestens vernetzt und bietet den Fondpassagieren auf Wunsch ein umfangreiches Entertainment-Angebot mit großen Displays in den Rücklehnen der Vordersitze und einer breiten Mittelkonsole inklusive eigener Bedieneinheit.

© Genesis
In diesem Fond hält man es auch einmal etwas länger aus.

Antrieb
Für den standesgemäßen Vortrieb sorgen drei leistungsstarke Benzin-Triebwerke: ein 3,3-Liter Turbo-V6 mit 370 PS, ein 3,8-Liter V6-Saugmotor mit 315 PS und ein V8-Sauger mit 5,0 Liter Hubraum und 425 PS. Die Kraftübertragung an die Hinterräder erfolgt über ein elektronisch gesteuertes Achtstufen-Automatikgetriebe. Optional ist das Allradsystem H-TRAC erhältlich, das in Verbindung mit dem erstmals verfügbaren adaptiven Fahrwerk (Genesis Adaptive Control Suspension) maximale Fahrstabilität bei höchstem Komfort garantieren soll. Damit dieses Versprechen auch eingehalten werden kann, wurde der G90 während der vierjährigen Fahrzeugentwicklung umfangreich auf dem Nürburgring (Nordschleife) und im US-amerikanischen Testcenter in der Mojave Wüste erprobt.

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Die Kraft wird stets über eine Achtgang-Automatik verwaltet.

Technische Highlights
Wer bei den Großen mitspielen will, muss auch in Sachen Technik einige schwere Geschütze auffahren. Das wissen natürlich auch die Koreaner und setzen deshalb gleich einmal einen zentralen Schwerpunkt auf den aktuellen Branchentrend autonomes Fahren. So beinhaltet das Assistenzpaket „Genesis Smart Sense“ einen Autobahn-Assistent, der die Limousine bis zu einer gewissen Geschwindigkeit nahezu selbstständig durch den Verkehr steuert, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage sowie einen Spurhalte-Assistent. Darüber hinaus soll das klinisch geprüfte „Smart Posture Caring“ System (SPC) durch die automatische Einstellung von Fahrersitz, Lenkrad, Außenspiegeln und Head-up Display eine optimale Sitzhaltung des Fahrers unterstützen. Ein besonderes Augenmerk legte das Entwicklungsteam (800 Ingenieure) zudem auf eine Verringerung von Geräuschen und Vibrationen. Laut Genesis gehört der G90 in Sachen Fahrkultur zu den besten Fahrzeugen seiner Klasse. Für viele Käufer von Luxuslimousinen ist das ein entscheidender Kaufgrund.

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Verfügbarkeit
Der Genesis G90 wird ab 2016 in Korea, den USA, China, Russland sowie in Staaten des Nahen Ostens erhältlich sein. In den kommenden fünf Jahren sind weitere fünf Modelle der neuen Luxusmarke geplant. In Europa ist eine Markteinführung der Genesis Modellreihe zunächst nicht vorgesehen. Hier eifert Hyundai also nicht Toyota oder Nissan nach, die ihre Lexus- und Infiniti-Modelle auch in der "alten Welt" verkaufen, sondern nimmt sich Honda als Vorbild. Acura-Modelle kann man bei uns nämlich offiziell auch nicht kaufen.

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