Toyota bringt den neuen Aygo X an den Start

City-Flitzer mit Outdoor-Trimm

Toyota bringt den neuen Aygo X an den Start

Japaner halten im Gegensatz zu Stellantis an ihrem Kleinstwagen fest und verpassen ihm einen angesagten Crossover-Look.

Der  aktuelle Aygo  ist einer Kooperation mit dem französischen Ableger des  Stellantis -Konzerns (Fusion von PSA und FAC) entsprungen. Doch während es von den baugleichen Brüdern, Citroen C1 und Peugeot 108, keine Nachfolger geben wird, hält  Toyota  an seinem Kleinstwagen fest. Beim völlig neuen Aygo X handelt es sich also um eine Eigenentwicklung. Um die Kosten dennoch im Rahmen zu halten, basiert er auf einer verkürzten Plattform des  aktuellen Yaris . Zudem "klaut" er sich einige optische Details vom brandneuen  Yaris Cross .

© Toyota
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Optisch nah an der Studie

Überraschend kam die Vorstellung nicht. Schließlich hat Toyota im Frühjahr mit der seriennahen Studie  Aygo X Prologue  bereits einen konkreten Ausblick auf den neuen City-Flitzer gegeben. Wie sich nun zeigt, sieht der neue Aygo X fast genauso aus wie das Showcar. Da die Abmessungen nur minimal wachsen, bleibt das Auto ein klassischer Kleinstwagen. Konkret ist der Aygo X 3,70 m lang (+2,35 cm), 1,74 m breit (+1,25 cm), 1,51 m hoch (+5 cm) und verfügt über einen neun Zentimeter längeren Radstand. Das selbstbewusste Design kommt vor allem durch die Crossover-Merkmale zum Ausdruck. Mit seiner erhöhten Bodenfreiheit und den 18 Zoll Rädern (Serie) wird der City-Flitzer auch von höheren Bordsteinkanten nicht gebremst. Gleichzeitig sorgen diese Zutaten für eine erhöhte Sitzposition und somit für eine bessere Übersicht. Auch das wissen Fahrer, die oft in der Innenstadt unterwegs sind, zu schätzen. Während die Studie noch auf Kameras statt Außenspiegel setzte, ist das beim Serienmodell nicht der Fall. Das würde den Kostenrahmen wohl sprengen. Viel wichtiger ist aber ohnehin, dass der Kofferraum um 60 Liter auf 231 Liter gewachsen ist. Legt man die beiden Rücksitzlehnen um (829 Liter), geht sich sogar ein großer Wochenendeinkauf aus.

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An der Front stechen die weit nach hinten gezogenen Scheinwerfer, deren unteres Lichtband in die Karosserie hineinreicht, ins Auge. Der darunter liegende Hexagonal-Kühlergrill wird von runden Nebelscheinwerfern flankiert. In der Seitenansicht setzen die Designer auf kurze Überhänge und ein keilförmiges Profil mit zum Heck hin leicht abfallendem Dach. Einen Kontrast zur übrigen Karosserie bilden die in Schwarz gehaltenen Radkästen, A- und C-Säulen sowie die Heckschürze. Apropos Heck: Hier finden sich bis zum Dachkantenspoiler reichende Rückleuchten, die eine Brücke zum aktuellen Aygo schlagen. Wie vorne findet sich auch hinten ein angedeuteter Unterfahrschutz.

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Cockpit und Ausstattung

Innen ist der Aygo X eindeutig auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten. Der weit oben in der Mittelkonsole integrierte Touchscreen hat eine Diagonale von 9 Zoll. Über ihn wird das Infotainment-System gesteuert, das eine volle Smartphone-Integration (Android Auto und Apple Carplay) bietet. Wer will, kann sich über die Toyota eigene App MyT aus der Ferne am Smartphone Daten wie den Standort des Fahrzeugs oder den Tankinhalt anzeigen lassen. Softwareupdates können drahtlos "Over the Air" (OTA) eingespielt werden. Optional bieten die Japaner eine JBL-Soundanlage mit 300-Watt-Verstärker, vier Lautsprechern und einem Subwoofer im Kofferraum an. Frischluftfans kommen mit dem optionalen elektrisch öffnenden Stoff-Faltdach auf ihre Kosten.

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Antrieb

Wie im Vorgänger gibt es wieder nur einen Motor. Der 1.0 Liter Dreizylinder ist serienmäßig an ein manuelles 5-Gang-Getriebe gekoppelt, auf Wunsch bietet Toyota auch ein stufenloses CVT-Getriebe an. Der 72 PS starke Saugbenziner bietet ein maximales Drehmoment von 93 Nm und beschleunigt den Aygo X in 15,5 (CVT) bzw. 15,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und weiter zu einer Höchstgeschwindigkeit von 151 (CVT) bzw. 158 km/h. Den Normverbrauch geben die Japaner mit 4,9 (CVT) bzw. 4,7 Liter auf 100 Kilometer an. 

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Assistenzsysteme

Toyota schreibt beim Kleinstwagen die Sicherheit groß. So verfügt der Aygo X vorne über eine Kamera und ein Millimeterwellen-Radar, mit dem er ständig sein Umfeld überwacht. Die Fußgängererkennung funktioniert nun bei Tag und Nacht, Radfahrer werden "nur" am Tag erkannt. Laut den Japanern funktioniert das Pre-Crash-System jetzt auch bei höheren Geschwindigkeiten. Verfügbare Helfer wie adaptiver Abstandstempomat, Spurhalte-Assistent sowie Notfall-Lenkassistent runden das vorbildliche Angebot an Assistenzsystemen ab. 

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Fazit und Verfügbarkeit

Zunächst muss man Toyota einmal dafür danken, dass der Hersteller am Kleinstwagensegment festhält. Denn aufgrund der immer strenger werdenden Abgasvorschriften sind diese eigentlich umweltfreundlichen Autos kaum noch kostendeckend herzustellen. Deshalb ziehen sich immer mehr Hersteller aus diesem Segment zurück. Die Kunden bleiben dabei auf der Strecke. Mit dem neuen Aygo X bekommen sie weiterhin ein attraktives Angebot. Wenn jetzt noch der Preis passt, dürfte einem Erfolg nichts im Wege stehen. Wir rechnen mit einem Einstiegstarif von rund 15.000 Euro. Die Markteinführung erfolgt im Mai/Juni 2022. Zum Marktstart gibt es neben den herkömmlichen Varianten ein besonders gut ausgestattetes Limited-Modell, das ab sofort reserviert werden kann und mindestens 19.990 Euro kostet.

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