E-SUV-Flaggschiff: VW greift mit dem ID.6 an

Stromer im Touareg-Format

E-SUV-Flaggschiff: VW greift mit dem ID.6 an

Der große Bruder des ID.4 bietet (noch) mehr Platz als der Touareg.

VW  vollzieht den nächsten Schritt bei  seiner Elektroauto-Offensive . Nach  ID.3  und  ID.4  wurde nun das dritte Serienmodell, das auf dem modularen Elektrobaukasten (MEB) basiert, enthüllt. Und der Ort der Weltpremiere des ID.6 ist kein Zufall. Das neue Elektro-SUV-Flaggschiff wurde nämlich auf der Auto Shanghai 2021 (Publikumstage: 21. bis 28. April) präsentiert. Zunächst wird es auch nur in China verkauft. Später könnte der ID.6 aber auch auf anderen Märkten starten. Ob der große Stromer auch nach Europa kommt, bleibt abzuwarten.

© Vokswagen
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Abmessungen und Design

Am Beispiel des ID.6 zeigt sich gut, wie variabel der MEB ist. Während der ID.3 keine 4,30 Meter misst, bringt es der ID.6 auf eine Länge von 4,88 Metern. Der ID.4 reiht sich – genau wie der Audi  Q4 e-tron  und der Skoda  Enyaq  - mit rund 4,60 Meter dazwischen ein. Das neue Elektro-SUV-Flaggschiff spielt größentechnisch in einer Liga mit dem  Touareg , bietet aufgrund der platzsparenden E-Plattform aber deutlich mehr Platz. So haben selbst in der dritten Sitzreihe, die den ID.6 zum Siebensitzer macht, große Personen Platz. Optisch ist der Newcomer sofort als Mitglied der ID.-Familie erkennbar. Vorne gibt es einen geschlossenen Grill, große Scheinwerfer, die von einem LED-Tagfahrlicht miteinander verbunden werden, sowie eine Schürze mit markantem Gittereinsatz. Seitlich wird die schiere Größe gut kaschiert. So wird der großflächige Look von kurzen Überhängen, stark ausgestellten hinteren Radhäusern, einen etwas in die Höhe gezogenen Schweller und der leicht nach hinten abfallenden Dachlinie entschärft. Am Heck gibt es wie bei den anderen ID-Modellen ein durchgehendes Leuchtenband, schmale Rückleuchten sowie einen markanten Dachkantenspoiler.

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Cockpit und Bedienung

Das Cockpit ähnelt einer Kreuzung aus jenem des Enyaq und des ID.4. Auch der ID.6 kommt ohne physische Tasten und Schalter aus. Das Bedienkonzept stützt sich auf einen Touchscreen mit 12 Zoll Diagonale und auf die Sprachbedienung, die mit dem Kennwort „Hallo ID.“ aktiviert wird. Das sogenannte ID. Light kennen wir bereits aus ID.3 und ID.4. Dieses schmale Lichtband unter der Windschutzscheibe unterstützt den Fahrer über verschiedenfarbige Hinweise. Optional gibt es ein Augmented-Reality-Head-Up-Display, das einige Anzeigen wie Abbiegepfeile direkt auf die Straße projiziert. Moderne Assistenzsysteme wie der Travel Assist, der teilautonomes Fahren ermöglicht, sind ebenfalls verfügbar.

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Antrieb

Beim Antrieb schöpft VW bei der China-Version aus dem Vollen. Die zwei im Reich der Mitte angebotenen Batterien haben einen Netto-Energieinhalt von 58 kWh bzw. 77 kWh und erlauben zwischen 436 und 588 km Reichweite (China-NEDC). Die E-Maschinen leisten in der Allradversion (4Motion) stolze 225 kW (305 PS). So gerüstet, beschleunigt der ID.6 von 0 auf 100 km/h in 6,6 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit wird zugunsten der Reichweite bei 160 km/h abgeregelt.

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Produktion in China

Der ID.6 wird in den beiden Werken Anting und Foshang in China gebaut und in seinen zwei Varianten (ID.6 CROZZ und ID.6 X) ausschließlich auf dem chinesischen Markt verkauft. Mit dem Newcomer rückt VW seinem Elektroautoziel wieder einen Schritt näher. Der Hersteller will erreichen, dass bis 2030 mindestens 70 Prozent seines Absatzes in Europa elektrisch fahren wird; in Nordamerika und China mindestens 50 Prozent.

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