Neue Sparmeister

VW stellt Eco Up! und Polo BlueGT vor

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Dank Zylinder-Abschaltung soll der 140 PS Polo nur 4,7l Super auf 100 km brauchen.

Volkswagen zeigt am Genfer Autosalon 2012 (Publikumstage von 8. bis 18. März) neben der TDI-Plug-in-Hybrid-Studie Cross Coupé , dem Golf GTI Cabrio und der fünftürigen Version des Up! zwei weitere interessante Premieren. Dabei handelt es sich zwar um keine neuen Modelle, jedoch um Serien-Technologien, die den Verbrauch der Autos deutlich reduzieren. Konkret geht es um den Polo BlueGT und der Serienversion des Eco Up!.

VW stellt Eco Up! und Polo BlueGT vor
© Volkswagen

Der Polo BlueGT gibt sich optisch dynamisch.

Zylinder-Abschaltung beim Polo
Dynamik und Sparsamkeit soll der neue Polo BlueGT auf einen Nenner bringen. Um das zu erreichen, haben sich die Entwickler etwas Besonderes ausgedacht. Das technische Highlight des Kleinwagens ist die erstmals in einem VW eingesetzte Zylinder-Abschaltung „ACT“. Zum Einsatz kommt das System mit dem neuen 1.4-Liter-TSI. Der aufgeladene Motor bietet eine Leistung von 140 PS, verbraucht im Normzyklus aber durchschnittlich nur 4,7 l/100 km (108 g/km CO2). Mit dem optionalen 7-Gang-DSG (Doppelkupplungsgetriebe) reduziert sich der Verbrauch auf 4,5 l/100 km – wohlgemerkt Benzin, nicht Diesel (105 g/km CO2). Gleichzeitig sind die Fahrleistungen beachtlich. Das Auto beschleunigt in 7,9 Sekunden auf 100 km/h. Schluss ist erst bei 210 km/h. Auf den Markt kommen wird der Neue bereits im Sommer 2012. Der Motor kommt in Zukunft im gesamten Konzern zum Einsatz. Im neuen Audi A3 und A1 Sportback wurde er bereits vorgestellt.

So funktioniert das aktive Zylindermanagement (ACT)
Durch die temporäre Stilllegung des zweiten und dritten Zylinders unter niedrigen und mittleren Lastzuständen sinkt der Verbrauch im EU-Fahrzyklus um zirka 0,4 l/100 km. Bei konstanter Fahrt mit 50 km/h im dritten oder vierten Gang ergibt sich laut VW eine Verbrauchseinsparung von bis zu einem Liter auf 100 Kilometern. Bei der Laufkultur sollen im Zweizylinder-Modus keine Abstriche gemacht werden müssen.

VW stellt Eco Up! und Polo BlueGT vor
© Volkswagen

Im Cockpit wird angezeigt, wann der 2-Zylnder-Modus aktiv ist.

Erkennungsmerkmale
Optisch ist der Polo BlueGT ebenfalls zu erkennen. So weist die neue Variante sowohl im Ex- als auch Interieur eigene Spezifikationen auf. Außen sind es unter anderem 17-Zoll-Alufelgen, ein Dachkantenspoiler, modifizierte Stoßfänger (hinten mit Diffusor), Seitenschweller und eine Tieferlegung um 15 mm. Innen gibt es eine erweiterte Multifunktionsanzeige (ACT-Hinweis und Reifendruck), eine Geschwindigkeitsregelanlage und Sportsitze.

Eco Up! mit Erdgas-Antrieb
Einen noch geringeren CO2-Ausstoß bietet die Serienversion des Eco Up! (Bild ganz oben). Dank des Treibstoffes Erdgas und der serienmäßigen BlueMotion Technology (u.a. Start-Stopp-System und Rekuperation) setzt der 3,54 Meter kurze Stadtflitzer mit 79 g/km tatsächlich einen Bestwert im Bereich der CO2-Emissionen. Gleiches gilt für den Durchschnittsverbrauch der mit 2,9 kg/100 km Erdgas (CNG = Compressed Natural Gas) angegeben wird.

Motordaten und Fahrleistungen
VW nutzt auch für den Eco Up! den neu entwickelten 1,0-Liter-Dreizylinder. Als Erdgas-Version leistet er 68 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 90 Nm. So motorisiert, beschleunigt er in gemütlichen 15,8 Sekunden auf 100 km/h. Höchstgeschwindigkeit: 168 km/h. Gespeichert wird das Erdgas in zwei Unterflurtanks (Gesamtvolumen: 72 Liter / 11 kg CNG) im Bereich der Hinterachse. Der erste Tank befindet sich zusammen mit einem 10-Liter-Benzin-Reservetank vor der Achse; der zweite Tank nutzt den Raum der Reserveradmulde. Platz für ein Reserverad gibt es also nicht mehr. Der restliche Kofferraum (ca. 250 bis 950 Liter) bleibt jedoch uneingeschränkt erhalten.

Noch mehr Infos über VW finden Sie in unserem Marken-Channel.

Fotos vom VW Cross Coupé

Fotos vom VW Cross Coupé in Genf 2012

Tiguan Interessenten sollten sich dieses Gesicht schon einmal einprägen. Denn diese Front wird die kommende Generation des Bestsellers zieren.

In der Studie kommt ein Turbodiesel-Direkteinspritzer (TDI) zum Einsatz, dem wiederum zwei Elektromotoren unter die Arme greifen. Die Systemleistung liegt bei 306 PS, was für eine Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h reicht.

Im Innenraunm geht es ziemlich sportlich und übersichtlich zu. Das Cockpit könnte durchaus in Serie gehen.

Fotos vom VW Polo

Der Polo ist in Österreich ein echter Bestseller. Sein schnörkelloses...

...Design kommt bei den Käufern gut an. Hinzu kommt die tolle Qualität, die vor allem...

...im übersichtlichen Cockpit zum Tragen kommt.

Fotos vom Test des VW Up!

Von vorne wirkt das Auto sehr sympathisch. Hier haben die Designer Stilelemente von Beetle und Golf gekonnt kombiniert.

Seitlich fallen die extrem kurzen Überhänge auf. Sie und der lange Radstand verhelfen dem 3,54 Meter kurzen Up! zum besten Raumangebot seiner Klasse.

Am Heck konnten aber auch die VW-Designer nicht zaubern, dieses wirkt vergleichsweise schlicht.

Der erweiterbare Kofferraum schluckt bei Vollbesetzung 251 Liter. Leider erschwert die hohe Ladekante die Beladung,...

...dafür funktioniert das Umklappen der Rücklehnen spielend einfach.

Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, gefällt mit solider Verarbeitung. Alle im Sichtfeld verbauten Materialien wirken zudem recht hochwertig.

Die serienmäßige Notbremsfunktion „City Brake“ basiert auf einem radargesteuerten System und leitet im Geschwindigkeitsbereich von 5 bis 30 km/h im Notfall eine Vollbremsung ein. Bei den Tests funktionierte das System immer einwandfrei.

Fotos vom neuen Audi A3 in Genf 2012

Der A3 ist nach wie vor auf den ersten Blick als solcher zu erkennen. Hier lautete das Motto Evolution statt Revolution Audi ging bewusst kein Risiko ein. Das Design wirkt nun aber straffer und noch etwas dynamischer.

Auf Wunsch gibt es Scheinwerfer in Xenon plus-Technologie samt LED-Tagfahrlicht; in diesem Fall sind auch die Heckleuchten mit Leuchtdioden bestückt. Die Leuchten sind es auch, die zum knackigen Abschluss beitragen. Sie fallen nun deutlich schmaler aus, und erinnern so an den aktuellen A6 Avant.

Das Design lässt den 4,24 Meter langen Dreitürer äußerst kraftvoll auf der Straße stehen. Scharfe Kanten prägen die gesamte Karosserie. Der Radstand ist – bei einer gegenüber dem Vorgänger identisch gebliebenen Außenlänge - auf 2,60 Meter (plus 2 cm) gewachsen, die C-Säule steht sehr flach.

Der A3 rollt zunächst mit drei Vierzylindern an den Start, die alle neu entwickelt sind. Die beiden TFSI und der TDI schöpfen aus 1,4, 1,8 und 2,0 Liter Hubraum. Die Leistung beträgt 122 PS, 180 PS und 143 PS (Diesel).

Innen ist hingegen kein Stein auf dem anderen geblieben. Hier gibt es nun eine Mischung aus A1 und Q3. Horizontale Linien prägen die Armaturentafel. Die runden Lüftungsdüsen stechen nun deutlich heraus. Alles wirkt sehr aufgeräumt und hochwertig. Gegen Aufpreis gibt es einen elektrisch ausfahrbaren Monitor.

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