30-jähriges Jubiläum im Grazer Werk
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Mercedes G-Klasse

30-jähriges Jubiläum im Grazer Werk

Im Grazer Magna Werk gibt es Anlass zum Feiern. Der Ur-Vater aller Geländewagen (Ausnahme Land Rover und natürlich JEEP) feiert 30-jähriges Jubiläum.

Die Mercedes G-Klasse - der Geländewagen-Klassiker - feierte am Montag im Grazer Magna-Steyr-Werk ihr 30-jähriges Jubiläum: In Österreich als Puch G bekannt, sind bisher rund 200.000 Stück vom Band gelaufen. "Aus dem deutschsprachigen Raum kommt somit nur noch ein Dauerläufer", spielte der Chef der Mercedes Benz Cross Country Division in Graz, Axel Harries, am Montag im Grazer Werk auf den Jahrzehnte währenden Erfolg des VW Käfer an. Die Produktion in der Steiermark ist bis 2015 gesichert - wenngleich bei Nachfrage wahrscheinlich noch weiter gefertigt werden könnte.

Diashow:

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Bilder: Mercedes

Genaue Produktionsmenge unbekannt
Über genaue Stückzahlen, wie viel für diverse Streitkräfte in aller Welt gefertigt und wie viele Zivilfahrzeuge gebaut wurden, schweigt man sich bei Mercedes aus. Bei einem Werksrundgang war zu erfahren, dass die G-Klasse derzeit praktisch in Handarbeit gefertigt wird. Eine Schicht von versierten Facharbeitern (ihr Anteil beträgt in dieser Fertigungslinie rund 85 Prozent) benötigt für ein Fahrzeug etwa zehn Tage, rund 20 Stück verlassen täglich die Werkshalle Richtung Kunden. "In 50 Stationen werden etwa 3.500 Einzelteile eingebaut, 95 Prozent geschieht händisch und nicht automatisiert", so Produktionsleiter Hans Sattler. Für die Modelle der G-Klasse brauche man fünfmal so lange wie bei einem anderen Fahrzeug: "Aufgrund der Komplexität des Fahrzeuges ist das nicht automatisierbar", so Sattler.

Ein wahres Arbeitstier
Der Mercedes "Puch" G als legendärer Klassiker transportiert so ziemlich alles, vom Anzac (australischer Soldat) im Militär-Sondermodell über den Pontifex Maximus im "Papamobil" bis zum Sieger der Rallye Paris-Dakar: 1983 gewann Formel 1-Held Jacky Ickx mit einem G-Modell die legendäre Wüstenrallye. Die äußere Form des Fahrzeugs wurde in 30 Jahren nicht verändert. "Er ist eben ein Charakterdarsteller unter den Geländewagen, und er hat wie ein Spitzenschauspieler alle Oscars und Emmys gewonnen", so Harries. Außerdem gehöre die "G-Klasse zu Mercedes Benz wie der Schöckel zu Graz" - am Hausberg der steirischen Landeshauptstadt werden die Modelle bisweilen auf ihre Fähigkeiten getestet.

Großauftrag aus Australien
Zuletzt orderte die australische Armee 1.200 Fahrzeuge in der Zwei- und Dreiachserversion. Die G-Modelle werden mit drei verschiedenen Motoren gebaut, einmal die Sechszylinder-Dieselversion bzw. zwei verschiedene V8-Benzinmotoren. In den USA wird die V8-Version bevorzugt, ebenso in China, wo die Nachfrage ansteigt. In Europa liebt man eher die Dieselmodelle. In der Fertigung sind rund 580 Beschäftigte, davon zehn Prozent Frauen. Kurzarbeit ist hier kein Thema, hieß es. (APA)

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